Käppeli, Silvia, Dr. Dr.

Käppeli

Nominiert für die Verleihung der „Agnes Karll-Medaille“ für besondere Verdienste um die Pflegewissenschaft und die Professionalisierung der Pflege
(DBfK, September 2015)

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Silvia Käppeli hat in den 1970er Jahren in der Krankenpflege gearbeitet und dabei Auslandserfahrungen in Griechenland und Israel gesammelt, bevor sie die Ausbildung zur Berufschullehrerin in Krankenpflege absolvierte. 1980-1984 erlangte sie ihren ersten Doktortitel an der University of Manchester (Advanced Nursing Studies, Master of Science, PhD). Ab 1989 leitete Frau Käppeli das von ihr begründete Zentrums für Entwicklung und Forschung in der Pflege (ZEFP) am Universitätsspital Zürich.

1997 folgte der zweite Doktortitel in Judaistik in Verbindung mit Pflegewissenschaft an der Universität Luzern. 2000-2001 war Frau Käppeli Lehrbeauftragte an den Universitäten Zürich und Witten-Herdecke. Sie hatte die verschiedensten Mandate und Lehraufträge inne und hat sich nicht zuletzt durch eine reiche Publikationstätigkeit um die Pflegewissenschaft verdient gemacht.

Hohe Ehrung 2015:

Am 20. September 2015 wurde im Rahmen der Eröffnung der „3-Länderkonferenz Pflege und Pflegewissenschaft“ in Konstanz (D) Frau Dr. Dr. Silvia Käppeli mit der „Agnes Karll-Medaille“ des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe e.V. (DBfK) ausgezeichnet.

Silvia Käppeli erhielt die höchste Auszeichnung des DBfK für ihren langjährigen Beitrag zur Professionalisierung der Pflege und die Entwicklung der Pflegewissenschaft im deutschsprachigen Raum.  In ihrer Laudatio hob DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein hervor, auf welch vielfältige Art dieser Einfluss sichtbar ist. In ihrem Berufsleben hat Käppeli immer wieder und ohne Scheu auf Schwächen und Probleme aufmerksam gemacht – sei es mit einem Papier zur „Rationierung von Pflege im Krankenhaus“  oder der Reaktion auf die Erfahrungen mit der Versorgung eines sterbenden Familienmitgliedes. Ethik ist ein zentrales Thema für sie. Ethik in ihrer ganz praktischen Relevanz für die Pflegepraxis, aber auch als Mitglied der Eidgenössischen Ethikkommission. Sie war eine zentrale Akteurin in der Professionalisierung der Pflege in der Schweiz und leitete u.a. das Zentrum für Entwicklung und Forschung in der Pflege (ZEFP) am Universitätsspital Zürich. Heute ist Käppeli im Ruhestand ehrenamtlich in Afghanistan aktiv. Sie kümmert sich um die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen und die Ausbildung von Pflegefachpersonen.

Die Agnes Karll Medaille wurde 2003 anlässlich der Gründung des deutschen Pflegeberufsverbandes DBfK vor 100 Jahren durch die Pflegepionierin Agnes Karll gestiftet. Sie wird alle drei Jahre an für die Weiterentwicklung der Pflege bedeutsame Persönlichkeiten verliehen. Agnes Karll hatte u.a. auch ab dem Jahr 1906 die erste deutschsprachige, von Pflegepersonen editierte Berufszeitschrift „Unterm Lazaruskreuz“ herausgegeben, die bis 1933 bestand. Noch heute führt der DBfK das „Lazaruskreuz“ (Blattkreuz) in seinem offiziellen Logo.

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Weitere biografische Angaben unter:
http://de.pflegeabc.wikia.com/wiki/Silvia_K%C3%A4ppeli

Zitate: http://www.pflegeportal.ch/pflegeportal/Persoenlichkeiten_in_der_Pflege.php?kc=0,34,0,0,0

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