St. Anna Kinderspital Wien: 20 Jahre Apherese – eine Erfolgsgeschichte.

Im Rahmen des internationalen Apherese-Symposiums für Pflegepersonal und Ärzte
Anfang Juni wurden im St. Anna Kinderspital die 20-jährigen Leistungen
des Aphereseteams gewürdigt und neuste Erkenntnisse vorgestellt.

Apherese ist das Auseinandertrennen, Sammeln, Behandeln oder Ersetzen von Blutkomponenten, wie z. B. das Sammeln von Stammzellen für Transplantationen. Bei diesem Verfahren, welches umgangssprachlich auch als Blutreinigungsverfahren bezeichnet wird, können aber auch krankmachende oder überzählige Bestandteile aus dem Blut oder Blutplasma der Patienten entfernt werden. Das „gereinigte“ Blut wird dem Körper danach wieder zugeführt.
Durch dieses Verfahren können unter anderem Komplikationen nach Stammzelltransplantationen behandelt werden, sowie kranke Blutkomponenten durch gesunde ersetzt werden.

„Wir verfügen über mehr als 20 Jahre Expertise im Bereich der Apherese und können unseren kleinen Patientinnen und Patienten relativ schonende Verfahren zur Verfügung stellen, dabei ist die enge Zusammenarbeit mit der Kinderkrebsforschung mit ein Erfolgskriterium für die vielen erfolgreichen Anwendungen.“ freut sich der Ärztlicher Direktor Univ. Prof. Dr. Wolfgang Holter.

Unter der ärztlichen Leitung von Dr. Volker Witt, Intensivmediziner und verantwortlicher Arzt der Aphereseeinheit, hat sich in den vergangenen 20 Jahren, in denen das Verfahren rund 3.500 mal angewendet wurde, ein engagiertes, hochqualifiziertes Team aus Pflegekräften und Ärzten herausgebildet, das für den Erfolg als Zentrum für Apheresen in der Pädiatrie verantwortlich ist.  Fünf ausgebildete Apheresepflegefachkräfte und zwei Fachärzte garantieren eine fast rund-um-die-Uhr Versorgung mit diesem anspruchsvollen Verfahren. Die internationale Mitarbeit bei Studien ermöglicht eine kontinuierliche Anpassung an den Stand des aktuellen Wissens.

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