DBfK ruft zur Unterstützung der Pflegeberufereform auf

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) bekräftigte in der Vorwoche in Berlin seine Forderung an den Bundestag, die Pflegebildungsreform ohne Verzug zu verabschieden. Damit verknüpft wird der Appell an alle Befürworter der Generalistik, sich jetzt aktiv zu Wort zu melden und den Gegnern nicht das Feld zu überlassen.

 

DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner sagt dazu: „Der Bundestag nehme sich über die Sommerpause Zeit, um noch strittige Fragen zum Pflegeberufsgesetz zu diskutieren. Es ist sehr bedauerlich, dass im Parlament diese wichtige Reform, die jahrelang vorbereitet wurde, durch den von sehr spezifischen Eigeninteressen gefärbten Aktionismus von Gegnergruppen Gefahr läuft, zerredet zu werden. Hoffentlich wird die Reform nicht soweit verwässert, dass es besser wäre, sie ganz bleiben zu lassen. Gesundheits- und Seniorenministerium stehen weiterhin zu den Kernelementen.“ Doch im Parlament müssen Mehrheiten gefunden werden – was bei der überwältigenden Mehrheit der Regierungskoalition eigentlich kein Problem sein sollte.

Pflege-bewegt-Deutschland

Aufruf an Kolleginnen und Kollegen aus allen Arbeitsfeldern der Pflege, die das Pflegeberufsgesetz befürworten:

Wenden Sie sich persönlich  an die einzelnen Bundestagsabgeordneten von SPD und Unionsparteien (Emailadressen finden sich unter www.bundestag.de) und unterstützen Sie die Reform! Der DBfK stellt auf seiner Webseite www.dbfk.de dazu umfangreiche Informationen und Hilfestellung bereit.

 

Die Machbarkeit einer generalistischen Pflegeausbildung wurde seit Jahren in Modellprojekten erprobt und hat sich dort bewährt. Das geplante Pflegeberufereformgesetz hat die 1. Lesung im Bundestag und die Anhörung in den Ausschüssen Ende Mai passiert, die Verabschiedung wurde kurzfristig allerdings auf die Zeit nach der Sommerpause verschoben. Inzwischen machen die Reformgegner vor allem in den Wahlkreisen mobil, um Abgeordnete auf ihre Seite zu ziehen. Aus Sicht des Deutschen Pflegerates (DPR) und zahlreicher weiterer Berufsverbände gibt es viele äußerst stichhaltige Gründe, die für die Reform sprechen und sie als große Chance nach Jahren des Stillstands betrachten. Die Hauptargumente der Gegner jedoch entpuppen sich bei genauem Hinsehen oft als falsch, kurzsichtig oder interessengeleitet.

 

Der Gesetzesentwurf zum Nachlesen hier   (PflBRefG, BT-Drucksache 18/7823)

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