DBfK: „Pflegeausbildung lässt sich nicht outsourcen“

Klar gegen eine von der Bundesagentur für Arbeit geplante Anwerbung von Pflegekräften aus den Philippinen äußerte sich jetzt der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest . Die aktive Anwerbung ausländischer Pflegefachpersonen sei keinesfalls eine Strategie, um einem Fachkäftemmangel nachhaltig zu begegnen, so die Kritik. Nachhaltiger wäre es, den Pflegeberuf aufzuwerten und die stockende Berufereform rasch umzusetzen.

Way Signs "Outsourcing - In-House Solutions"

„Deutschland ist europäisches Schlusslicht in der Pflegebildung. Anstatt dies zu ändern, wird Pflegefachpersonal im Ausland zu gewinnen versucht – damit quasi der eigene Bildungsauftrag ausgelagert“, so der Verbandsvorsitzende Dichter. Eine Lösung für die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte müsste aber vielmehr innerhalb Deutschlands gefunden werden. 

Im Gegensatz dazu begrüßt der Vorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, den Vorschlag der SPD-Bundestagsfraktion für ein Einwanderungsgesetz, das den Zuzug von jährlich 25.000 qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland ermöglichen soll. Meurer dazu: „Bis 2030 gibt es in der Pflege einen Bedarf von zusätzlich 500.000 Pflegekräften. Nur mit dem inländischen Potenzial werden wir diese Herausforderung nicht meistern können“.

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