Klinik Diakonissen Schladming: Schockraum-Teamtraining für perfekte Notfallversorgung

Damit jeder Handgriff im Notfall sitzt braucht es ein eingespieltes Team und viel Übung. Was für viele Bereiche gilt, ist auch in der Notfallversorgung entscheidend. Die MitarbeiterInnen der Unfallchirurgie bereiten sich mit einem speziellen Training auf den Umgang mit schwerverletzen Patienten vor.

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In einer bedeutenden Winter- und Sommersport-Regionen und zudem auch an einer der Hauptverkehrsrouten Österreichs gelegen, ist die Klinik in Schladming immer wieder auch mit schwer- und schwerstverletzten Patienten konfrontiert. Notfallsituationen sind hektisch, zeitkritisch und äußerst komplex, es bedarf daher weitaus mehr als fachlicher Einzelkompetenz, sondern perfekt funktionierende Teams.

 

Betroffene Patienten werden vom Notarzt-Team in den „Schockraum“ der Klinik gebracht wo es in den ersten Minuten darum geht, die lebensbedrohlichen Verletzungen rasch zu erfassen und schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, um das Überleben des Patienten sicherzustellen und seinen Zustand zu stabilisieren. Das Schockraum-Team besteht aus Unfallchirurgen, Anästhesist und Pflegekräften sowie einer Röntgenassistenz.

 

Wie im Sport müssen auch erfolgreiche SchockTeams „zusammengespielt“ sein, um die Versorgung von kritischen Patienten möglichst effizient, rasch und richtig durchführen zu können. Um dafür gerüstet zu sein, unterzogen sich die Teams in den letzten Wochen neuerlich einem intensiven Schockraum-Training. Dabei werden „Notfallpatienten“ realitätsnahe durch Puppen simuliert, die von einem externen Trainer-Team gesteuert werden – so können lebensbedrohliche Atem- und Kreislaufprobleme, schwerste Verletzungen im Brust-, Bauch- und Beckenbereich, an Armen und Beinen und viele andere kritische Zustände simuliert werden.

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Der Erfolg, der durch das Schockraum-Team eingeleiteten Maßnahmen wird sofort sichtbar. Dabei werden auch die Vitalparameter wie Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung realitätsnahe auf Monitore übertragen, Blutlabor-Werte simuliert und vieles mehr – gesteuert von externen Trainern.

 

Das handelnde Schockraum-Team wird bei der Versorgung des „Notfall-Patienten“ von drei Kameras gefilmt, um im Anschluss an das Training den simulierten Notfall anhand der Videoaufzeichnungen im Team mit den Trainern zu analysieren und zu besprechen. Auch Werte, Emotionen und Gefühle im Team werden im Anschluss an das Training analysiert. Das fachliche Wissen wird mit den dynamischen, emotionalen und sozialen Abläufen verknüpft und kann so sicher sehr gut in der Praxis umgesetzt werden.

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