WHO: Wirksame Tipps gegen postop-Wundinfektionen

Postoperative Wundinfektionen zählen zu den häufigsten Krankenhaus-Infektionen weltweit. Dabei können einfache Maßnahmen dazu beitragen, diese gefährlichen Infektionen wirkungsvoll zu reduzieren. Die Weltgesundheitsorganisation hat dazu Anfang November die ersten weltweit gültigen Empfehlungen veröffentlicht, berichtet die Fachzeitschrift „Die Schwester/Der Pfleger“.

 

 Die folgenden fünf Tipps gehören zu den 29 evidenzbasierten Empfehlungen:

  1. Gute Körperhygiene: Patienten sollten sich vor einem chirurgischen Eingriff waschen oder duschen. Dazu kann übliche Seife oder solche mit antimikrobiellen Wirkstoffen eingesetzt werden.
  2. Keine Rasur: Auf eine Haarentfernung sollte vor der OP möglichst komplett verzichtet werden. Wenn diese doch notwendig sein sollte, wird eine Haarkürzung mittels Clipper empfohlen. Von einer scharfen Rasur wird dringend abgeraten.
  3. MRSA-Sanierung: Bei bekannter nasaler Besiedlung mit Staphylokokkus aureus sollte eine Dekolonisation mit Mupirocin 2 %-Nasensalbe erfolgen. Speziell bei Patienten vor kardiothorakalen oder orthopädischen Eingriffen wird diese Maßnahme stark empfohlen.
  4. Antibiotikaprophylaxe: Eine perioperative Antibiotikaprophylaxe sollte rechtzeitig und einmalig erfolgen, möglichst 120 Minuten vor dem Hautschnitt. Über die Beendigung der OP hinaus sollte diese Prophylaxe aber nicht verlängert werden.
  5. Spülung der OP-Wunde: Bei sauberen und sauber-kontaminierten Wunden reicht eine Spülung der Wunde mit einer wässrigen PVP-Lösung. Von einer Spülung mit Antibiotika rät die WHO ab.

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Rasieren erzeugt kleinste Hautverletzungen und damit mögliche Infektionen – besser Haare kürzen!

 

 

Mehr zum Thema „Prävention postoperativer Wundinfektionen“ und die neuen WHO-Empfehlungen finden Sie hier.

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