Pflegepersonalmangel: Deutlich schlechtere Noten für Krankenhäuser

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Die Ergebnisse einer aktuellen bitischen Studie würden in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohl sehr ähnlich ausfallen: Rund 66.000 befragte PatientInnen bewerteten ihren Krankenhausaufenthalt deutlich schlechter, wenn sie sich wegen Personalmangels zu wenig pflegerisch versorgt fühlten.

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Im Gegensatz dazu haben jedoch viele Kliniken in den vergangenen Jahren lediglich die Ärzteschaft massiv aufgestockt, beim Pflegepersonal dagegen 10.000 Stellen eingespart. Oder anders gesagt: Der Zug fährt momentan in Hinblick auf die Patientenorientierung in die völlig falsche Richtung. Dringendes Umdenken ist alles angesagt, bevor die Kranken bzw. deren Patientenvertretungen den Aufstand proben.

Kommentar:

Eines von zahllosen Indizien dafür, dass es im deutschsprachigen Raum bereits massiv „unrund“ läuft, bietet das Beispiel der bayrischen Landeshauptstadt München. Die explodierenden Wohnkosten verschärfen u. a. auch den ohnedies bereits gravierenden Pflegepersonalmangel in den Kliniken noch weiter. So musste jüngst erst die Haunersche Kinderklinik eine komplette Bettenstation stilllegen und die Notaufnahme sperren, weil es eklatant an Pflegefachpersonal mangelt. Aber auch alle anderen öffentlichen Kliniken sind zunehmend pflegerisch unterbesetzt. München ist bei weitem kein Einzelfall – der Pflegepersonalmangel stellt das gesamte Gesundheitswesen radikal auf den Prüftand.

– Erich M. Hofer

Die Studie

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Quelle

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