LITTERIS ET ARTIBUS: Ehrenkreuz an Österreichs Pflegepionierin Elisabeth Seidl verliehen

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Sie war Pflegedirektorin, Lehrerin und Schuldirektorin und gab der Pflegeforschung als Österreichs erste Universitätsprofessorin entscheidende Impulse mit auf den Weg. Jetzt wurde ihr des „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“ verliehen: Frau Univ.-Prof.(em.) Dr. Elisabeth Seidl, DGKP (79, Bild o.). LAZARUS gratuliert im Namen einer großen LeserInnengemeinde sehr herzlich.

Seidl EKWK-01 - Übergabe

 

Die feierliche Überreichung erfolgte am 6. Juni 2018 im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung durch Sektionschefin Dr. Iris Rauskala in Vertretung des Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Fassmann. Frau Prof. Seidl habe sich auf dem Gebiet der Pflegewissenschaft besondere Verdienste erworben. betonte die Spitzenbeamtin in ihrer Laudatio: „Professorin Dr. Seidl zählt zu den Pionierinnen der österreichischen Pflegewissenschaft.“

Sie war von 1975 bis 1999 als Direktorin des Pflegedienstes und der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Rudolfinerhaus in Wien tätig. Darüber hinaus leitete die Geehrte von 1992 bis 2010 die Abteilung Pflegeforschung Wien des Instituts für Pflege- und Gesundheitssystemforschung der Johannes Kepler Universität Linz. Von 1998 bis 2007 baute sie das Individuelle Studium Pflegewissenschaft an der Universität Wien auf, und war Dozentin bzw. Vertragsprofessorin für Pflegewissenschaft an der Universität Wien. Von 2004 bis 2007 hatte sie den Lehrstuhl für Pflegewissenschaft an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien inne und lehrte an dieser Universität bis 2011.

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Der Forschungsschwerpunkt von Professorin Dr. Seidl liegt auf dem Gebiet der Gesundheits- und pflegerischen Versorgung chronisch kranker und alter Menschen, der Kommunikation und Interaktion in der Pflege sowie der Entwicklung des Pflegeberufes. Des Weiteren sind Prof. Seidls bedeutende Beiträge zur Sozialgeschichte der beruflichen Pflege in den deutschsprachigen Ländern und die wissenschaftliche und forschende Zusammenarbeit zur Rolle der Pflege im Nationalsozialismus mit der international renommierten deutschen Pflegehistorikerin Prof. Dr. Hilde Steppe zu erwähnen.

Professorin Dr. Seidl ist Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen, u.a. über Autonomie im Alter, Multikulturalität in Pflege und Gesellschaft, über pflegende Angehörige sowie chronisch kranke Menschen. Sie hat sich nicht nur in Österreich, sondern darüber hinaus in Fachkreisen der Pflegewissenschaft, der historischen Medizin- und Pflegeforschung sowie der akademischen Pflegebildung international einen Namen gemacht und einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung und Akademisierung des Pflegeberufes geleistet.

 

Derzeit ist Professorin Dr. Seidl Präsidentin des Rudolfiner-Vereins – Rotes Kreuz. Nähere Informationen zu Leben und Werk finden Sie u.a. auf Wikipedia sowie bei der Universität Wien.

 

Fotos: W. Haslinger (1), V. Kozon (2)

 

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