Lange Nacht der Museen 2018: Österreichisches Pflegemuseum war wieder mit dabei

LLM 2018 - Pflegemuseum

Die Direktorin der Pflegeschule am Wiener Wilhelminenspital, Mag. Maria Lukas (li.) sowie Claudia Chlebek und Ewa Kuchwalek präsentierten gemeinsam mit dem Pflegewissenschaftler Univ.Prof. Dr. Vlastimil Kozon dessen weltweit einzigartige Privatsammlung an internationalen Pflegebroschen und Dienstabzeichen.

Foto: DGKP Christian Ludwig

 

 

Die vom ORF alljährlich organisierte „Lange Nacht der Museen“ lockte auch heuer wieder zehntausende Interessierte an – auch das „Österreichische Pflegemuseum“ am Wilhelminenspital in Wien konnte sich wieder über zahlreichen Besuch freuen.

 

Die Besucherinnen und Besucher ließen sich von den unzähligen historischen Exponaten faszinieren, die von den Initiatorinnen des Museums über viele Jahre zusammengetragen wurden und einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung der beruflichen Krankenpflege bieten. Highlights stellten die heuer wieder vorgeführte Modeschau mit einer Auswahl an historischen Schwestertrachten und Trachten aus aller Welt, sowie die einzigartige Sammlung an Pflegebroschen von V. Kozon dar (Bild o.).

Kostbare Broschen signalisieren hohe Wertschätzung

Eine Besonderheit der diesjährigen pflegephaleristischen Ausstellung, bildeten die erstmals präsentierten Pflegebroschen aus dem Vereinigten Königreich und den USA. Jedes einzelne Kleinod ist in sich ein herausragendes filigranes Kunstwerk und übte daher völlig zu Recht eine besondere Anziehung auf das weibliche Publikum aus. Die meisten dieser Pflegebroschen sind aus Gold gefertigt, manche Pretiosen darüber hinaus auch mit Perlen, Edelsteinen bis hin zu kleinen Brillanten besetzt. Diese aufwändige Gestaltung erlaubt einen zulässigen Rückschluss auf den traditionell hohen Stellenwert der professionellen Pflege im angloamerikanischen Raum.

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Kostbare Erinnerung: Der Vorläufer der „Juchli-Bibel“

Eine bibliophile Rarität unter den zahlreichen Schaustücken des Pflegemuseums stellt auch der Vorläufer des nachmalig berühmten Lehrbuchs „Krankenpflege“ von Dr.h.c. Sr. Liliane Juchli (Bild) dar. Das erstmals 1973 im Thieme-Verlag erschienene Werk erreichte bis heute – laufend aktualisiert, ergänzt und erweitert – eindrucksvolle 12 Auflagen, hat längst schon die Millionengrenze überschritten und damit eine ganze Generation beruflich Pflegender in der Ausbildung zu diesem anspruchs- und verantwortungsvollen Beruf mit solidem Basiswissen begleitet.

Das Vorläuferwerk dazu entstand vor nahezu 50 Jahren aus mit Schreibmaschine verfassten und mit händisch gezeichneten(!) Illustrationen versehenen – Vorlagen und Skripten für die damaligen SchülerInnen der Pflegeschule „Theodosianum“ in Zürich. Das kostbare Erinnerungsstück wurde im Vorjahr durch Erich M. Hofer, Gründer und Schriftleiter der LAZARUS Pflegezeitschrift und des gleichnamigen PflegeNetzWerks im Internet, gemeinsam mit Sr. Liliane Juchli an das Pflegemuseum übergeben (Bild). So bleibt es der Nachwelt als pflegehistorischer Meilenstein erhalten.

85. Geburtstag von Sr. Liliane Juchli – schon zu Lebzeiten eine pflegehistorische Legende

Am 19. Oktober 2018 begeht Sr. Liliane Juchli – u.v.a. Trägerin des „Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich“, des „Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse“ der Bundesrepublik Deutschland sowie des selten verliehenen „LAZARUS Ehrenpreises für das Lebenswerk für die Pflege“ ihren 85. Geburtstag. Nähere Informationen zu Leben und Werk der Doyenne der deutschsprachigen Pflege finden Sie in unserer „Ehrenhalle der Pflege“ hier.

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