Masterplan Spitäler Burgenland: Neubau im Seewinkel geplant

Ein neues Standardspital im Seewinkel (Bild u.) soll die bestehenden zwei großen Leitspitäler (Eisenstadt, Oberwart) sowie drei Standardspitäler künftig ergänzen und das LKH Kittsee zum Primärversorgungszentrum umgewandelt werden. Nach dem „Zukunftsplan Pflege“ hat die Landesregierung jetzt einen ´Masterplan Burgenland Spitäler´ öffentlich vorgestellt hat.

Burgenland Masterplan 2019 Spitalneubau Seewinkel

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil kündigte dabei den Neubau eines Spitals im Zentrum des Bezirks Neusiedl an: „Damit wird die Gesundheitsversorgung im Norden des Burgenlandes nachhaltig und langfristig gesichert“. Der Standort Kittsee sei geografisch nicht ideal und werde zu einem Primärversorgungszentrum umfunktioniert. Der neue Krankenhausstandort deckt ein Einzugsgebiet von 30 Minuten Fahrzeit für 105.000 Menschen im Nordburgenland und angrenzenden Regionen ab – vor allem den gesamten Seewinkel. Das neue Standardspital wird von der KRAGES errichtet werden – von der Größe her vergleichbar in etwa mit dem Krankenhaus Oberpullendorf.
Versorgung 24/7
Standardspital bedeutet: Es gibt eine Basisversorgung für das Einzugsgebiet. Das heißt im Wesentlichen: Die Notfalls- und Akutambulanz sowie die Interne Abteilung inklusive einer Intensivüberwachung sind 24 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche in Betrieb. Unter der Woche werden Operationen mit geringerem Komplexitätsgrad sowie geplante Operationen durchgeführt. Terminambulanzen und Spezialambulanzen stehen ebenfalls Montag bis Freitag zur Verfügung. Weiters soll eine Akut-Geriatrie und die Remobilisierung nach Operationen für das gesamte Nordburgenland im neuen Standort Platz finden. Alles Weitere wird in der Bedarfsplanung festgelegt werden. Das Projekt starte ab sofort, so Landeshauptmann Doskozil. Als Eröffnungsdatum für ein neues Spital ist spätestens das Jahr 2030 realistisch.
Sowohl Kittsee als auch Frauenkirchen sollen als vorgelagerte Standorte bestehen bleiben und sollen mit Primärversorgungszentren ausgestattet werden, sodass sowohl der Norden als auch der Süden des Bezirks im präklinischen Bereich bestmöglich versorgt sind.
Der Masterplan macht konkrete Vorgaben zur Zukunftsentwicklung aller fünf burgenländischen Spitalsstandorte. Eisenstadt (Barnherzige Brüder) und Oberwart (KRAGES) werden als Schwerpunktkrankenhäuser mit umfassendem Leistungsspektrum für die Versorgungsregionen Nord und Süd positioniert bleiben. Die Standardspitäler im Bezirk Neusiedl, Oberpullendorf und Güssing werden weiterhin die Rund-um-die-Uhr-Versorgung in Wohnortnähe gewährleisten. Sie werden ihre Leistungsspektren noch mehr auf den Bedarf der jeweiligen Regionen untereinander abstimmen, miteinander kooperieren, Terminambulanzen mit gewissen Schwerpunkten anbieten sowie vor allem geplante Operationen anbieten.

„Der Masterplan zielt darauf ab, nachhaltig die Versorgungsqualität im gesamten Bundesland zu stärken und für die Zukunft abzusichern“, zeigt sich Landeshauptmann Hans Peter Doskozil vom Erfolg überzeugt.

>> Die Maßnahmen des Masterplans im Überblick (ppt-Präsentation)

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