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Universitätsklinikum Münster: Als erstes „Demenz-sensibles Krankenhaus“ zertifiziert

Das Universitätsklinikum Münster (UKM) ist als erste Klinik in Deutschland von der Technischen Akademie Wuppertal als „Demenz-sensibles Krankenhaus“ zertifiziert worden. Seit 2015 konnte die Delir-Rate von 21 % auf 6 % gesenkt werden. Nun will das UKM seine Expertise auch anderen Krankenhäusern zur Verfügung stellen.

Bereits seit 2015 werden ältere Patient*innen am UKM, die aufgrund einer Demenz oder leichten kognitiven Einschränkung ein erhöhtes Risiko haben, während des Krankenhausaufenthalts ein Delir zu entwickeln, gescreent sowie von einem Spezialistenteam begleitet und beraten. Mit diesem Ansatz konnte die Delirrate von 21 % auf 6 % reduziert werden. Die Zertifizierung kann jährlich erneuert werden.

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Künftig will das UKM andere Kliniken unterstützen, ein Demenz- und Delirmanagement aufzubauen. „Wir möchten kein Alleinstellungsmerkmal behalten, sondern unsere gewonnene Expertise an andere Einrichtungen weitergeben“, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums.

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Thomas van den Hooven (47, re.) ist seit Mitte 2017 als Pflegedirektor am UKM für mehr als 2.800 Mitarbeiter*innen verantwortlich. Er übernahm das Projekt von seinem langjährigen Vorgänger Michael Rentmeister und führte es mit seinem Team erfolgreich weiter. Wegen des breiten Erkrankungsspektrums sind die Anforderungen an die Pflege besonders hoch, so werden am UKM vielfach Kritisch Erkrankte oder Patient*innen mit seltenen oder komplexen Diagnosen behandelt.

Fotos: UKM