Deutschlands Arbeitgeber: Massive Kritik am „dramatischen Mangel“ an Lehrkräften und Ausbildungsplätzen in der Pflege

Die Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung mit dem Pflegeberufegesetz – im Deutschen Bundestag am 22. Juni 2017 beschlossen und ab Beginn 2020 in Kraft – sollte den Fachkräftemangel beseitigen. „Das ist leider nicht gelungen“, resümiert Arbeitgeber-Präsident Bernd Meurer (bpa, Bild) in einer Aussendung nüchtern.

Die generalistische Ausbildung belastetdie Pflegeeinrichtungen mit ihren enormen bürokratischen Anforderungen, den komplizierten Umlagesystemen und den nur noch kurzen Einsatzzeiten beim Ausbildungsunternehmen selbst massiv, so Meurer: „Gerade für kleinere Träger ist es kaum noch möglich auszubilden.

Bernd-Meurer-CEO_bpa-Präsident

Gleichzeitig fehlen überall in Deutschland Schulkapazitäten. Weil an den Universitäten zu wenig Pflegepädagog*innen ausgebildet würden, gebe es inzwischen „einen dramatischen Mangel“ (Meurer) an Lehrenden für die Pflegeschulen. Auch bei den ausgebildeten Assistenzkräften, die neben den Fachkräften in einem erheblichen Maße benötigt werden, fehlen Maurer zufolge in den meisten Ländern ausreichende Qualifizierungsstrukturen.

Der Pflegeberuf ist attraktiv. Im In- und Ausland gibt es jede Menge interessierte potenzielle Auszubildende. Meurer: „Bund und Länder müssen jetzt wirksame Maßnahmen ergreifen, um ihnen allen einen Ausbildungs- und einen Schulplatz anbieten zu können.“

Quelle: PA vom 21. Juni 2022 (Nr. 51/22)

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