Deutschland: Pflege-Mindestlöhne steigen erneut

Die Pflegekommission hat sich einstimmig auf eine Erhöhung der Pflegemindestlöhne geeinigt. In zwei Erhöhungsschritten steigt der Mindestlohn bis 2027 auf 16,95 Euro.

Die Einigung, die für das gesamte Bundesgebiet gelten soll, sieht vor, dass es zu einer stufenweisen Anhebung der Mindestlöhne je nach Ausbildungsstand kommt.

Ab Juli 2026 erhalten:

Pflegehilfskräfte demnach 16,52 Euro (ab 01.07.2027 dann 16,95 Euro),

Qualifizierte Pflegehilfskräfte 17,80 Euro (ab 01.07.2027 dann 18,26 Euro)

Pflegefachpersonen 21,03 Euro (ab 01.07.2027 steigt der Lohn auf 21,58 Euro).

Durch die lange Laufzeit bis zum 30. September 2028 können die Einrichtungen langfristig planen.

Darüber hinaus empfiehlt die Pflegekommission weiterhin einen Anspruch auf zusätzlichen bezahlten Urlaub von neun Tagen pro Jahr bei einer Fünftagewoche. Dieser Zusatzurlaub besteht zusätzlich zum gesetzlichen Mindesturlaub. Die Bundesregierung hat angekündigt, die Anhebung durch eine Rechtsverordnung entsprechend umzusetzen.

Hintergrund

Der Pflegekommission nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz gehören Vertreterinnen und Vertreter von privaten, freigemeinnützigen sowie kirchlichen Pflegeeinrichtungen an. Arbeitgeber bzw. Dienstgeber und Arbeitnehmer bzw. Dienstnehmer sind paritätisch vertreten.

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