Landesklinik St. Veit: Österreichweit erstes Krankenhaus mit der Qualitätszertifizierung „PflegeAttraktiv“ ausgezeichnet

Die Landesklinik St. Veit erhält österreichweit als erstes Krankenhaus die Qualitätszertifizierung „PflegeAttraktiv“. Salzburgs Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf gratulierte dem Team der Landesklinik zur Zertifizierung als Einrichtung, die attraktive Rahmenbedingungen für die Pflege schafft.

Übergabe der Zertifizierung: ganz Links Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, in der Mitte Pflegedirektor Karl Schwaiger mit seiner Stellvertreterin Daniela Ebner, umringt von Pflegekräften, die diesen Prozess nun weiterführen. Foto: SALK

„PflegeAttraktiv“ wird vom deutschen Bundesverband Pflegemanagement und der PflegeZert GmbH verliehen und zeichnet Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aus, die einen mehrjährigen hausinternen Prozess zur Attraktivierung des Pflegeberufs und zur Optimierung der internen Abläufe starten. In Deutschland wurde dieses Zertifikat bereits über 60-mal verliehen, die Landesklinik St. Veit ist die erste Einrichtung in Österreich, die damit zertifiziert wurde.

„Von der Pflege für die Pflege“

Der Pflegedirektor der Landeskliniken Hallein und St. Veit, Karl Schwaiger, unterstrich den Ansatz „von der Pflege für die Pflege“, der dem Zertifizierungsprozess zugrunde liegt. Die Fragestellungen für Verbesserungsmöglichkeiten seien von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „auf den Punkt getroffen worden. Die bisherigen Zahlen sind schon gut, aber man kann sich immer verbessern. Und dieses Projekt bietet die Chance für alle Pflegekräfte Verantwortung zu übernehmen und die Arbeitsbedingungen und das Miteinander weiterzuentwickeln.“

Arbeitsgruppen für Verbesserungen eingesetzt

Das Zertifikat steht für einen verbindlichen Entwicklungsprozess, der Pflegekräfte stärkt, Arbeitsbedingungen verbessert und interprofessionelle Zusammenarbeit fördert. Ausgehend von den Ergebnissen einer aktuellen Mitarbeiterbefragung wurden in der Landesklinik St. Veit sechs verschiedene Arbeitsgruppen geschaffen, die für die Pflege wichtige Themen bearbeiten: Diese reichen vom Bedarf nach mehr Standardisierung bei Dienstübergaben und Visiten über die Verfügbarkeit von Expertinnen und Experten auf den Stationen und wann diese wie erreichbar sind, bis zum Ausbau der betrieblichen Gesundheitsvorsorge, um Mitarbeitenden einen gesunden Arbeitsplatz anbieten zu können.

Diese Arbeitsgruppen sind vor knapp acht Monaten eingesetzt worden und werden ihre Arbeit in etwa zwei Jahren abgeschlossen haben. Gleichzeitig werden durch das Pflegemanagement laufend Daten in einer Controlling-Matrix erfasst, um bis zum Projektende durch die Veränderungen der Zahlen und Daten die beabsichtigten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte auch belegen zu können. Letztendlich sollen die Verbesserungen für die Pflegkräfte das Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten weiter steigern, die entsprechend der SALK-Werte immer im Mittelpunkt stehen.

„Wir sind PflegeAttraktiv, haben eine gute Gehaltsgrundlage und kaum Mitarbeitermangel. Wir sind sehr gut am Weg, innerhalb der Salzburger Landeskliniken und im Bundesland“, so Pflegedirektor Schwaiger. „Wir haben eine Pflanze gesetzt, diese wird nun wachsen“.

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