Leuchtturm-Projekt feiert Jubiläum: 20 Jahre Masterstudiengang „Palliative Care in der Pädiatrie“

Foto: ULG PALL PÄD

Im Februar 2026 startete der fachspezifische Lehrgang „Palliative Care in der Pädiatrie“ bereits zum 20. Mal. Was 2006 aus einem klar erkannten Bedarf heraus entstand, ist heute ein international anerkannter Leuchtturm in der Ausbildung pädiatrischer Palliativfachkräfte und ein starkes Zeichen für Menschlichkeit, Kompetenz und interprofessionelle Zusammenarbeit.

Seit 2009 ist der Lehrgang fixer Bestandteil des akkreditierten Masterprogramms „Palliative Care“, das in Kooperation zwischen MOKI, der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, dem HOSPIZ ÖSTERREICH und dem Landesklinikum Baden-Mödling durchgeführt wird. Mehr als 450 Absolventinnen und Absolventen aus Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz tragen seither das erworbene Wissen in ihre Praxis – in Spitäler, mobile Dienste Hospize, Pflegeeinrichtungen und psychosoziale Versorgungsstrukturen. „Dieser Lehrgang ist aus der Überzeugung entstanden, dass kein junger Mensch mit einer schweren Erkrankung allein bleiben darf. Dass wir dieses Anliegen nun seit 20 Jahren gemeinsam mit so vielen engagierten Absolventinnen und Absolventen tragen, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit und Verantwortung“, so die Studiengangsleitung Doris Schlömmer, BSc, MA, MMSc..

Lernen für die schwersten Momente des Lebens 

Kinder und Jugendliche mit lebenslimitierenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen zu begleiten, bedeutet, sich täglich zwischen Hoffnung und Abschied zu bewegen. Genau hier setzt der Lehrgang an: mit einem fundierten, praxisnahen und interdisziplinären Curriculum, das medizinische, pflegerische und psychosoziale Perspektiven vereint.

Der zweisemestrige Vertiefungslehrgang umfasst sechs intensive Ausbildungsblöcken. Zu den zentralen Inhalten zählen Palliatives Symptom- und Funktionsmanagement, palliative Notfälle und Krisensituationen im pädiatrischen Setting, spezifische Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und deren Familien, psychologische, psychiatrische und psychotherapeutische Aspekte, Kommunikation, Teamarbeit und Familienbegleitung sowie Recht, Ethik und Therapiezielfindung.

Haltung zählt seit 20 Jahren 

Was den Lehrgang seit zwei Jahrzehnten prägt, ist nicht nur fachliche Exzellenz, sondern eine klare ethische Haltung: Wertschätzung, Empathie und Respekt gegenüber Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.

„Junge Menschen mit schweren Diagnosen zu begleiten bedeutet, Angst, Wut, Trauer und Hoffnung gleichermaßen auszuhalten. Dafür braucht es nicht nur Fachwissen, sondern auch eine besondere Haltung der Menschlichkeit“, betont Renate Hlauschek, MMSc, Geschäftsführerin von MOKI NÖ und Gründungsmitglied des Lehrgangs.

Jubiläum mit Ausblick 

Der 20. Durchgang ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Blick in die Zukunft: Der Bedarf an spezialisierten pädiatrischen Palliativfachkräften wächst stetig. Mit seinem interdisziplinären Ansatz, der starken Vernetzung und der hohen Praxisrelevanz bleibt der Masterstudiengang ein zentraler Pfeiler für eine würdevolle Versorgung von Kindern und Jugendlichen in schweren Lebensphasen.

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