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Pflegefachassistenz für die stationäre Pflege (VZ/TZ)



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Pflegefachassistenz für die stationäre Pflege (VZ/TZ)







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Pflegefachassistenz für die stationäre Pflege (VZ/TZ)



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In Frankreich kommen fast 40 Prozent der Menschen, die über 80 Jahre alt sind, einmal pro Jahr ins Spital. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 25 Tage, die Wiederaufnahmequote innerhalb eines Monats nach der Entlassung erreicht bis zu 30 Prozent. Angesichts solcher Zahlen untersuchte ein Forscherteam nun die Auswirkungen eines häuslichen Telemonitoring-Systems, das sich speziell an geriatrische und multimorbide Patienten richtet.
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Zum Bericht auf MEDINSIDE …




Pflegefachassistenz für die stationäre Pflege (VZ/TZ)



Bis zu 75 Prozent Zeitersparnis in der Pflege, eine minimale Fehlbefüllungsrate und eine Reduktion des Arzneimittelvorrats auf den Stationen um circa 50 Prozent: Mit diesen beeindruckenden Ergebnissen setzt die Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz Maßstäbe in der digitalen Arzneimittelversorgung – und liefert zugleich ein wirksames Effizienzmodell für Krankenhäuser in Zeiten steigenden Kostendrucks.

Foto: KHBBLinz/Baxter

Als erstes Krankenhaus in Österreich ist es den Barmherzigen Brüdern Linz bereits 2020 gelungen, die patientenindividuelle Medikamentenverblisterung (Unit Dose) auf allen Stationen des Krankenhauses erfolgreich umzusetzen. Das System ist seit dieser Zeit flächendeckend im Einsatz. Die Basis dafür wurde bereits früh gelegt: Schon seit 2004 wird die individuelle Neuverblisterung in der Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz konsequent weiterentwickelt.

„Gerade in Zeiten, in denen Krankenhäuser unter hohem Effizienz- und Kostendruck stehen, zeigt die Unit-Dose-Verblisterung, dass Digitalisierung gleichzeitig Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit verbessern kann“, sagt Mag. Gunda Gittler MBA, aHPh, Leitung der Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz und Zentraleinkauf Medikamente BHB Österreich

Mit der flächendeckenden Umsetzung der Unit-Dose-Versorgung unterstreichen die Barmherzigen Brüder ihren Anspruch, Digitalisierung gezielt als Hebel für eine sichere, effiziente und nachhaltige Gesundheitsversorgung einzusetzen“, ergänzt Mag. Peter Ausweger, Gesamtleiter Einrichtungen der Barmherzigen Brüder Österreich.

Unter Verblisterung versteht man das patientenbezogene, zeitgenaue Abpacken fester oraler Arzneimittel wie Tabletten oder Kapseln in kleine, eindeutig beschriftete Säckchen. Jeder Blister enthält exakt jene Medikamente, die zu einem bestimmten Einnahmezeitpunkt vorgesehen sind – beschriftet mit Namen, Dosierung, Datum und Uhrzeit. Dadurch wird das Risiko von Medikationsfehlern massiv reduziert.

Zeitersparnis von 3 Stunden pro Tag

Die Vorteile sind klar belegbar: Interne Studien zeigen, dass 99 Prozent der festen oralen Arzneimittel neuverblistert werden können. Der Zeitaufwand für die Medikamentenvorbereitung durch das Pflegepersonal sinkt dadurch um rund drei Stunden pro Tag, was einer Zeitersparnis von bis zu 75 Prozent entspricht. Diese gewonnene Zeit steht der Pflege direkt für Tätigkeiten an den Patientinnen und Patienten zur Verfügung. Eine interne Befragung des Pflegepersonals im Linzer Brüderkrankenhaus ergibt zudem eine sehr hohe Zufriedenheit mit dem System.

Gesteigerte Patientensicherheit

Auch die Patientensicherheit steigt signifikant: Die Fehlbefüllungsrate liegt bei lediglich 0,004 bis 0,006 Prozent, während beim händischen Befüllen laut Literatur Fehlerquoten von 7 bis 10 Prozent auftreten können. Gleichzeitig konnte der Verbrauch verblisterbarer Arzneimittel um 26 Prozent gesenkt werden – ein wesentlicher Beitrag zur Kosteneffizienz in der Arzneimittelversorgung.

Mittlerweile werden in der Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz monatlich mehr als 850.000 Tabletten für ca. 4.000 Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen patientenindividuell verpackt. Um dieses Volumen und den hohen Qualitätsstandard sicherzustellen, waren gezielte zeitliche und personelle Anpassungen in der Apotheke notwendig.

Ausgezeichnetes Projekt

Die Innovationskraft des Projekts wurde auch bereits anerkannt: Das Projekt „Unit Dose Versorgung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz“ wurde 2021 mit dem Austrian Patient Safety Award (APSA) in der Kategorie Medikationssicherheit ausgezeichnet. Zudem erhielt die klinische Pharmazie der Apotheke bereits 2020 den Integri-Preis für ihre Leistungen im Bereich der Patientensicherheit.

 





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Salzburg

Absolvent:innen des Lehrgangs Praxisanleitung mit Andrea Monitzer, MHPE (Lehrgangsleitung), Birgit Rauscher, MSc, MA (Direktorin der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege der AK Salzburg am BFI Salzburg); Foto: BFI Salzburg / Mario Lebesmühlbacher

Mit der Zeugnisverleihung am 27. Jänner 2026 schlossen 16 Teilnehmer:innen aus dem Pinzgau und angrenzenden Regionen die Weiterbildung zum/zur Praxisanleiter:in in der Regionalstelle Pinzgau des BFI Salzburg erfolgreich ab. Der berufsbegleitende Lehrgang vermittelt jene Kompetenzen, die für die Begleitung von Pflegeauszubildenden in der Praxis erforderlich sind.

Praxisnahes Lernen im Blended-Learning-Format

Die Weiterbildung umfasste 177 Unterrichtseinheiten und wurde von April 2025 bis Jänner 2026 berufsbegleitend durchgeführt. Neben Präsenzphasen kamen auch E-Learning-Elemente zum Einsatz. Ergänzt wurde der Lehrgang durch 40 Stunden praxisbezogene Anwendungsaufträge im eigenen Tätigkeitsfeld. Die 14 Teilnehmerinnen und 2 Teilnehmer kamen aus verschiedenen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen der Region.

 

Niederösterreich

Foto: Landesratsbüro Anton Kasser

Im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten wurden Ende Jänner 30 Absolventinnen und Absolventen des Interprofessionellen Palliativ-Basislehrgangs (IPBL) 2026 feierlich ausgezeichnet.  Der IPBL umfasst zwei Semester mit 168 Unterrichtseinheiten sowie ein 40-stündiges Praktikum. Der Abschluss berechtigt zur Teilnahme am Universitätslehrgang Palliative Care an der Paracelsus Medizinischen Universität (PMU) Salzburg.

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Foto: Presse&Foto Franz Gleiß

An der Schule für Sozialbetreuungsberufe am Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe (BiGS) der Caritas St. Pölten haben im Jänner 13 Absolvent*innen ihre Ausbildung zum/zur Fach-Sozialbetreuer*in Behindertenarbeit und 3 Absolvent*innen ihre Ausbildung zum/zur Fach-Sozialbetreuer*in Altenarbeit erfolgreich abgeschlossen.  LAZARUS gratuliert herzlich !





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Foto: ULG PALL PÄD

Im Februar 2026 startete der fachspezifische Lehrgang „Palliative Care in der Pädiatrie“ bereits zum 20. Mal. Was 2006 aus einem klar erkannten Bedarf heraus entstand, ist heute ein international anerkannter Leuchtturm in der Ausbildung pädiatrischer Palliativfachkräfte und ein starkes Zeichen für Menschlichkeit, Kompetenz und interprofessionelle Zusammenarbeit.

Seit 2009 ist der Lehrgang fixer Bestandteil des akkreditierten Masterprogramms „Palliative Care“, das in Kooperation zwischen MOKI, der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, dem HOSPIZ ÖSTERREICH und dem Landesklinikum Baden-Mödling durchgeführt wird. Mehr als 450 Absolventinnen und Absolventen aus Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz tragen seither das erworbene Wissen in ihre Praxis – in Spitäler, mobile Dienste Hospize, Pflegeeinrichtungen und psychosoziale Versorgungsstrukturen. „Dieser Lehrgang ist aus der Überzeugung entstanden, dass kein junger Mensch mit einer schweren Erkrankung allein bleiben darf. Dass wir dieses Anliegen nun seit 20 Jahren gemeinsam mit so vielen engagierten Absolventinnen und Absolventen tragen, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit und Verantwortung“, so die Studiengangsleitung Doris Schlömmer, BSc, MA, MMSc..

Lernen für die schwersten Momente des Lebens 

Kinder und Jugendliche mit lebenslimitierenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen zu begleiten, bedeutet, sich täglich zwischen Hoffnung und Abschied zu bewegen. Genau hier setzt der Lehrgang an: mit einem fundierten, praxisnahen und interdisziplinären Curriculum, das medizinische, pflegerische und psychosoziale Perspektiven vereint.

Der zweisemestrige Vertiefungslehrgang umfasst sechs intensive Ausbildungsblöcken. Zu den zentralen Inhalten zählen Palliatives Symptom- und Funktionsmanagement, palliative Notfälle und Krisensituationen im pädiatrischen Setting, spezifische Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und deren Familien, psychologische, psychiatrische und psychotherapeutische Aspekte, Kommunikation, Teamarbeit und Familienbegleitung sowie Recht, Ethik und Therapiezielfindung.

Haltung zählt seit 20 Jahren 

Was den Lehrgang seit zwei Jahrzehnten prägt, ist nicht nur fachliche Exzellenz, sondern eine klare ethische Haltung: Wertschätzung, Empathie und Respekt gegenüber Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.

„Junge Menschen mit schweren Diagnosen zu begleiten bedeutet, Angst, Wut, Trauer und Hoffnung gleichermaßen auszuhalten. Dafür braucht es nicht nur Fachwissen, sondern auch eine besondere Haltung der Menschlichkeit“, betont Renate Hlauschek, MMSc, Geschäftsführerin von MOKI NÖ und Gründungsmitglied des Lehrgangs.

Jubiläum mit Ausblick 

Der 20. Durchgang ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Blick in die Zukunft: Der Bedarf an spezialisierten pädiatrischen Palliativfachkräften wächst stetig. Mit seinem interdisziplinären Ansatz, der starken Vernetzung und der hohen Praxisrelevanz bleibt der Masterstudiengang ein zentraler Pfeiler für eine würdevolle Versorgung von Kindern und Jugendlichen in schweren Lebensphasen.





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Welche Folgen hat es für die Patient*innen und die Versorgungskosten, wenn im Krankenhaus bestimmte Aufgaben oder Rollen von Ärzt*innen auf Pflegefachkräfte übertragen werden? Ein jetzt veröffentlichter Cochrane Review beleuchtet die internationale Studienlage.

In Deutschland war die Übernahme ärztlicher Tätigkeiten durch Pflegefachpersonen bis Ende 2025 nur durch ärztliche Delegation möglich und auf zeitlich befristete Modellvorhaben begrenzt. Seit dem 1. Januar 2026 gilt jedoch das „Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“: Damit dürfen Pflegefachpersonen bei nachgewiesenen Kompetenzen klar definierte Leistungen im stationären und ambulanten Versorgungskontext eigenverantwortlich erbringen. Welche Auswirkung dies auf Versorgungsqualität und -kosten haben könnte, haben jetzt Cochrane-Autor*innen unter Leitung von Seniorautor Timothy Schultz, Wissenschaftler am australischen „Flinders Health and Medical Research Institute“, in 82 randomisierten internationalen Studien untersucht.

Die wesentlichen Ergebnisse  im Überblick:

Wenn Pflegefachpersonen in einem klar bestimmten und beschränkten Umfang ärztliche Aufgaben übernehmen:

• unterscheidet sich die Sterblichkeit von Patient*innen wahrscheinlich kaum oder gar nicht. (Relatives Risiko: 1,03)

• macht das für die Patient*innen wahrscheinlich keinen oder kaum einen Unterschied für Lebensqualität und Selbstwirksamkeit – verglichen mit Patient*innen, um die sich Ärzt*innen kümmern.

• gibt es möglicherweise kaum oder keinen Unterschied bei unerwünschten Ereignissen – wie etwa, dass Komplikationen nach Operationen nicht entdeckt werden oder eine Medikamentenanpassung zu stärkeren Nebenwirkungen führt.

• bleibt unklar, ob Geld gespart wird oder Mehrkosten entstehen. Direkte Kosten wurden in 36 Studien analysiert. In 17 dieser Studien sanken die Kosten, wenn ärztliche Aufgaben an Pflegefachkräfte übertragen wurden; in neun Studien stiegen die Kosten hingegen. Als mögliche Gründe für höhere Kosten wurden unter anderem längere Konsultationen, mehr Überweisungen oder Unterschiede im Verordnungsverhalten genannt.

Auch auf Deutschland übertragbar?

Für den Review untersuchten die Wissenschaftler eine große Bandbreite unterschiedlicher Modelle in denen Pflegefachpersonen ärztliche Aufgaben im stationären sowie ambulanten Krankenhausbereich übernahmen – nämlich in verschiedenen Fachgebieten und Verantwortungsbereichen und mit unterschiedlichen Qualifikationsniveaus und Autonomiegraden der Pflegenden. So übernahmen Pflegefachkräfte etwa die Nachsorge bei Diabetes- und Rheumapatient*innen, um den Krankheitsverlauf zu kontrollieren oder die Medikamente anzupassen. In weiteren Studien übernahmen Pflegefachkräfte die Wundversorgung nach Operationen – und andere, speziell geschulte Pflegende führten beispielsweise Vorsorge-Darmspiegelungen durch.

Die ermutigenden Ergebnisse des Reviews ließen sich aber nicht pauschal und uneingeschränkt auf Deutschland übertragen, gab der wissenschaftliche Direktor von Cochrane Deutschland Prof. Dr. Jörg Meerpohl zu bedenken. Denn die Rolle von Pflegefachkräften im Vereinigten Königreich – dem Land, in dem die meisten eingeschlossenen Studien durchgeführt wurden – unterscheide sich aktuell rechtlich und organisatorisch deutlich  von den Rahmenbedingungen in Deutschland. Mehr als zwei Drittel der untersuchten Studien wurden in europäischen Ländern durchgeführt – allerdings keine in Deutschland.

Kein Eins-zu-eins-Ersatz

Auch Seniorautor Timothy Schultz warnte, dass der Einsatz von Pflegefachpersonal statt Ärzt*innen kein einfacher Eins-zu-eins-Ersatz sei. Damit Patient*innen in der Praxis profitieren könnten, seien die richtige Ausbildung, Unterstützung und geeignete Versorgungsmodelle erforderlich. Dennoch könnte angesichts von Personalmangel, langen Wartezeiten und steigendem Bedarf in der Gesundheitsversorgung die Übertragung klar definierter ärztlicher Aufgaben an andere Berufsgruppen im Krankenhaus sinnvoll sein, so die Review-Autor*innen. Eine Umsetzung entsprechender Maßnahmen in Deutschland sollte begleitend evaluiert werden, um lokale Hürden in Organisation, Zuständigkeiten und Qualifikationswegen früh zu identifizieren und Patient*innensicherheit sowie Versorgungsqualität verlässlich abzusichern.

Zum Cochrane-Review

Realitätsferne Diskussion

Die Ergbnisse sind für Sandra Mehmecke (Bild), Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe Nordwest, nicht überaschend. In einem Kommentar auf BibliomedPflege‑News schreibt die Pflegeexpertin, dass die deutsche Vorsorgungspraxis diese Ergebnisse bereits seit Jahren wiederspiegelt. Denn obwohl zahlreiche Maßnahmen wie zum Beispiel Injektionen, Infusionen, Trachealkanülen‑Wechsel, Wundversorgung, Medikamentengabe und kontinuierliches Symptom‑Monitoring als „ärztliche Behandlung“ gelten, werden sie  bereits seit Jahrzehnten überwiegend pflegerisch erbracht. Generell benennen deutsche Richtlinien, Kataloge und gesetzlichen Vorgaben zahlreiche Tätigkeiten als „ärztlich“, obwohl sie inhaltlich klar pflegerisch sind. Die Diskrepanz zwischen rechtlicher Etikettierung und pflegerischer Kompetenz durchziehe die gesamte Versorgungsarchitektur.

Der internationalen Vergleich zeige klar: Länder, in denen Pflege hochschulisch qualifiziert und gesetzlich als eigenständige Profession verankert ist, nutzen diese Kompetenzen auch entsprechend. In Deutschland werde allerdings so diskutiert, als ginge es um die Übertragung von „neuen“ Aufgaben an die Pflege. Tatsächlich würden viele dieser Tätigkeiten längst erledigt, nur nicht rechtssicher, nicht vergütet und nicht als pflegerische Leistung anerkannt.

Die eigentliche Frage sei daher nicht mehr, ob Pflege ärztliche Aufgaben übernehmen könne, sondern wie kann das System die bestehenden pflegerischen Kompetenzen sinnvoll, sicher und qualifikationsorientiert integrieren kann, so Mehmecke.

Zum vollständigen Kommentar auf BibliomedPflege‑News





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Das Pflegeprojekt Vietnam des Landes Niederösterreich und des International Nursing Centers des IMC Krems erreicht Mitte Februar einen zentralen Meilenstein: Die erste Ausbildungsgruppe mit derzeit 41 Teilnehmer*innen schließt ihre Ausbildung mit der kommissionellen Endprüfung ab. Nach erfolgreichem Abschluss treten die Absolvent*innen ihre berufliche Tätigkeit in Pflegeheimen und weiteren Einrichtungen der Langzeitpflege in Niederösterreich an.

Markus Golla, Lehrgangsleitung des International Nursing Centers Krems, Quoc Toan NGUYEN und Thi Linh Chi TRAN, beide Pflegeauszubildende, Rupert Schreiner von der Landesgesundheitsagentur NÖ, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und IMC-Geschäftsführerin Ulrike Prommer. Foto: IMC Krems

Das Pflegeprojekt wurde vom Land Niederösterreich initiiert, um dem steigenden Fachkräftebedarf im Pflegebereich strukturiert und langfristig zu begegnen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Zahl pflegebedürftiger Menschen setzt das Projekt auf eine qualitätsgesicherte internationale Fachkräftegewinnung in Kombination mit einer Ausbildung nach österreichischen Standards. „Dieses Projekt ist im Pflegebereich mit der universitären Kooperation zwischen Hanoi und Krems einzigartig in Europa. Die Ausbildung – Erlernen der deutschen Sprache in Vietnam und Aneignung der fachlichen Kompetenz nach österreichischen Standards in Niederösterreich – ermöglicht genau jenen Nutzen, den wir uns erhofft und erwartet haben: Qualifizierte Fachkräfte für unsere Eltern und Großeltern und eine wichtige Entlastung für unsere heimischen Pflegekräfte“, so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Sprachliche Vorbereitung in Vietnam, Fachausbildung in Niederösterreich

Die Teilnehmer*innen des Projekts wurden in Vietnam ausgewählt und absolvierten dort eine mehrjährige sprachliche Vorbereitung mit dem Zielniveau Deutsch B2. Anschließend erfolgte die pflegerische Ausbildung in Niederösterreich am International Nursing Center des IMC Krems, ergänzt durch praktische Einsätze in Einrichtungen der NÖ Landesgesundheitsagentur. Die Ausbildung orientiert sich vollständig an den geltenden rechtlichen und fachlichen Rahmenbedingungen des österreichischen Gesundheits- und Pflegewesens.

Kommissionelle Endprüfung als formaler Abschluss

Mit der nun anstehenden kommissionellen Endprüfung wird die formale Qualifikation der ersten Ausbildungsgruppe abgeschlossen. Im Anschluss daran nehmen die Absolvent*innen reguläre Beschäftigungsverhältnisse in niederösterreichischen Pflegeheimen auf und verstärken dort bestehende Pflegeteams. Ziel ist es, insbesondere in der stationären Langzeitpflege zur Stabilisierung der Versorgungssituation beizutragen und das bestehende Personal nachhaltig zu entlasten. Die Beschäftigungsaufnahme nach der Ausbildung entspricht den arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich und beruht auf freier Willensentscheidung der Absolvent*innen.

Langfristiges Projekt mit Fokus auf Integration

Das Pflegeprojekt Vietnam ist als mehrjähriges Vorhaben konzipiert. In den kommenden Jahren sollen weitere Ausbildungsgruppen folgen, um schrittweise zusätzliche qualifizierte Pflegekräfte für Niederösterreich zu gewinnen. Neben der fachlichen Qualifikation stehen dabei auch begleitende Maßnahmen zur sozialen, sprachlichen und beruflichen Integration im Fokus. Zum Thema Integration leisten die Mitarbeiter*innen der Landesgesundheitsagentur und die Gemeinden des Landes Niederösterreich Hervorragendes, ein Schulterschluss zwischen Bevölkerung, Gesundheitsversorgung und Ausbildungsstelle, der einzigartig ist.

Internationale Partnerschaft als Qualitätsgarant

„Vietnam ist ein wachsendes Land mit rund 100 Millionen Einwohner*innen und einem Durchschnittsalter von knapp über 30 Jahren. Das IMC Krems lebt seit vielen Jahren eine gute Partnerschaft mit der Universität Hanoi. Das Projekt garantiert unsere hohen Qualitätserwartungen und vor allem jene hohen Ansprüche, die die Pflegebedürftigen in Niederösterreich haben“, so Markus Golla, Lehrgangsleitung & Prokurist „International Nursing Center“.

Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der Pflegeversorgung

Mit dem Abschluss der ersten Ausbildungsgruppe wird ein wesentlicher Schritt in der Umsetzung des Projekts erreicht. Die gewonnenen Erfahrungen sollen in die Weiterentwicklung des Programms einfließen und einen Beitrag zur langfristigen Sicherstellung der pflegerischen Versorgung im Bundesland Niederösterreich leisten. „Wir setzen laufend Initiativen im Personalrecruiting. Alleine im Jahr 2025 haben wir 1.300 neue Pflegekräfte in der Landesgesundheitsagentur aufgenommen. Dennoch ist es langfristig wichtig, dass wir auf internationalem Parkett qualifizierte Arbeitskräfte finden und langfristig an uns binden. Der wichtigste Schlüssel ist die Integration, in dem wir die vietnamesischen Fachkräfte in unseren Betrieb und die österreichische Kultur integrieren. Das Projekt bietet auch einen guten Zeitfaktor. Eine fertig ausgebildete Fachkraft, die den Weg der Nostrifizierung geht, kann dieselbe Zeitspanne benötigen, als wenn wir die Leute selbst ausbilden“, so Rupert Schreiner von der Landesgesundheitsagentur NÖ.