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Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Die Gesellschaft altert, Pflegekräfte fehlen, in Pflegeheimen müssen immens hohe Eigenanteile gezahlt werden, und dennoch gehen viele Einrichtungen insolvent. In der im Jänner erschienene Folge des Demzenz-Podcasts der deutschen Alzheimergesellschaft und des medhochzwei Verlags bieten Pflegeexperten eine Bestandsaufnahme zur derzeitigen Pflegesituation in Deutschland, und versuchen machbare Ansätze und Visionen zu finden, die eine für alle bezahlbare und gute Pflege möglich machen können.

Interviewpartner in dieser Folge:

Zur aktuellen Folge des Demenz-Podcasts

 





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim und des ifo Instituts zur Grenzregion zwischen Deutschland und der Schweiz zeigt deutlich: Wo Pflegefachpersonen fehlen oder nicht ausreichend qualifiziert sind, verschlechtern sich Versorgung und Pflegequalität. Dies hat messbare Folgen für Krankheitshäufigkeit (Morbidität) und Sterblichkeit (Mortalität).

Die Analyse basiert auf Daten von 2006 bis 2017. In diesem Zeitraum führte die Abwanderung von Pflegefachpersonen aufgrund besserer Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu einem Rückgang des Pflegefachpersonals in grenznahen deutschen Kliniken um rund zwölf Prozent. In der Folge stieg dort die Krankenhaussterblichkeit um 4,4 Prozent.

Der durch den Pflegekräftemangel bedingte Rückgang von notwendigen medizinischen Eingriffen wirkte sich vor allem auf ältere Patientinnen und Patienten sowie Notfälle aus. Bei ihnen erhöhte sich die Sterberate. In den betroffenen Regionen ließ sich eine stagnierende Lebenserwartung beobachten, während  diese im Rest Deutschlands stieg. Daraus kann man ableiten, dass Fachkräftemangel nicht nur das Wirtschaftswachstum, sondern auch den Anstieg der Lebenserwartung negativ beeinflussen kann“, erklärt Studienautor Oliver Schlenker (Bild), Research Associate am ZEW-Forschungsbereich „Arbeitsmärkte und Sozialversicherungen“ und stellvertretender Leiter des Ludwig Erhard ifo Zentrums für Soziale Marktwirtschaft in Fürth.

Durch den Mangel an Pflegekräften begannen Krankenhäuser in den betroffenen deutschen Regionen zudem, Patientinnen und Patienten nach ihren medizinischen Bedürfnissen zu priorisieren und insbesondere die Anzahl nicht dringlicher Operationen zu reduzieren. Dennoch sank auch die Betreuungsrate für Notfallpatienten/-innen, weshalb sich deren Sterblichkeit besonders stark erhöhte – so beispielsweise bei Erkrankten mit Sepsis und Herzinfarkt um  11,6 bzw. 17,7 Prozent. Insgesamt stieg die regionale Sterblichkeit, insbesondere bei älteren Personen, und die Lebenserwartung in der Grenzregion sank um etwa 0,3 statistische Lebensjahre im Vergleich zu ähnlichen Kreisen im Inland.

Jeder zusätzliche Patient erhöht das Sterberisiko

Laut Deutschen Pflegerat (DPR) ist das Ergebnis der Untersuchung nicht überraschend, sondern bestätigt die Ergebnisse der Pflegeforschung der letzten 20 Jahre. Große internationale Studien, unter anderem aus dem RN4CAST-Forschungsprogramm, belegen laut DPR kontinuierlich: Je mehr Patient:innen eine Pflegefachperson versorgen muss, desto höher ist das Risiko für Komplikationen und Todesfälle. Jeder zusätzliche Patient pro Pflegefachperson erhöht das Sterberisiko um etwa 7 Prozent. Umgekehrt senkt ein höherer Anteil akademisch qualifizierter Pflegefachpersonen mit ausgewiesener Expertise die Sterblichkeit signifikant.

Auch für Deutschland liegen diese Erkenntnisse seit Langem vor, so der DPR. Ein Gutachten des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigt 2016, dass eine bessere Pflegepersonalausstattung mit geringerer Mortalität, weniger Komplikationen und höherer Versorgungsqualität einhergeht.

Quellen:

Discussion Paper „The Deadly Consequences of Labor Scarcity: Evidence from Hospitals“, ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Ifo Institut, LMU München, IAB Nürnberg, Oliver Schlenker (2025) (Homepage ZEW)

Studie (RN4CAST). Nurse staffing and education and hospital mortality in nine European countries: a retrospective observational study, Aiken, L.H., Sloane, D.M., Bruyneel, L., Van den Heede, K., Griffiths, P., Busse, R. et al. (2014) (Homepage The Lancet)

Gutachten. Auswirkungen der Pflegekapazität auf die Versorgungs- und Ergebnisqualität, Prof. Dr. phil. Gabriele Meyer, Medizinische Fakultät, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, 2016 (Homepage Bundesgesundheitsministerium)





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

v.l. Dorothea Sophie Baus, Sandra Postel, David García Méndez, Borislav Bacic; Foto: Marten Ronneburg / Springer Medizin Verlag GmbH

Die Präsidentin der Pflegekammer NRW und Leiterin der Stabsstelle „Pflege und Sozialpolitik“ der Marienhaus-Gruppe beeindruckte die Jury unter anderem durch ihren außergewöhnlichen Einsatz für die Berufspolitik.

Die Pflegefachfrau, Berufspädagogin und Pflegewissenschaftlerin zeichnet sich, so die Jury, durch ein hohes Maß an Verhandlungs- und Moderationsgeschick aus. „Sandra Postel hat früh verstanden, dass Pflege nicht nur ein Beruf ist, sondern eine Profession. Und Professionen brauchen Strukturen, Mitsprache, Selbstverwaltung“, sagt Dr. Hendrik Pugge, Geschäftsführer Sales & Pflege beim Springer Medizin Verlag. „Sie hat diesen Gedanken nicht nur geteilt – sie hat ihn getragen, vorangetrieben und in die Realität überführt.“

Die Verleihung des jährlich durch den Bundesverband Pflegemanagement und Springer Pflege vergebenen Preises fand am Abend des 30. Januar 2026 in Berlin statt.

Nachwuchs-PflegemanagerInnen des Jahres

In einer zweiten Kategorie wurden auch wieder drei Nachwuchskräfte für ihre Leistungen ausgezeichnet: In diesem Jahr teilen sich Dorothea Sophie Baus vom Evangelischen Klinikum Bethel und David García Méndez von der Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Pfalzklinikums AdöR den ersten Platz. Beide zeigten mit ihren Projekten, welche Potenziale in der Versorgung von Patient*innen durch einen verstärkten Einsatz von Advanced Practice Nurses (APN) liegen.

Dorothea Sophie Baus hat mit der Etablierung von APN im Akutkrankenhaus Bethel Pionierarbeit geleistet. Ihr fundiertes pflegepraktisches Wissen in Kombination mit ihrer akademischen Expertise sind die Grundlage für den Erfolg des von Baus mitentwickelten Projekts „Patientenbeteiligung mal anders“, das 2024 mit der Theodor-Fliedner-Medaille ausgezeichnet wurde und das als Modellprojekt für eine erfolgreiche APN-Rollenentwicklung in Deutschland gilt.

Als Projektleiter für „Prävent+ Ihr Plus für ein gesundes Gedächtnis“ bringt David García Méndez sein gesamtes Potenzial als Pflegepraktiker und -akademiker ein. Die Früherkennung mittels evidenzbasierter Instrumente sowie die systematische Einbindung und Unterstützung pflegender Angehöriger stehen bei dem Projekt im Mittelpunkt. Ein Novum ist sowohl die sektorenübergreifende Denkweise als auch die Etablierung von APNs als Fallverantwortliche in der Demenzdiagnostik und
-versorgung.

Auf den zweiten Platz kam Borislav Bacic. Seine Vita steht vor allem für gelungene Integration. 2018 kam er aus Serbien nach Deutschland, bewarb sich für das „Programm Triple Win“ und absolvierte in kürzester Zeit neben der Arbeit auf Station seine fachliche Anerkennung und eine Sprachprüfung in Deutsch. Kurze Zeit später übernahm er Führungsverantwortung für die kardiologische Wachstation. Mit hoher fachlicher Kompetenz, Empathie und einer offenen Kommunikation gelang es Bacic in wenigen Monaten, ein durch Fluktuation gekennzeichnetes Team in ein leistungsstarkes Spitzenteam zu verwandeln.

„Alle drei Nachwuchsführungskräfte stehen für eine neue Generation im Pflegemanagement – eine Generation, die professionelle Pflege konsequent in Versorgungsverantwortung bringt“, so Pugge.





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Es ist ein Pfleger zu sehen mit zwei Auszubildenden, die bei der Tablettenvergabe eingewiesen werden. Die drei Menschen sitzen vor einem Tisch mit vielen Tablettendosen

Foto: BIBB/ Hagedorn

In 2023 konnten von den bundesweit 100.000 angebotenen Ausbildungs- und Studienplätzen in der Pflege nur rund 54 Prozent besetzt werden – dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor. Gleichzeitig zeigt sie eine hohe Übernahmequote und eine hohe Mobilität zwischen unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen.

Die zweite Erhebungswelle im Pflegepanel des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt, dass das Ausbildungsangebot in der Pflege die Nachfrage weit überschreitet: 2023 stellten ausbildende Einrichtungen nahezu 100.000 Ausbildungsplätze bereit, von denen 54 Prozent besetzt wurden. Auch an Pflegeschulen blieb ein deutlicher Angebotsüberhang bestehen: Von rund 83.000 angebotenen Plätzen wurden etwa 61.500 belegt (74 Prozent). In pflegepraktischen, insbesondere primärqualifizierenden Bachelorstudiengängen blieben ebenfalls Kapazitäten ungenutzt.

Die Gründe für unbesetzte Ausbildungsplätze unterschieden sich je nach Versorgungsbereich: Pflegeheime und ambulante Dienste berichteten vor allem von zu wenigen Bewerbungen, während Pflegeschulen und Krankenhäuser häufiger eine fehlende Eignung der Bewerbenden nannten. Bei der Auswahl neuer Auszubildender wurden Motivation, persönlicher Eindruck und ein vorheriges Kennenlernen vielerorts wichtiger bewertet als Schulnoten oder formale Vorqualifikationen. Für Krankenhäuser hatten schulische Abschlüsse tendenziell höhere Bedeutung, gleichzeitig berichteten sie vergleichsweise seltener von Besetzungsproblemen.

Hohe Übernahmequote und gute Einstiegschancen

Positiv fällt der Blick auf den Übergang in den Beruf aus: Fast 80 Prozent der Ausbildungsabsolvierenden in Krankenhäusern und rund zwei Drittel der Absolvierenden in Pflegeheimen und -diensten wurden übernommen – überwiegend unbefristet. Die Daten der befragten Einrichtungen liefern zudem Hinweise auf die Mobilität der Auszubildenden. Geschätzte 1.800 Personen wechselten direkt nach dem Abschluss aus stationärer oder ambulanter Langzeitpflege in den Krankenhausbereich. Insgesamt skizzieren die Ergebnisse einen eindeutig charakterisierbaren Ausbildungsmarkt: Einrichtungen suchten weiterhin Nachwuchs, und Auszubildende fanden gute Einstiegschancen vor.

Die Daten der zweiten Erhebungswelle des BIBB-Pflegepanels wurden im ersten bis dritten Quartal 2024 erhoben. Insgesamt wurden mehr als 7.200 Ausbildungsverantwortliche zur beruflichen und hochschulischen Pflegeausbildung zum Bezugsjahr 2023 befragt. Davon kamen 6.276 aus ausbildenden Einrichtungen, 925 aus Pflegeschulen und 46 aus Hochschulen mit pflegepraktischem Anteil. Der Bericht mit den Ergebnissen zur dritten Erhebungswelle wird voraussichtlich Ende 2026 erwartet.

Zum vollständigen Bericht zur zweiten Erhebungswelle im BIBB-Pflegepanel





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Der aktuelle Blog-Beitrag auf hospiz.at zeigt auf, dass Hospiz und Palliative Care noch immer nicht ausreichend in den Grundstudien bzw. -ausbildungen der österreichischen Gesundheitsberufe thematisiert wird. Welche Folgen hat das? Und mit welchen Angeboten können Sie auch schon vor überfälligen Änderungen der Curricula die Ausbildung verbessern?

„Können Sie sich noch erinnern, als Sie als Profi ihre:n erste:n palliativ erkrankte:n Patient:in begleitet haben und welche Gedanken oder Gefühle Sie davor oder dabei hatten? Oder: Mit welchen Gedanken und Emotionen würden Sie aktuell vor dieser Situation stehen? …“

>zum aktuellen Blog auf hospiz.at





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Egal ob Pflegelehre, Ausbildung zur Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und Sozialbetreuung oder Bachelorstudium für Gesundheit und Krankenpflege: Mit insgesamt rund 2.600 Auszubildenden absolvieren derzeit so viele Personen wie noch nie eine Pflegeausbildung in Tirol.

Neben rund 1.800 Studierenden sowie SchülerInnen an der fh gesundheit und in den acht regionalen Gesundheits- und Krankenpflegeschulen, insgesamt über 400 SchülerInnen in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und über 340 Auszubildenden im Bereich der Sozialbetreuung wird vor allem die Pflegelehre in Tirol überdurchschnittlich gut angenommen: Rund 125 Lehrlinge haben sich bereits für diesen Ausbildungsweg entschieden – mehr Personen als in allen anderen Bundesländern zusammen.

Finanzielle Unterstützung als Erfolgskonzept

Ein zentrales Element für die hohe Nachfrage sei laut Pflege- und Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele (Bild) die gezielte finanzielle Unterstützung der Auszubildenden. Seit September 2022 erhalten bundesweit alle Auszubildenden einen monatlichen Ausbildungsbeitrag von damals 600 Euro von Bund und Land. Auf Antrag Hageles wird dieser nun rückwirkend mit 1. Jänner 2026 auf rund 660 Euro erhöht: „Diesen monatlichen Zuschuss erhalten alle Studierenden sowie Schülerinnen und Schüler in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in den Fach- und Diplom-Sozialbetreuungsberufen während der gesamten Ausbildungsdauer. Diese Maßnahme erleichtert den Zugang zur Ausbildung und schafft finanzielle Sicherheit.“

Unterstützung über bundesweite Fördermodelle hinaus

Tirol bietet auch finanzielle Unterstützung für jene, die keinen Anspruch auf den bundesweiten Ausbildungsbeitrag haben: So wurde für Personen, die aufgrund ihres Ausbildungsbeginns vor dem 1. September 2022 keinen Anspruch hatten, eine landesseitige Übergangslösung geschaffen. Darüber hinaus wurde auch der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert. Seit 2024 erhalten auch alle Auszubildenden in Sozialbetreuungsberufen mit den Schwerpunkten Altenarbeit, Behindertenarbeit, Familienarbeit und Behindertenbegleitung – unabhängig von einer zusätzlichen Pflegeassistenz-Ausbildung – ebenfalls einen Ausbildungsbeitrag.

„Die steigenden Ausbildungszahlen zeigen deutlich: Die Pflegeberufe sind attraktiver denn je. Mit einem breiten Ausbildungsangebot und einer verlässlichen finanziellen Unterstützung schaffen wir beste Voraussetzungen, um junge Menschen und Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger für die Pflege zu gewinnen“, betont LRin Hagele.

 





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Die Caritas Regensburg gibt Auszubildenden die Möglichkeit, für ein bis zwei Wochen Pflegepraxis und Ausbildungssysteme in anderen EU-Ländern kennenzulernen. Ziel ist es, die Pflegeausbildung attraktiver zu machen, Chancengleichheit zu fördern und gleichzeitig die Qualität der regionalen Pflege nachhaltig zu stärken.

Justine Heiduk, zuständig für den Bereich Förderwesen bei der Caritas Regensburg, behält kontinuierlich den Überblick über aktuelle Bildungsangebote für Auszubildende und Mitarbeitende der Caritas Regensburg. Foto: Och

EU-geförderte Programme wie Erasmus Plus helfen dabei, die Zugangshürden zu senken: Während Reise-, Übernachtungs- und Programmkosten durch die Förderprogramme getragen werden, übernehmen die Auszubildenden lediglich ihre tägliche Verpflegung. Damit richtet sich das Angebot auch an Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler, die aufgrund familiärer oder anderer Verpflichtungen nur begrenzte Zeit im Ausland verbringen können.

Kooperationen in vier Ländern

Bereits etabliert sind Kooperationen mit Dänemark (Aarhus) und Tschechien (Pilsen) im Rahmen des Erasmusprogramms. Zusätzlich arbeitet die Caritas Regensburg außerhalb von Erasmus mit einem Bildungszentrum in Bern (Schweiz) zusammen. Aktuell baut der Diözesanverband Regensburg eine weitere Partnerschaft mit Lettland auf. Justine Heiduk (Bild), zuständig für den Bereich Förderwesen bei der Caritas Regensburg, war hierfür kürzlich zu einem vorbereitenden Besuch in Riga. In Lettland findet die Pflegeausbildung auf Hochschulniveau statt, ist kostenpflichtig und verzeichnet dennoch sehr hohe Bewerberzahlen.

Kampf um zukünftige Pflegende

Mit den EU-geförderten Mobilitätsangeboten bietet die Caritas als Arbeitgeber einen zusätzlichen Anreiz im Wettbewerb um die zukünftigen Pflegefachkräfte. Gerade Auszubildende verfügen über sehr geringe finanzielle Mittel für Auslandsaufenthalte – hier schafft das Programm gezielt Chancengleichheit und ermöglicht internationale Erfahrungen unabhängig vom Einkommen. Wie Heiduk betont, profitieren auch die regionalen Pflegeeinrichtungen: Die Auszubildenden lernen andere Pflegesysteme kennen, bringen neue Ideen, Wissen, praxisbewährte Vorgehensweisen mit und wirken als Multiplikatoren in ihren Ausbildungseinrichtungen. Internationale Impulse und Innovationen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Pflege vor Ort. Lokal verankert – europäisch inspiriert.

 

 





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Der Schweizer Bundesrat hatte die Arbeitsbedingungen in der Pflege in seinem Gesetzesentwurf gegenüber der Vernehmlassungsvorlage bereits in wesentlichen Punkten verschlechtert. Nun geht die Mehrheit der Gesundheitskommission noch weiter und schwächt die gesetzlich mindestens zu erfüllenden Arbeitsbedingungen weiter stark ab.

In einer Aussendung vergangene Woche zeigt sich der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) über die Entscheide der Kommission empört. Der SBK kritisiert insbesondere, dass die Kommission die Reduktion der Höchstarbeitszeit und der Normalarbeitszeit verhindert hat. Zudem fällt die Kompensation der Feier- und Sonntagsarbeit tiefer aus als vom Bundesrat vorgeschlagen. Für die Pflegenden, die täglich ihr Bestes geben, sei das sehr enttäuschend. Yvonne Ribi (Bild), die Geschäftsführerin des SBK moniert, dass die Entscheide damit deutlich hinter dem Volksauftrag durch die Pflegeinitiative und den Erwartungen der Pflegenden zurückbleiben. «Ohne verbindliche Massnahmen droht sich der Personalmangel weiter zu verschärfen – mit gravierenden Folgen für die Pflegenden und die Versorgungssicherheit.» Der Gesetzgeber muss endlich Arbeitsbedingungen festlegen, damit die Berufsverweildauer der Pflegenden erhöht werden kann.

Der Verband begrüsst es, dass sich die Kommission immerhin auf eine Finanzierung der Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Pflege einigen konnte. Denn nur mit zusätzlichen Mitteln kann sichergestellt werden, dass die Arbeitsbedingungen attraktiver gemacht werden können und sich der Druck auf das Pflegepersonal nicht weiter erhöht. Auch die Verhandlungspflicht für Gesamtarbeitsverträge erachtet der SBK als Stärkung der Sozialpartnerschaft.

Der SBK fordert die Kommissionsmitglieder auf die Verschlechterungen an ihrer Sitzung im Februar 2026 zu korrigieren und den Volkswillen im Interessse der betroffenen Patientinnnen und Patienten und der Pflegenden konsequent umzusetzen. Dazu gehört auch, dass Anreize gesetzlich zu verankern sind, die dafür sorgen, dass für eine bedarfsgerechte Personalausstattung genügend und gut ausgebildetes Pflegepersonal zur Verfügung steht.





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Niederösterreich

Vor kurzem haben 41 Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildung „Pflege bei Demenz“ (Bild oben) und der Sonderausbildung „Pflege im OP-Bereich“ (Bild unten) an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege St. Pölten ihre Abschlusszeugnisse entgegengenommen. Die feierliche Übergabe der Dekrete erfolgte durch Pflegedirektorin FH-Hon. Prof. PhDr.
Michaela Gansch, MSc in der Eingangshalle des Universitätsklinikums St. Pölten – ein würdiger Rahmen für einen besonderen Moment.

Oberösterreich

Im Dezember feierte die Altenbetreuungsschule des Landes OÖ im stimmungsvollen Ambiente des Stadlergutes in Wilhering den erfolgreichen Abschluss von drei Lehrgängen zur Ausbildung Fach-Sozialbetreuung „Altenarbeit“ sowie des Weiterbildungslehrgangs Pflegemanagement für Wohngruppenleiterinnen und -leiter. Im feierlichen Rahmen dankte Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel den Absolventinnen und Absolventen für ihr großes Engagement und ihre wertvolle Arbeit.

Zu den Fotos der Absolventen

Vorarlberg

Im Dezember haben 37 Absolventinnen und Absolventen der Pflegeschule Vorarlberg ihre Pflegeausbildung am Lernort Feldkirch erfolgreich abgeschlossen. Im feierlichen Rahmen der Abschlussveranstaltung erhielten sie ihre Diplome und setzten damit einen bedeutenden Meilenstein auf ihrem beruflichen Weg. Alle 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren bereits als Pflegefachassistentinnen und Pflegefachassistenten im Berufsalltag tätig und nutzten die Möglichkeit, innerhalb von nur 15 Monaten das Diplom zu erwerben.





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Am Donnerstag erschien die neue S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter: Die neue Leitlinie umfasst erstmals 69 evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen für alle Versorgungssettings und definiert damit sektorenübergreifende Standards für die Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge eines Delirs von hochbetagten Patientinnen und Patienten.

Koordiniert von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP), wurde eine Langfassung, eine Kurzfassung, wie auch eine Patientenleitlinie von mehr als 30 weiteren Fachgesellschaften und Berufsverbänden erarbeitet.

„Die Leitlinie ist das Ergebnis eines außergewöhnlich breiten interprofessionellen Konsenses aus Medizin, Pflege, Therapie und weiteren Gesundheitsberufen“, weiß die wissenschaftliche Leiterin, PD Dr. Christine Thomas, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Ältere am Klinikum Stuttgart. So gilt die Publikation als eines der bisher größten interprofessionellen Leitlinienprojekte im deutschsprachigen Raum. „Ziel war es, klare und umsetzbare Empfehlungen für alle Berufsgruppen zu formulieren.“

Fokus auf nicht-medikamentöser Prävention und Therapie

Ein zentrales Merkmal der Leitlinie ist der klare Fokus auf nicht-medikamentöse Maßnahmenbündel, sogenannte Multikomponenten-Interventionen, wie zum Beispiel strukturierte Kommunikation, Orientierungshilfen, Mobilisationsförderung und Schlafunterstützung. „Ihre Wirksamkeit wurde durch eine eigens durchgeführte Meta-Analyse belegt – sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung des Delirs“, betont Christine Thomas. Maßnahmen dieser Art seien fester Bestandteil der leitlinien-basierten Versorgung. Sie ermöglichen insbesondere auch professionell Pflegenden eine evidenzbasierte Handlungsgrundlage.

Dabei stützt sich Thomas auch auf die von ihr geleiteten und vom Innovationsausschuss des G-BA geförderten Projekte DELEIhLA und PAWEL, auf deren Ergebnisse die neue S3-Leitlinie maßgeblich basiert.

Hohe Bedeutung für die Versorgung älterer Menschen: Delir häufig und folgenreich

„Der zentrale Referenzrahmen für alle Versorgungsbereiche, der uns so lange gefehlt hat, ist jetzt endlich geschaffen“, ist Professorin Christine von Arnim überzeugt. Die Direktorin der Klinik für Geriatrie an der Universitätsmedizin Göttingen war federführend für die DGG an der Erstellung der Leitlinie beteiligt. „Ein Delir bei unserem Patientenklientel ist häufig, schwerwiegend und wird oft nicht erkannt!“, erklärt die Geriaterin. Denn die akute Funktionsstörung des Gehirns tritt häufig bei älteren Menschen auf und gilt zugleich als die folgenreichste Komplikation im höheren Lebensalter.
Typische Symptome seien Aufmerksamkeitsstörungen, Desorientierung, Denkstörungen und Bewusstseinsveränderungen, so von Arnim. Auslöser eines Delirs sind häufig Infektionen, operative Eingriffe, Medikamente oder akute Belastungen.

Gelungene Betroffenenleitlinie ermöglicht individuelle Prävention

Entstanden ist deshalb auch die optisch einladende, kurz gefasste und sehr anwendungsorientierte Patientenleitlinie für Betroffene und vor allem auch deren Angehörige. „Die Broschüre erklärt, was ein Delir ist und wie man es erkennt, um mehr Verständnis für die Situation zu schaffen“, freut sich Christine von Arnim über das Ergebnis. „Mit der Weitergabe dieser Informationen können alle an der Behandlung Beteiligten aufklären und optimal unterstützen“, ergänzt PD. Dr. Christine Thomas.
So haben die Autorinnen und Autoren auch Checklisten zur Überprüfung eines Delir-Risikos als präventive Maßnahme eingefügt und geben Tipps zur Delir-Vermeidung. Beachtenswert sind auch Lesetipps, Hinweise auf YouTube-Filme sowie auf Unterstützungsmöglichkeiten durch Stiftungen, Patientennetzwerke oder Selbsthilfegruppen.

Die S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter ist im AWMF-Leitlinienregister hier veröffentlicht.

 
Fotos: Klinikum Stuttgart und Universität Göttingen





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Demente Menschen dürfen Betreuer ablehnen, auch ohne Geschäftsfähigkeit – das hat der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Beschluss klargestellt.

In einem aktuellen Fall hatte eine 1941 geborene, an Demenz erkrankte Frau erfolgreich ihre Tochter als Betreuerin abgelehnt, wie die dpa berichtet. Das Amtsgericht hatte die Tochter neben einem Berufsbetreuer als Mitbetreuerin bestellt. Das Landgericht wies die Beschwerde der Betroffenen auf Hinweis auf eine mögliche Einflussnahme der Nachbarn zunächst ab. Der BGH hob diese Entscheidung auf.

„Auch ist nicht erforderlich, dass der Vorschlag des Betroffenen ernsthaft, eigenständig gebildet und dauerhaft ist“, so der BGH laut dpa. Es genüge, wenn der Betroffene seine Ablehnung zum Ausdruck bringe. Gerichte dürfen nicht ermessen, ob die Ablehnung dem „ureigenen Wunsch“ entspreche.

Die Entscheidung basiert auf der seit 2023 geltenden Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch. Sie stärkt die Selbstbestimmung von Menschen, die auf Betreuung angewiesen sind.





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Mit 01. Jänner 2026 wurde das Pflegegeld  in Österreich valorisiert – es steigt in allen sieben Stufen um +2,7 %.

Die neuen Sätze

Stufe 1: 206,20 Euro

Stufe 2: 380,30 Euro

Stufe 3: 592,60 Euro

Stufe 4: 888,50 Euro

Stufe 5: 1.206,90 Euro

Stufe 6: 1.685,40 Euro

Stufe 7: 2.214,80 Euro

 

Quelle: oesterreich.gv.at





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Weil ihm nach seiner technischen Ausbildung der Bezug zu den Menschen gefehlt hat, entschied sich Martin Binder für eine Pflegeausbildung an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege in der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG). Er hat diese Entscheidung nie bereut – im Gegenteil: Seine Geschichte beweist, wie unterschiedliche Ausbildungswege und gezielte Weiterbildungen Karrieren im Gesundheitswesen eröffnen. 

Manchmal führt uns das Leben auf Wege, die wir uns anfangs gar nicht vorstellen können: DGKP Martin Binder ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie vielfältig und durchlässig die Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege sein können – und wie sehr persönliche Leidenschaft den beruflichen Weg prägen kann.

Nach seiner Fachschule für Elektronik und Technische Informatik und dem Grundwehrdienst begann Martin Binder im Jahr 2015 mit der damaligen Pflegehelferausbildung. „Technik war spannend, aber mir fehlte der persönliche Kontakt mit Menschen“, erinnert er sich. „Ich wollte etwas Sinnstiftendes machen, bei dem ich Menschen direkt unterstützen kann.“

Es folgten die Ausbildungen zum Gips- und OP-Assistenten. Bereits 2017 startete er seine berufliche Laufbahn in der Unfallambulanz als Gipsassistent am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr. Doch Martin wollte mehr: Im März 2024 schloss er in Teilzeit die Ausbildung zur Pflegefachassistenz (PFA) ab und erlangte und erlangte durch eine weiterführende Ausbildung im Juli 2025 das Diplom in der Gesundheits- und Krankenpflege – direkt an der Schule in Steyr.

Möglich wurde dieser Weg durch eine gesetzliche Sonderregelung (§ 44 GuKG), die eine verkürzte 15-monatige Ausbildung für PflegefachassistentInnen zum gehobenen Dienst eröffnete. Die OÖG nutzte diese Chance, um engagierte MitarbeiterInnen gezielt weiterzuqualifizieren und damit attraktive Karrierewege sowie eine nachhaltige Versorgung in den Kliniken sicherzustellen.

„Bereut habe ich den Schritt nie – im Gegenteil“

Die Ausbildung hat mir viele Türen geöffnet – jetzt möchte ich dazu beitragen, dass andere ebenfalls ihren Weg in die Pflege finden und gehen können“, erzählt DGKP Martin Binder.

Warum ich mich für die Pflege entschieden habe? Weil ich durch meine Rettungssanitäterausbildung gemerkt habe, wie viel Freude mir der Umgang mit Menschen bereitet – besonders dann, wenn ich helfen kann. Bereut habe ich den Schritt nie – im Gegenteil, ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein.“

Zurückblickend auf seine Erfahrung, wie es war, plötzlich wieder Neues zu lernen, motiviert er InteressentInnen: „Natürlich war die Ausbildung anspruchsvoll, vor allem am Anfang, weil vieles neu war. Aber mit guter Organisation, Unterstützung von Lehrenden und Kolleginnen und Kollegen ist alles machbar – und es lohnt sich. Wenn man sich dahinterklemmt, kann man viel erreichen. Mein Rat an alle, die vor der Entscheidung stehen: Traut euch!

Martin Binder erklärt im Rahmen einer Informationsveranstaltung interessierten jungen SchülerInnen die Blutabnahme

Vom Auszubildenden zum Vortragenden

Heute ist DGKP Martin Binder nicht nur ein geschätzter Mitarbeiter im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr, sondern gibt seine Erfahrungen und sein Wissen auch als Vortragender an der Schule für Medizinische Assistenzberufe Steyr weiter.

Ich freue mich sehr, mein Wissen und meine Erfahrungen nun selbst an meine zukünftigen Kolleginnen und Kollegen weitergeben zu dürfen. Während der gesamten Ausbildungszeit genoss ich eine große Unterstützung seitens der Schule und meiner Vorgesetzten im Klinikum. Das hat dazu beigetragen, dass ich mich nicht nur stets sicher und gut begleitet fühlte, sondern mich auch persönlich weiterentwickeln konnte.“

Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll: Die Pflege bietet unzählige Möglichkeiten, zu wachsen und Sinn zu stiften.

Vielfältige Berufsperspektiven im Gesundheitswesen

Die Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege (GuKPS) in der OÖ Gesundheitsholding überzeugen mit einem breitgefächerten Ausbildungsangebot in der Pflege und der Vielfalt ihrer Auszubildenden – von jungen Pflegeinteressierten (als Pflegestarter*innen sogar schon ab dem Alter von 15 Jahren) bis hin zu QuereinsteigerInnen wie beispielsweise DGKP Martin Binder.

Die Schulen am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr bieten beispielsweise zusätzlich zu den Pflegeausbildungen ein vielfältiges Angebot im Bereich der Medizinischen Assistenzberufe sowie eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA). Je nach Lebensphase ermöglicht diese Vielfalt bereits während der Ausbildung eine Möglichkeit zur Anpassung der individuellen Bildungspläne. Ergänzt wird das Angebot um ein Berufsfindungspraktikum, welches zur Orientierung für Gesundheits- und Sozialberufe dient.

Quelle: OÖG





Podcast-Empfehlung: Die Zukunft der Pflege in Deutschland

Der Bachelor Professional Leadership & Management in der Pflege ist ein noch junges, zugleich aber äußerst gefragtes Managementstudium im Pflege- und Gesundheitswesen. Seit dem ersten Start im September 2024 verzeichnet der Lehrgang eine durchgehend sehr hohe Nachfrage. Bereits der dritte Lehrgang ist in Vorbereitung – ein deutliches Zeichen dafür, wie groß der Bedarf an fundiert ausgebildeten Führungskräften in der Pflege ist. Aktuell startet bereits der dritte Lehrgang – ein deutliches Zeichen für den hohen Bedarf und die große Nachfrage nach qualifizierten Führungskräften in der Pflege.

Der Hochschullehrgang wird in Kooperation zwischen der Hochschule Burgenland und dem IBG – Institut für Bildung im Gesundheitsdienst durchgeführt. Diese Zusammenarbeit verbindet akademische Qualität auf Hochschulniveau mit langjähriger Praxis- und Umsetzungskompetenz im Gesundheits- und Pflegebereich.

Der Lehrgang richtet sich an den gehobenen Dienst in der Gesundheits- und Krankenpflege, die Führungsverantwortung übernehmen oder sich gezielt auf höhere Leitungsfunktionen vorbereiten möchten. Besonders relevant ist dabei die gesetzliche Anerkennung gemäß § 65a GuKG: Der Abschluss erfüllt die Voraussetzungen für Management- und Leitungsfunktionen im höheren Pflegemanagement und eröffnet damit neue berufliche Perspektiven auf strategischer Ebene.

Ein wesentliches Merkmal dieses Studiums ist der niederschwellige Zugang. Auch ohne Matura ist eine Teilnahme möglich, sofern eine entsprechende berufliche Qualifikation und Berufserfahrung vorliegt. Damit bietet der Bachelor Professional einen akademischen Bildungsweg, der konsequent an der Praxis orientiert ist und erfahrenen Pflegepersonen den nächsten Karriereschritt ermöglicht.

Ein weiterer Vorteil betrifft die Anrechnung von Vorqualifikationen: Absolventinnen und Absolventen des Basalen und Mittleren Pflegemanagements können sich die ersten beiden Semester anrechnen lassen. Der Einstieg ist in diesem Fall direkt im dritten Semester möglich – eine attraktive Option für all jene, die ihre bisherige Ausbildung gezielt vertiefen und auf akademisches Niveau erweitern möchten.

Der berufsbegleitend organisierte Lehrgang verbindet fundiertes Managementwissen mit Leadership-Kompetenz, Organisationsentwicklung und pflegefachlicher Expertise. Ziel ist es, Führungskräfte auf die komplexen Anforderungen moderner Gesundheits- und Sozialeinrichtungen vorzubereiten – fachlich fundiert, rechtssicher und zukunftsorientiert.

Für alle Interessierten findet am 19. Jänner um 17:00 Uhr ein Online-Informationsabend statt. Dort werden Inhalte, Zugangsvoraussetzungen, Anrechnungsmöglichkeiten und organisatorische Rahmenbedingungen vorgestellt. Zudem besteht ausreichend Raum für individuelle Fragen.

Die Anmeldung zum Infoabend ist online möglich !

Der Bachelor Professional Leadership & Management in der Pflege steht für professionelle Führung, klare Karriereperspektiven und eine starke Verbindung von Wissenschaft und Praxis – getragen durch die Kooperation von Hochschule und dem IBG.