
Foto: KHBBLinz/Baxter
Als erstes Krankenhaus in Österreich ist es den Barmherzigen Brüdern Linz bereits 2020 gelungen, die patientenindividuelle Medikamentenverblisterung (Unit Dose) auf allen Stationen des Krankenhauses erfolgreich umzusetzen. Das System ist seit dieser Zeit flächendeckend im Einsatz. Die Basis dafür wurde bereits früh gelegt: Schon seit 2004 wird die individuelle Neuverblisterung in der Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz konsequent weiterentwickelt.
„Gerade in Zeiten, in denen Krankenhäuser unter hohem Effizienz- und Kostendruck stehen, zeigt die Unit-Dose-Verblisterung, dass Digitalisierung gleichzeitig Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit verbessern kann“, sagt Mag. Gunda Gittler MBA, aHPh, Leitung der Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz und Zentraleinkauf Medikamente BHB Österreich
„Mit der flächendeckenden Umsetzung der Unit-Dose-Versorgung unterstreichen die Barmherzigen Brüder ihren Anspruch, Digitalisierung gezielt als Hebel für eine sichere, effiziente und nachhaltige Gesundheitsversorgung einzusetzen“, ergänzt Mag. Peter Ausweger, Gesamtleiter Einrichtungen der Barmherzigen Brüder Österreich.
Unter Verblisterung versteht man das patientenbezogene, zeitgenaue Abpacken fester oraler Arzneimittel wie Tabletten oder Kapseln in kleine, eindeutig beschriftete Säckchen. Jeder Blister enthält exakt jene Medikamente, die zu einem bestimmten Einnahmezeitpunkt vorgesehen sind – beschriftet mit Namen, Dosierung, Datum und Uhrzeit. Dadurch wird das Risiko von Medikationsfehlern massiv reduziert.
Zeitersparnis von 3 Stunden pro Tag
Die Vorteile sind klar belegbar: Interne Studien zeigen, dass 99 Prozent der festen oralen Arzneimittel neuverblistert werden können. Der Zeitaufwand für die Medikamentenvorbereitung durch das Pflegepersonal sinkt dadurch um rund drei Stunden pro Tag, was einer Zeitersparnis von bis zu 75 Prozent entspricht. Diese gewonnene Zeit steht der Pflege direkt für Tätigkeiten an den Patientinnen und Patienten zur Verfügung. Eine interne Befragung des Pflegepersonals im Linzer Brüderkrankenhaus ergibt zudem eine sehr hohe Zufriedenheit mit dem System.
Gesteigerte Patientensicherheit
Auch die Patientensicherheit steigt signifikant: Die Fehlbefüllungsrate liegt bei lediglich 0,004 bis 0,006 Prozent, während beim händischen Befüllen laut Literatur Fehlerquoten von 7 bis 10 Prozent auftreten können. Gleichzeitig konnte der Verbrauch verblisterbarer Arzneimittel um 26 Prozent gesenkt werden – ein wesentlicher Beitrag zur Kosteneffizienz in der Arzneimittelversorgung.
Mittlerweile werden in der Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz monatlich mehr als 850.000 Tabletten für ca. 4.000 Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen patientenindividuell verpackt. Um dieses Volumen und den hohen Qualitätsstandard sicherzustellen, waren gezielte zeitliche und personelle Anpassungen in der Apotheke notwendig.
Ausgezeichnetes Projekt
Die Innovationskraft des Projekts wurde auch bereits anerkannt: Das Projekt „Unit Dose Versorgung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz“ wurde 2021 mit dem Austrian Patient Safety Award (APSA) in der Kategorie Medikationssicherheit ausgezeichnet. Zudem erhielt die klinische Pharmazie der Apotheke bereits 2020 den Integri-Preis für ihre Leistungen im Bereich der Patientensicherheit.







Die Ergbnisse sind für Sandra Mehmecke (Bild), Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe Nordwest, nicht überaschend. In einem 


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