
Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Burgenland

Foto: Landesmedienservice Burgenland
Anfang November erhielten 25 diplomierte Pflegefachassistentinnen und Pflegefachassistenten der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Oberwart ihr Diplom von Soziallandesrat Leonhard Schneemann überreicht. „Sie haben sich diese Ausbildung zwei Jahre hart erarbeitet, wurden täglich neu gefordert, eigneten sich viel theoretisches Wissen an und lernten, Kenntnisse in der Pflege anzuwenden. Mit dem Abschluss erreichten sie ein wichtiges Ziel, worauf sie stolz sein können. Diplomiertes Fachpersonal in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule ist ein Beruf mit Zukunft“, so Soziallandesrat Leonhard Schneemann.
Niederösterreich

Foto: LK Baden-Mödling
In einer feierlichen Zeremonie nahmen am 22. November 30 Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs „Palliative Care in der Pädiatrie“ stolz ihre Diplome entgegen.
In Vertretung von Landeshauptfrau Mikl-Leitner überbrachte Abgeordnete zum Nationalrat Carmen Jeitler-Cincelli die Glückwünsche des Landes Niederösterreich und hob die gesellschaftliche Relevanz des Lehrgangs hervor. Seit 2009 ist der Lehrgang fester Bestandteil des akkreditierten Masterprogramms „Palliative Care“, das in Kooperation mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, St. Virgil Salzburg und Hospiz Österreich geführt wird.
Mittlerweile wurden über 450 Diplome an Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz vergeben – ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass die Ausbildung weit über die Landesgrenzen hinaus geschätzt wird.
Breit gefächertes Curriculum für die Praxis
Der Vertiefungslehrgang des Masterstudiengangs erstreckt sich über zwei Semester und umfasst sechs intensive Ausbildungsblöcke.
Zu den Inhalten zählen unter anderem:
- Palliatives Management von Symptomen und Funktionen
- Palliative Notfälle und Krisensituationen im pädiatrischen Setting
- Spezifische Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen inklusive psychiatrischer, psychologischer und psychotherapeutischer Aspekte
- Kommunikation und Teamarbeit in herausfordernden Situationen sowie im Umgang mit Familien
- Recht, Ethik und Therapiezielfindung
„Unser Fokus liegt auf interprofessionellem Lernen, Reflexion und anwendungsorientiertem Wissenstransfer. Wir begleiten die nächsten Generationen auf ihrem Weg – fachlich kompetent, menschlich nah und immer mit Blick auf die Praxis“, erklärt Helga Schiffer, MSC, Psychosoziale Beraterin, Trauerbegleitung und Mitglied der Lehrgangsleitung.
Das Lehrgangsleitungsteam vereint medizinische, pflegerische und psychosoziale Expertise. „Kinder und Jugendliche mit schweren Diagnosen zu begleiten, bedeutet Angst, Wut, Trauer und Hoffnung gleichermaßen auszuhalten. Dafür braucht es nicht nur Fachwissen, sondern auch eine besondere Haltung der Wertschätzung und Menschlichkeit“, betont Renate Hlauschek, MMSc, Geschäftsführerin des Vereins MOKI NÖ – Mobile Kinderkrankenpflege und Gründungsmitglied des Lehrgangs.
2026 findet der 20. Lehrgang statt – eine gute Gelegenheit, Teil dieser einzigartigen Ausbildung zu werden. Nähere Informationen finden Sie hier !

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation

Wels – 21. – 22. Mai 2026 (Präsenz) oder 28. – 29. Mai 2026 (ONLINE) – Wie kann Nachhaltigkeit in der Langzeitpflege gezielt aufgegriffen und messbar gemacht werden.
Das praxisorientierte Seminar zeigt, wie das Qualitätsmanagement-Instrument E-Qalin Pflegeeinrichtungen unterstützt, nachhaltige Kriterien systematisch zu erfassen und in ihre Entwicklung einzubeziehen.
Teilnehmende erhalten wertvolle Impulse, um nachhaltige Prozesse zu etablieren, die sowohl die Pflegequalität als auch die Zufriedenheit der Bewohner:innen fördern. Das Seminar verbindet den aktuellen Forschungsstand mit praktischer Umsetzung und bietet Raum für Austausch, Reflexion und lösungsorientierte Ansätze. So entsteht eine bewusst geführte Transformation, die Klarheit, Haltung und nachhaltige Entwicklung stärkt.
E-Qalin ermöglicht eine umfassende Selbstbewertung, die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsaspekte integriert. Pflegeeinrichtungen lernen, wie sie mit E- Qalin nicht nur ihre Pflegequalität verbessern, sondern auch Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen. Zudem werden konkrete Schritte zur Vorbereitung eines Nachhaltigkeitsberichts vorgestellt – ein wichtiges Instrument für Transparenz und Werteorientierung.
Für weitere Informationen und Anmeldung wenden Sie sich bitte an Renate Kraus unter renate.kraus@ibg.or.at.
Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Führungspersönlichkeit und Ihr Team auf dem Weg zu einer nachhaltigen Langzeitpflege zu stärken.

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Der Pflegebedarf wächst, Fachkräfte sind knapp. Umso wichtiger ist es, neue Wege zu gehen und den Pflegealltag durch digitale Lösungen zu erleichtern. Die Barmherzige Schwestern Pflege & Wohnen testet derzeit mit innovativen Projekten, wie Technik sinnvoll in den Pflegealltag integriert werden kann.
Die Barmherzige Schwestern Pflege & Wohnen, ein Unternehmen der Courage Gruppe, zeigt mit digitalen Innovationen, was in der Pflege künftig möglich ist. Bei der Einführung digitaler Innovationen setzt das Unternehmen auf einen praktischen Ansatz: Jede neue Technologie wird zunächst gründlich getestet, um sicherzustellen, dass sie im Pflegealltag tatsächlich einen Mehrwert bietet. Nur wenn eine Lösung während dieser Testphase konkrete Vorteile zeigt – mehr Komfort für die Bewohner*innen, Entlastung der Pflegekräfte und effizientere Pflegeprozesse – wird sie dauerhaft in den Pflegealltag integriert.
Telemedizin für Hospiz-Bewohner*innen
Ein weiterer Schritt in die Zukunft der Pflege ist die Einführung der Televisite im Hospiz St. Katharina. Hier wird bald eine telemedizinische Sprechstunde mit den betreuenden Ärzten möglich sein. Das System „Docs in Clouds“ ist direkt mit der digitalen Pflegedokumentation verknüpft, sodass auch Untersuchungen wie Blutzuckermessungen, EKGs oder der Einsatz eines digitalen Stethoskops ganz einfach mit telemedizinischer Rücksprache durchgeführt werden können. Das verbessert nicht nur die medizinische Versorgung der Hospiz-Bewohner*innen, sondern entlastet auch das Pflegepersonal spürbar.
Hightech im Pflegehaus: Digitales Pflegebett im Test

Im Pflegehaus St. Louise wird derzeit ein digitales Pflegebett getestet – für einen effizienteren Pflegeprozess und mehr Komfort, vor allem für immobile Bewohner*innen. Das innovative Bett bringt jede Menge smarte Funktionen mit: Eine integrierte Waage mit täglichem BMI-Check sorgt für kontinuierliche Gesundheitsüberwachung, ein Frühwarnsystem bei Bettausstieg alarmiert frühzeitig das Pflegepersonal, und Feuchtigkeitssensoren sowie eine ergonomische Liegefläche helfen, Dekubitus vorzubeugen und das Wohlbefinden der Bewohner*innen zu steigern. Die durchdachte Technologie ist in die bestehenden Systeme integriert, damit das Pflege-Team noch präziser und sicherer arbeiten kann. Derzeit wird das Bett intensiv getestet – um die Pflege Schritt für Schritt in die digitale Zukunft zu bringen.
Digitale Pflegedokumentation – Einfacher, schneller, effizienter
Mit der digitalen Pflegedokumentation am Smartphone gehen die Pflegehäuser St. Katharina und St. Louise einen weiteren Schritt in eine Zukunft papierloser und hocheffizienter Pflege. Pflegekräfte können Daten im Zuge der Pflegetätigkeit direkt auf ihren Smartphones eintragen. Das bedeutet: weniger administrativer Aufwand, schnelleres Dokumentieren und flexibleres Arbeiten. Das Pflegepersonal greift sofort und direkt auf alle relevanten Informationen zu. Damit gewinnen alle, Mitarbeitende und Bewohnende, denn es bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: die individuelle Betreuung.
Digitale Erlebniswelt im „Seniorenwohnen“
Die Bewohner*innen im Seniorenwohnen St. Louise testen einen neuen, digitalen Aktivtisch zum Spielen, Malen, Puzzeln, Rätseln und Entspannen. Das Board hat viele unterschiedliche Funktionen und wird von den Seniorinnen und Senioren begeistert genutzt – für jede und jeden ist etwas dabei. Digitale Angebote wie der Aktivtisch schaffen geistige Anreize für die Senior*innen, trainieren ihre Reflexe und fördern die Gemeinschaft. Zusammen rätseln und spielen bringt Abwechslung und Lebensfreude in den Alltag.
Ein Blick auf die Zukunft – Es braucht mehr als nur Technik
Digitale Innovationen sind der Schlüssel zur modernen Pflege, doch nur mit den richtigen Rahmenbedingungen kann ihr volles Potenzial genutzt werden. Neue Berufsfelder im Pflegebereich sind gefragt: Neben den Pflegekräften, die sich weiterhin auf die individuelle Betreuung konzentrieren, braucht es Spezialist*innen, die als „Übersetzer*innen“ zwischen Technik und Pflege fungieren. Sie begleiten die Integration digitaler Lösungen und stellen sicher, dass die Technologie stets im Einklang mit den Bedürfnissen der zu pflegenden Menschen steht. Die Politik ist gefragt, jetzt zu handeln und den Weg für neue Berufsfelder in der Pflege zu ebnen, diese aktiv zu fördern und auszubauen. Mit dem Ziel: eine Zukunft, in der Pflege nicht nur effizient, sondern vor allem menschlich bleibt – und in der Technik nicht nur ein Werkzeug, sondern ein echter Partner für die Pflege ist.
Fotos: Alex Kawka / BHS Pflege GmbH

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Erstmals in ganz Niederösterreich startete am Landesklinikum Baden-Mödling kürzlich das innovative Projekt „Pflegeauszubildende geleitete Station“ – kurz PAGS. Sechs Wochen lang gestalten Pflege-Studierende und Auszubildende der Pflegefachassistenz gemeinsam den Stationsalltag – unterstützt durch fachliche Begleitung.

Mit November 2025 startete am Klinikstandort Mödling im Bereich Chirurgie und Gynäkologie das Projekt PAGS – Pflegeauszubildende geleitete Station. In einem sechswöchigen Praktikum führen Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege der Fachhochschule Wr. Neustadt gemeinsam mit Auszubildenden der Pflegefachassistenz der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Baden unter Supervision einen Teil der Station. Ziel ist es, praxisnahe pflegerische Kompetenzen, Teamarbeit, Führungsqualitäten sowie organisatorische Fähigkeiten zu stärken.
Den Auftakt bildet eine einwöchige Theoriephase. Dabei geht es um Themen wie Pflegedokumentation, Vorbereitung und Nachbetreuung bei Operationen, Wundversorgung und das Zusammenspiel verschiedener Pflegeberufe im Team. Ergänzt wird das Programm durch praxisnahe Inhalte zu Krisensituationen, interdisziplinärer Kommunikation und organisatorischen Abläufen. Teambuilding und erste Reflexionen bereiten gezielt auf die Praxis vor.
„Im anschließenden fünfwöchigen Praxisteil übernehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Wechsel unterschiedliche Rollen: von der Gruppenassistenz bis zur Stationsleitung. Die Zuteilung erfolgt kompetenzorientiert, um Führungsstärke und Entscheidungsfähigkeit praxisnah zu fördern. Das Projekt wird von Personen aus Praxisanleitung und Pflegepädagogik sowie von einem multiprofessionellen Team begleitet, die gemeinsam ein sicheres und lernförderliches Umfeld schaffen“, erklärt Stationsleitung Danijela Dohnal-Suvajac, die das Projekt gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe initiiert hat. „Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für moderne Pflegeausbildung und gelebte Zusammenarbeit im Team. Davon profitieren schlussendlich alle Beteiligten, auch unsere Patientinnen und Patienten.“, erklärt Pflegedirektorin Petra Augustin. „Eine Ausweitung des Projekts auf den Standort Baden ist für das Frühjahr 2026 geplant.“

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Die Landesklinik St. Veit erhält österreichweit als erstes Krankenhaus die Qualitätszertifizierung „PflegeAttraktiv“. Salzburgs Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf gratulierte dem Team der Landesklinik zur Zertifizierung als Einrichtung, die attraktive Rahmenbedingungen für die Pflege schafft.

„PflegeAttraktiv“ wird vom deutschen Bundesverband Pflegemanagement und der PflegeZert GmbH verliehen und zeichnet Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aus, die einen mehrjährigen hausinternen Prozess zur Attraktivierung des Pflegeberufs und zur Optimierung der internen Abläufe starten. In Deutschland wurde dieses Zertifikat bereits über 60-mal verliehen, die Landesklinik St. Veit ist die erste Einrichtung in Österreich, die damit zertifiziert wurde.
„Von der Pflege für die Pflege“
Der Pflegedirektor der Landeskliniken Hallein und St. Veit, Karl Schwaiger, unterstrich den Ansatz „von der Pflege für die Pflege“, der dem Zertifizierungsprozess zugrunde liegt. Die Fragestellungen für Verbesserungsmöglichkeiten seien von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „auf den Punkt getroffen worden. Die bisherigen Zahlen sind schon gut, aber man kann sich immer verbessern. Und dieses Projekt bietet die Chance für alle Pflegekräfte Verantwortung zu übernehmen und die Arbeitsbedingungen und das Miteinander weiterzuentwickeln.“
Arbeitsgruppen für Verbesserungen eingesetzt
Das Zertifikat steht für einen verbindlichen Entwicklungsprozess, der Pflegekräfte stärkt, Arbeitsbedingungen verbessert und interprofessionelle Zusammenarbeit fördert. Ausgehend von den Ergebnissen einer aktuellen Mitarbeiterbefragung wurden in der Landesklinik St. Veit sechs verschiedene Arbeitsgruppen geschaffen, die für die Pflege wichtige Themen bearbeiten: Diese reichen vom Bedarf nach mehr Standardisierung bei Dienstübergaben und Visiten über die Verfügbarkeit von Expertinnen und Experten auf den Stationen und wann diese wie erreichbar sind, bis zum Ausbau der betrieblichen Gesundheitsvorsorge, um Mitarbeitenden einen gesunden Arbeitsplatz anbieten zu können.
Diese Arbeitsgruppen sind vor knapp acht Monaten eingesetzt worden und werden ihre Arbeit in etwa zwei Jahren abgeschlossen haben. Gleichzeitig werden durch das Pflegemanagement laufend Daten in einer Controlling-Matrix erfasst, um bis zum Projektende durch die Veränderungen der Zahlen und Daten die beabsichtigten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte auch belegen zu können. Letztendlich sollen die Verbesserungen für die Pflegkräfte das Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten weiter steigern, die entsprechend der SALK-Werte immer im Mittelpunkt stehen.
„Wir sind PflegeAttraktiv, haben eine gute Gehaltsgrundlage und kaum Mitarbeitermangel. Wir sind sehr gut am Weg, innerhalb der Salzburger Landeskliniken und im Bundesland“, so Pflegedirektor Schwaiger. „Wir haben eine Pflanze gesetzt, diese wird nun wachsen“.

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Im Sommer 2025 kam es – im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes – zu Verschlechterungen im Erwachsenenschutzgesetz. Mit dem Beschluss von 15.10.2025 wurden diese teils abgeschwächt. Wo steht das Gesetz heute? Und was bedeutet dies für die Praxis? Das Team von Behindertenarbeit.at sprach mit Mag. Martin Marlovits von VertretungsNetz.

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Um die Zahl der Ausbildungsabbrüche zu verringern, können Schulen der Gesundheits- und Pflegeberufe im Land Brandenburg zum 1. Januar 2026 erstmalig eine sozialpädagogische Begleitung und Beratung dauerhaft einführen. Bislang gab es diese unterstützende Maßnahme nur für Auszubildende in der Altenpflegehilfe.
Die Landesregierung setzt ein weiteres Zeichen im Zuge der Fachkräftesicherung für Pflege- und Gesundheitsberufe: Die Änderung der Verordnung über die staatliche Anerkennung von Schulen für Gesundheitsberufe im Land Brandenburg sieht vor, dass Schulen jeweils für bis zu 120 Schülerinnen und Schüler eine Vollzeitstelle zur sozialpädagogischen Begleitung und Beratung zur Verfügung stellen können. Teilzeitbeschäftigungen sind möglich.
Gesundheits- und Sozialministerin Müller erklärt dazu: „Unser Ziel ist es, die Abbrecherquote an den Pflege- und Gesundheitsfachschulen zu senken. Die neue Rechtslage ist dafür ein entscheidender Schritt. Mit der künftigen sozialpädagogischen Begleitung der Auszubildenden in allen Gesundheits- oder Pflegeberufen tun wir ganz aktiv etwas gegen die Zahl von Ausbildungsabbrüchen. Die Auszubildenden sind meist hochmotiviert, doch die Anforderungen an die Ausbildung sind hoch, die Praxiseinsätze verlangen viel ab. Wir sorgen jetzt dafür, dass in solchen Situationen entsprechend qualifizierte Fachkräfte bereitstehen, Azubis helfen, sie begleiten und neu motivieren können.“
Knapp ein Drittel Ausbildungsabbrüche
Die Zahl der Auszubildenden in der Gesundheits- und Pflegebranche hat sich laut den Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg in den letzten 25 Jahren in Brandenburg nahezu verdoppelt. Gab es im Ausbildungsjahr 2000/2001 noch 3.147 Azubis, waren es 2024/2025 insgesamt 6.210 Auszubildende. Den weitaus größten Teil machten mit 4.492 Azubis in Pflegeberufen aus, 1.690 durchliefen eine Ausbildung in den weiteren Gesundheitsfachberufen, beispielsweise zur Ergotherapeut(in), Notfallsanitäter(in) oder in der medizinischen Technologie für Radiologie bzw. Laboratoriumsanalytik.
Die Zahl der Personen, die die Ausbildung aus verschiedenen Gründen abbrechen oder in eine andere Ausbildung der Gesundheitsfachberufe bzw. zu einem anderen Träger der Ausbildung wechseln, lag laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg im Ausbildungsjahr 2023/2024 bei knapp einem Drittel.

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Seit Jahren nehmen Aggression und tätliche Übergriffe gegen MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen stetig zu. Zum Schutz seiner MitarbeiterInnen setzt das Kepler Universitätsklinikum daher schon seit zehn Jahren auf ein professionelles Deeskalationsmanagement, das Sicherheit schafft, Handlungskompetenz stärkt und die Betreuungsqualität verbessert.

Was ist Deeskalationsmanagement?
Deeskalationsmanagement bedeutet, frühzeitig zu erkennen, wo sich Konflikte zuspitzen könnten, und mit geeigneten Strategien gegenzusteuern. Es geht darum, in Kontakt zu treten, Grenzen zu erkennen und zu respektieren – sowohl die eigenen als auch die der anderen. Dabei werden keine Opfer-Täter-Begrifflichkeiten verwendet. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse und Perspektiven aller Beteiligten.
„Deeskalationsmanagement ist nicht an Berufserfahrung gebunden. Es betrifft alle – vom Berufseinstieg bis zur langjährigen Fachkraft,“ erklärt Pflegedirektorin Simone Pammer, MBA.
„Es geht um Sicherheit, aber auch um Beziehungsgestaltung, Kommunikation und gegenseitige Wertschätzung.“
Ein konstruktiver Umgang mit Aggression und Gewalt ist essenziell, um die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu fördern und die Qualität der Betreuung zu sichern. Das Kepler Universitätsklinikum verfolgt mit seinem Ansatz das Ziel, Wissen und Bewusstsein zu schaffen: Wie gelingt es, Bedürfnisse zu thematisieren und im besten Fall zu erfüllen? Wie kann man in Krisensituationen handlungsfähig bleiben?
„Deeskalation ist ein aktiver Prozess. Es geht darum, Situationen zu verstehen, Handlungsspielräume zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden,“ erklärt DGKP Manfred Fragner (Bild), Pflegeexperte und langjähriger Trainer am Kepler Uniklinikum. „Wir fördern eine Kultur, in der Sicherheit und Menschlichkeit Hand in Hand gehen.“
Die Entwicklung am Kepler Universitätsklinikum
Bereits seit Anfang der 2000er Jahre wurden am Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums Kurse zur Bewältigung von aggressivem Verhalten angeboten. 2013 entschied sich die Pflegedirektion, eigene Deeskalationstrainerinnen und Deeskalationstrainer auszubilden. Seitdem wurden zahlreiche Basiskurse, Refresher und Spezialtrainings für Führungskräfte etabliert. Heute sind rund 90 Prozent der Kolleginnen und Kollegen in definierten Gefährdungsbereichen geschult.
Stabsstelle Sicherheits- und Deeskalationsmanagement
Ein Meilenstein war die Einrichtung der Stabsstelle „Sicherheits- und Deeskalationsmanagement“ am Neuromed Campus im Jahr 2019. Die Aufgaben dieser Stabstelle umfassen:
- Erarbeitung, Implementierung und strategische Weiterentwicklung einer anwendbaren Struktur für Sicherheits- und Deeskalationsmanagement im gesamten Universitätsklinikum
- Aufdecken von Verbesserungspotenzialen bei internen Prozessen und Abläufen sowie Steuerung geeigneter Maßnahmen mit Fokus auf Prävention von Aggression und Gewalt
- Initiierung und Betreuung von Prozess- und Qualitätsverbesserungsprojekten
- Ansprechpersonen für alle Mitarbeitenden, die Unterstützung im Zusammenhang mit Aggression und Gewalt benötigen
- Bearbeitung besonderer Vorfälle und Schadensfälle sowie Evaluierung der Prozesse und Zuständigkeiten (z. B. Schulungen, Konzepte)
- Bedarfsplanung und strategische Ausrichtung der Schulungsmaßnahmen im Unternehmen
- Bedarfsorientierte Workshops in Bereichen, wo Aggression und Gewalt verstärkt auftreten
Ziele und Wirkung
Das vorrangige Ziel aller Maßnahmen ist die Prävention und Deeskalation von Aggressions- und Gewaltereignissen. Mitarbeitende sollen nach den Schulungen in der Lage sein, sich anbahnende Gewalt frühzeitig zu erkennen und durch adäquates Eingreifen direkte Gewalt zu verhindern. Ein weiteres Ziel ist die Reduktion von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen und die Stärkung des Sicherheitsgefühls der MitarbeiterInnen.

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Das DNQP beginnt die zweite Aktualisierung des 2017 zum ersten Mal aktualisierten Expertenstandards „Ernährungsmanagement zur Sicherung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“. Für die fachliche Leitung der Expertenarbeitsgruppe sucht das DNQP eine/einen auf diesem Gebiet ausgewiesene/n Wissenschaftler/in mit umfassender Expertise zum Thema und Erfahrung in der Leitung von Projektgruppen.
Die Aktualisierung umfasst eine Recherche zum aktuellen Wissens- und Erkenntnisstand zum Ernährungsmanagement in der Pflege sowie zu pflegerelevanten Indikatoren zum Thema. Der Aktualisierungszeitraum erstreckt sich über ca. 18 Monate. Die wissenschaftliche Leitung der Expert*innenarbeitsgruppe ist verantwortlich für das wissenschaftliche Niveau des Expertenstandards, der Kommentierungen und der Literaturanalyse sowie für die Berücksichtigung relevanter und aktueller Praxisbedingungen.
Im Zusammenhang mit der Aktualisierung sollen auch Indikatoren für das interne pflegerische Qualitätsmanagement auf Basis des aktualisierten Expertenstandards entwickelt werden, weshalb Erfahrungen in diesem Bereich von Vorteil sind. Eine detaillierte Beschreibung des Vorgehens findet sich im Methodenpapier des DNQP.
Die wissenschaftliche Leitung der Expert*innenarbeitsgruppe erfolgt ehrenamtlich, anfallende Reisekosten zu den Sitzungen werden erstattet.
Neben der fachlichen Expertise werden die Bewerberinnen und Bewerber gebeten, eigene Interessen, Verbindungen zu Industrie und Interessenverbänden offenzulegen, um die wissenschaftliche und institutionelle Unabhängigkeit des Expertenstandards garantieren zu können. Die Mitglieder einer neuen Expertenarbeitsgruppe werden in einem weiteren Bewerbungsverfahren gemeinsam mit der wissenschaftlichen Leitung ausgewählt.
Bewerbungen werden per E-Mail oder auf dem Postwege bis zum 04. Januar 2026 an folgende Anschrift erbeten:
Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)
an der Hochschule Osnabrück
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Büscher; Prof. Dr. Sara Marquard
Albrechtstr. 30, 49076 Osnabrück
E-Mail: dnqp@hs-osnabrueck.de
Internet: www.dnqp.de

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Auf Antrag Thüringens wurde am 21. November im Bundesrat entschieden, den vom Bundestag beschlossenen Gesetzentwurf nicht zu billigen, sondern den Vermittlungsausschuss anzurufen. Grund für die Uneinigkeit ist ein spät eingefügter Passus zur Krankenhausfinanzierung, der die gesetzlichen Krankenkassen finanziell entlasten soll.
Thüringes Gesundheitsministerin Katharina Schenk begrüßte das vom Bundestag bereits beschlossene Befugniserweiterungs- und Entbürokratisierungsgesetz in der Pflege, warnte jedoch eindringlich vor einem spät eingefügten Zusatz (Artikel 13a), der erhebliche finanzielle Nachteile für die Krankenhäuser zur Folge hätte. Konkret kritisiert sie die neu aufgenommene Aussetzung der Meistbegünstigtenklausel für das Jahr 2026 (Artikel 13a): „Dieser Passus hat mit der Stärkung der Pflegekompetenzen oder dem Abbau von Bürokratie nichts zu tun. Er dient allein dazu, die gesetzlichen Krankenkassen finanziell zu entlasten – und das auf Kosten der Krankenhäuser.“
Durch die damit vorgesehene Begrenzung von Vergütungsanstiegen in Krankenhäusern erwartet sich die Bundesregierung Einsparungen von jährlich bis zu 1,8 Milliarden Euro. „Diese drastische Kürzung würde die Krankenhäuser in einer ohnehin schwierigen Zeit extrem hart treffen. Es bestünde die Gefahr einer kalten Strukturbereinigung“, warnte Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller. Der Vermittlungsausschuss sei auch für sei der richtige Weg, um in diesem komplexen Spannungsfeld eine Lösung zu finden.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kritisierte die Entscheidung der Länder: „Die Anrufung des Vermittlungsausschusses durch eine Mehrheit der Länder in der heutigen Sitzung des Bundesrates ist ein schlechtes Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Die Entscheidung werfe einen Schatten auf das gemeinsame Ziel, die gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung insgesamt auf ein stabiles Fundament zu setzen, so die Ministerin.
Pflegekompetenz kommt unter die Räder
Pflegeverbände zeigen sich über die Verzögerung des Gesetzes verärgert, da der umstrittene Passus nichts mit Pflegekompetenz zu tun habe:
Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB), kritisiert: „Mit der Problematik der Länder zur Vergütungsregelung von Krankenhäusern kommt nun das Pflegekompetenzgesetz unter die Räder. Dabei hat diese Auseinandersetzung zur sogenannten Meistbegünstigungsklausel im Klinikbereich mit der Pflege selbst nichts zu tun. Wird im Vermittlungsausschuss nicht zügig eine Lösung gefunden, droht die Pflege am Ende als Verliererin dazustehen.“
Auch der Deutsche Pflegerat (DPR) zeigt sich in einer Aussendung fassungslos: „Über die überfällige Pflegekompetenzerweiterung wird in Deutschland seit Dezember 2023 intensiv gerungen. In einem Omnibusverfahren wurde im laufenden Gesetzgebungsverfahren durch einen fachfremden Änderungsantrag eine Gesetzesänderung aufgenommen und mit dem ursprünglichen Gesetz verknüpft, die jetzt den Kern des Gesetzes blockiert. Das ist politisch verantwortungslos gegenüber der Berufsgruppe Pflege“, kommentierte Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, das Vorgehen. Der DPR fordert ein klares Signal des Vermittlungsausschusses: Die Modernisierung der pflegerischen Kompetenzen darf nicht durch fachfremde Konflikte blockiert werden.
Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW, kritisiert, dass pflegefremde Themen regelmäßig an pflegerelevante Gesetze „angehängt“ würden: „Das hat nichts mit der Pflege zu tun, trifft aber die Kliniken. Genau deshalb blockieren die Länder. Ein Gesetz, das für die Pflege ohnehin nur ein erster Schritt gewesen wäre, wird durch ein ganz anderes Politikfeld ausgebremst.“
Inkrafttreten zum Jahreswechsel fraglich
Eigentlich sollte das im Bundestag bereits beschlossene Gesetz bereits ab Beginn 2026 in Kraft treten. Mit der Anrufung des Vermittlungsausschusses gerät der Zeitplan allerdings stark unter Bedrängnis. Denn das Vermittlungsverfahren hat Auswirkungen auf das gesamte Gesetz. Der Vermittlungsausschuss ist ein gemeinsames Gremium von Bundestag und Bundesrat bestehend aus 16 Mitgliedern des Bundestages und 16 Mitgliedern des Bundesrates (je ein Mitglied pro Bundesland). Er wird immer dann aktiv, wenn sich Bundestag und Bundesrat nicht auf den Inhalt eines Gesetzes einigen können oder wenn der Bundesrat zum Gesetz Änderungsbedarf sieht.
Demzufolge wird das Gesetz nicht sofort beschlossen, sondern zur weiteren Beratung an das Gremium überwiesen. Bundestag und Bundesrat verhandeln über einen Kompromiss – etwa über das Entfernen, Ändern oder Präzisieren einzelner Passagen – in diesem Fall die gewünschte Streichung des Artikel 13a. Nach Abschluss des Vermittlungsverfahrens hat der Bundesrat zwei Wochen Zeit, um gegen das Gesetz Einspruch einzulegen. Einen solchen Einspruch kann der Bundestag durch einen Mehrheitsbeschluss zurückweisen.

Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Die Pflegekommission hat sich einstimmig auf eine Erhöhung der Pflegemindestlöhne geeinigt. In zwei Erhöhungsschritten steigt der Mindestlohn bis 2027 auf 16,95 Euro.
Die Einigung, die für das gesamte Bundesgebiet gelten soll, sieht vor, dass es zu einer stufenweisen Anhebung der Mindestlöhne je nach Ausbildungsstand kommt.
Ab Juli 2026 erhalten:
Pflegehilfskräfte demnach 16,52 Euro (ab 01.07.2027 dann 16,95 Euro),
Qualifizierte Pflegehilfskräfte 17,80 Euro (ab 01.07.2027 dann 18,26 Euro)
Pflegefachpersonen 21,03 Euro (ab 01.07.2027 steigt der Lohn auf 21,58 Euro).
Durch die lange Laufzeit bis zum 30. September 2028 können die Einrichtungen langfristig planen.
Darüber hinaus empfiehlt die Pflegekommission weiterhin einen Anspruch auf zusätzlichen bezahlten Urlaub von neun Tagen pro Jahr bei einer Fünftagewoche. Dieser Zusatzurlaub besteht zusätzlich zum gesetzlichen Mindesturlaub. Die Bundesregierung hat angekündigt, die Anhebung durch eine Rechtsverordnung entsprechend umzusetzen.
Hintergrund
Der Pflegekommission nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz gehören Vertreterinnen und Vertreter von privaten, freigemeinnützigen sowie kirchlichen Pflegeeinrichtungen an. Arbeitgeber bzw. Dienstgeber und Arbeitnehmer bzw. Dienstnehmer sind paritätisch vertreten.


