1


Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Die Caritas Regensburg gibt Auszubildenden die Möglichkeit, für ein bis zwei Wochen Pflegepraxis und Ausbildungssysteme in anderen EU-Ländern kennenzulernen. Ziel ist es, die Pflegeausbildung attraktiver zu machen, Chancengleichheit zu fördern und gleichzeitig die Qualität der regionalen Pflege nachhaltig zu stärken.

Justine Heiduk, zuständig für den Bereich Förderwesen bei der Caritas Regensburg, behält kontinuierlich den Überblick über aktuelle Bildungsangebote für Auszubildende und Mitarbeitende der Caritas Regensburg. Foto: Och

EU-geförderte Programme wie Erasmus Plus helfen dabei, die Zugangshürden zu senken: Während Reise-, Übernachtungs- und Programmkosten durch die Förderprogramme getragen werden, übernehmen die Auszubildenden lediglich ihre tägliche Verpflegung. Damit richtet sich das Angebot auch an Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler, die aufgrund familiärer oder anderer Verpflichtungen nur begrenzte Zeit im Ausland verbringen können.

Kooperationen in vier Ländern

Bereits etabliert sind Kooperationen mit Dänemark (Aarhus) und Tschechien (Pilsen) im Rahmen des Erasmusprogramms. Zusätzlich arbeitet die Caritas Regensburg außerhalb von Erasmus mit einem Bildungszentrum in Bern (Schweiz) zusammen. Aktuell baut der Diözesanverband Regensburg eine weitere Partnerschaft mit Lettland auf. Justine Heiduk (Bild), zuständig für den Bereich Förderwesen bei der Caritas Regensburg, war hierfür kürzlich zu einem vorbereitenden Besuch in Riga. In Lettland findet die Pflegeausbildung auf Hochschulniveau statt, ist kostenpflichtig und verzeichnet dennoch sehr hohe Bewerberzahlen.

Kampf um zukünftige Pflegende

Mit den EU-geförderten Mobilitätsangeboten bietet die Caritas als Arbeitgeber einen zusätzlichen Anreiz im Wettbewerb um die zukünftigen Pflegefachkräfte. Gerade Auszubildende verfügen über sehr geringe finanzielle Mittel für Auslandsaufenthalte – hier schafft das Programm gezielt Chancengleichheit und ermöglicht internationale Erfahrungen unabhängig vom Einkommen. Wie Heiduk betont, profitieren auch die regionalen Pflegeeinrichtungen: Die Auszubildenden lernen andere Pflegesysteme kennen, bringen neue Ideen, Wissen, praxisbewährte Vorgehensweisen mit und wirken als Multiplikatoren in ihren Ausbildungseinrichtungen. Internationale Impulse und Innovationen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Pflege vor Ort. Lokal verankert – europäisch inspiriert.

 

 





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Der Schweizer Bundesrat hatte die Arbeitsbedingungen in der Pflege in seinem Gesetzesentwurf gegenüber der Vernehmlassungsvorlage bereits in wesentlichen Punkten verschlechtert. Nun geht die Mehrheit der Gesundheitskommission noch weiter und schwächt die gesetzlich mindestens zu erfüllenden Arbeitsbedingungen weiter stark ab.

In einer Aussendung vergangene Woche zeigt sich der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) über die Entscheide der Kommission empört. Der SBK kritisiert insbesondere, dass die Kommission die Reduktion der Höchstarbeitszeit und der Normalarbeitszeit verhindert hat. Zudem fällt die Kompensation der Feier- und Sonntagsarbeit tiefer aus als vom Bundesrat vorgeschlagen. Für die Pflegenden, die täglich ihr Bestes geben, sei das sehr enttäuschend. Yvonne Ribi (Bild), die Geschäftsführerin des SBK moniert, dass die Entscheide damit deutlich hinter dem Volksauftrag durch die Pflegeinitiative und den Erwartungen der Pflegenden zurückbleiben. «Ohne verbindliche Massnahmen droht sich der Personalmangel weiter zu verschärfen – mit gravierenden Folgen für die Pflegenden und die Versorgungssicherheit.» Der Gesetzgeber muss endlich Arbeitsbedingungen festlegen, damit die Berufsverweildauer der Pflegenden erhöht werden kann.

Der Verband begrüsst es, dass sich die Kommission immerhin auf eine Finanzierung der Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Pflege einigen konnte. Denn nur mit zusätzlichen Mitteln kann sichergestellt werden, dass die Arbeitsbedingungen attraktiver gemacht werden können und sich der Druck auf das Pflegepersonal nicht weiter erhöht. Auch die Verhandlungspflicht für Gesamtarbeitsverträge erachtet der SBK als Stärkung der Sozialpartnerschaft.

Der SBK fordert die Kommissionsmitglieder auf die Verschlechterungen an ihrer Sitzung im Februar 2026 zu korrigieren und den Volkswillen im Interessse der betroffenen Patientinnnen und Patienten und der Pflegenden konsequent umzusetzen. Dazu gehört auch, dass Anreize gesetzlich zu verankern sind, die dafür sorgen, dass für eine bedarfsgerechte Personalausstattung genügend und gut ausgebildetes Pflegepersonal zur Verfügung steht.





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Niederösterreich

Vor kurzem haben 41 Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildung „Pflege bei Demenz“ (Bild oben) und der Sonderausbildung „Pflege im OP-Bereich“ (Bild unten) an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege St. Pölten ihre Abschlusszeugnisse entgegengenommen. Die feierliche Übergabe der Dekrete erfolgte durch Pflegedirektorin FH-Hon. Prof. PhDr.
Michaela Gansch, MSc in der Eingangshalle des Universitätsklinikums St. Pölten – ein würdiger Rahmen für einen besonderen Moment.

Oberösterreich

Im Dezember feierte die Altenbetreuungsschule des Landes OÖ im stimmungsvollen Ambiente des Stadlergutes in Wilhering den erfolgreichen Abschluss von drei Lehrgängen zur Ausbildung Fach-Sozialbetreuung „Altenarbeit“ sowie des Weiterbildungslehrgangs Pflegemanagement für Wohngruppenleiterinnen und -leiter. Im feierlichen Rahmen dankte Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel den Absolventinnen und Absolventen für ihr großes Engagement und ihre wertvolle Arbeit.

Zu den Fotos der Absolventen

Vorarlberg

Im Dezember haben 37 Absolventinnen und Absolventen der Pflegeschule Vorarlberg ihre Pflegeausbildung am Lernort Feldkirch erfolgreich abgeschlossen. Im feierlichen Rahmen der Abschlussveranstaltung erhielten sie ihre Diplome und setzten damit einen bedeutenden Meilenstein auf ihrem beruflichen Weg. Alle 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren bereits als Pflegefachassistentinnen und Pflegefachassistenten im Berufsalltag tätig und nutzten die Möglichkeit, innerhalb von nur 15 Monaten das Diplom zu erwerben.





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Am Donnerstag erschien die neue S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter: Die neue Leitlinie umfasst erstmals 69 evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen für alle Versorgungssettings und definiert damit sektorenübergreifende Standards für die Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge eines Delirs von hochbetagten Patientinnen und Patienten.

Koordiniert von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP), wurde eine Langfassung, eine Kurzfassung, wie auch eine Patientenleitlinie von mehr als 30 weiteren Fachgesellschaften und Berufsverbänden erarbeitet.

„Die Leitlinie ist das Ergebnis eines außergewöhnlich breiten interprofessionellen Konsenses aus Medizin, Pflege, Therapie und weiteren Gesundheitsberufen“, weiß die wissenschaftliche Leiterin, PD Dr. Christine Thomas, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Ältere am Klinikum Stuttgart. So gilt die Publikation als eines der bisher größten interprofessionellen Leitlinienprojekte im deutschsprachigen Raum. „Ziel war es, klare und umsetzbare Empfehlungen für alle Berufsgruppen zu formulieren.“

Fokus auf nicht-medikamentöser Prävention und Therapie

Ein zentrales Merkmal der Leitlinie ist der klare Fokus auf nicht-medikamentöse Maßnahmenbündel, sogenannte Multikomponenten-Interventionen, wie zum Beispiel strukturierte Kommunikation, Orientierungshilfen, Mobilisationsförderung und Schlafunterstützung. „Ihre Wirksamkeit wurde durch eine eigens durchgeführte Meta-Analyse belegt – sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung des Delirs“, betont Christine Thomas. Maßnahmen dieser Art seien fester Bestandteil der leitlinien-basierten Versorgung. Sie ermöglichen insbesondere auch professionell Pflegenden eine evidenzbasierte Handlungsgrundlage.

Dabei stützt sich Thomas auch auf die von ihr geleiteten und vom Innovationsausschuss des G-BA geförderten Projekte DELEIhLA und PAWEL, auf deren Ergebnisse die neue S3-Leitlinie maßgeblich basiert.

Hohe Bedeutung für die Versorgung älterer Menschen: Delir häufig und folgenreich

„Der zentrale Referenzrahmen für alle Versorgungsbereiche, der uns so lange gefehlt hat, ist jetzt endlich geschaffen“, ist Professorin Christine von Arnim überzeugt. Die Direktorin der Klinik für Geriatrie an der Universitätsmedizin Göttingen war federführend für die DGG an der Erstellung der Leitlinie beteiligt. „Ein Delir bei unserem Patientenklientel ist häufig, schwerwiegend und wird oft nicht erkannt!“, erklärt die Geriaterin. Denn die akute Funktionsstörung des Gehirns tritt häufig bei älteren Menschen auf und gilt zugleich als die folgenreichste Komplikation im höheren Lebensalter.
Typische Symptome seien Aufmerksamkeitsstörungen, Desorientierung, Denkstörungen und Bewusstseinsveränderungen, so von Arnim. Auslöser eines Delirs sind häufig Infektionen, operative Eingriffe, Medikamente oder akute Belastungen.

Gelungene Betroffenenleitlinie ermöglicht individuelle Prävention

Entstanden ist deshalb auch die optisch einladende, kurz gefasste und sehr anwendungsorientierte Patientenleitlinie für Betroffene und vor allem auch deren Angehörige. „Die Broschüre erklärt, was ein Delir ist und wie man es erkennt, um mehr Verständnis für die Situation zu schaffen“, freut sich Christine von Arnim über das Ergebnis. „Mit der Weitergabe dieser Informationen können alle an der Behandlung Beteiligten aufklären und optimal unterstützen“, ergänzt PD. Dr. Christine Thomas.
So haben die Autorinnen und Autoren auch Checklisten zur Überprüfung eines Delir-Risikos als präventive Maßnahme eingefügt und geben Tipps zur Delir-Vermeidung. Beachtenswert sind auch Lesetipps, Hinweise auf YouTube-Filme sowie auf Unterstützungsmöglichkeiten durch Stiftungen, Patientennetzwerke oder Selbsthilfegruppen.

Die S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter ist im AWMF-Leitlinienregister hier veröffentlicht.

 
Fotos: Klinikum Stuttgart und Universität Göttingen





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Demente Menschen dürfen Betreuer ablehnen, auch ohne Geschäftsfähigkeit – das hat der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Beschluss klargestellt.

In einem aktuellen Fall hatte eine 1941 geborene, an Demenz erkrankte Frau erfolgreich ihre Tochter als Betreuerin abgelehnt, wie die dpa berichtet. Das Amtsgericht hatte die Tochter neben einem Berufsbetreuer als Mitbetreuerin bestellt. Das Landgericht wies die Beschwerde der Betroffenen auf Hinweis auf eine mögliche Einflussnahme der Nachbarn zunächst ab. Der BGH hob diese Entscheidung auf.

„Auch ist nicht erforderlich, dass der Vorschlag des Betroffenen ernsthaft, eigenständig gebildet und dauerhaft ist“, so der BGH laut dpa. Es genüge, wenn der Betroffene seine Ablehnung zum Ausdruck bringe. Gerichte dürfen nicht ermessen, ob die Ablehnung dem „ureigenen Wunsch“ entspreche.

Die Entscheidung basiert auf der seit 2023 geltenden Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch. Sie stärkt die Selbstbestimmung von Menschen, die auf Betreuung angewiesen sind.





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Mit 01. Jänner 2026 wurde das Pflegegeld  in Österreich valorisiert – es steigt in allen sieben Stufen um +2,7 %.

Die neuen Sätze

Stufe 1: 206,20 Euro

Stufe 2: 380,30 Euro

Stufe 3: 592,60 Euro

Stufe 4: 888,50 Euro

Stufe 5: 1.206,90 Euro

Stufe 6: 1.685,40 Euro

Stufe 7: 2.214,80 Euro

 

Quelle: oesterreich.gv.at





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Weil ihm nach seiner technischen Ausbildung der Bezug zu den Menschen gefehlt hat, entschied sich Martin Binder für eine Pflegeausbildung an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege in der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG). Er hat diese Entscheidung nie bereut – im Gegenteil: Seine Geschichte beweist, wie unterschiedliche Ausbildungswege und gezielte Weiterbildungen Karrieren im Gesundheitswesen eröffnen. 

Manchmal führt uns das Leben auf Wege, die wir uns anfangs gar nicht vorstellen können: DGKP Martin Binder ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie vielfältig und durchlässig die Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege sein können – und wie sehr persönliche Leidenschaft den beruflichen Weg prägen kann.

Nach seiner Fachschule für Elektronik und Technische Informatik und dem Grundwehrdienst begann Martin Binder im Jahr 2015 mit der damaligen Pflegehelferausbildung. „Technik war spannend, aber mir fehlte der persönliche Kontakt mit Menschen“, erinnert er sich. „Ich wollte etwas Sinnstiftendes machen, bei dem ich Menschen direkt unterstützen kann.“

Es folgten die Ausbildungen zum Gips- und OP-Assistenten. Bereits 2017 startete er seine berufliche Laufbahn in der Unfallambulanz als Gipsassistent am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr. Doch Martin wollte mehr: Im März 2024 schloss er in Teilzeit die Ausbildung zur Pflegefachassistenz (PFA) ab und erlangte und erlangte durch eine weiterführende Ausbildung im Juli 2025 das Diplom in der Gesundheits- und Krankenpflege – direkt an der Schule in Steyr.

Möglich wurde dieser Weg durch eine gesetzliche Sonderregelung (§ 44 GuKG), die eine verkürzte 15-monatige Ausbildung für PflegefachassistentInnen zum gehobenen Dienst eröffnete. Die OÖG nutzte diese Chance, um engagierte MitarbeiterInnen gezielt weiterzuqualifizieren und damit attraktive Karrierewege sowie eine nachhaltige Versorgung in den Kliniken sicherzustellen.

„Bereut habe ich den Schritt nie – im Gegenteil“

Die Ausbildung hat mir viele Türen geöffnet – jetzt möchte ich dazu beitragen, dass andere ebenfalls ihren Weg in die Pflege finden und gehen können“, erzählt DGKP Martin Binder.

Warum ich mich für die Pflege entschieden habe? Weil ich durch meine Rettungssanitäterausbildung gemerkt habe, wie viel Freude mir der Umgang mit Menschen bereitet – besonders dann, wenn ich helfen kann. Bereut habe ich den Schritt nie – im Gegenteil, ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein.“

Zurückblickend auf seine Erfahrung, wie es war, plötzlich wieder Neues zu lernen, motiviert er InteressentInnen: „Natürlich war die Ausbildung anspruchsvoll, vor allem am Anfang, weil vieles neu war. Aber mit guter Organisation, Unterstützung von Lehrenden und Kolleginnen und Kollegen ist alles machbar – und es lohnt sich. Wenn man sich dahinterklemmt, kann man viel erreichen. Mein Rat an alle, die vor der Entscheidung stehen: Traut euch!

Martin Binder erklärt im Rahmen einer Informationsveranstaltung interessierten jungen SchülerInnen die Blutabnahme

Vom Auszubildenden zum Vortragenden

Heute ist DGKP Martin Binder nicht nur ein geschätzter Mitarbeiter im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr, sondern gibt seine Erfahrungen und sein Wissen auch als Vortragender an der Schule für Medizinische Assistenzberufe Steyr weiter.

Ich freue mich sehr, mein Wissen und meine Erfahrungen nun selbst an meine zukünftigen Kolleginnen und Kollegen weitergeben zu dürfen. Während der gesamten Ausbildungszeit genoss ich eine große Unterstützung seitens der Schule und meiner Vorgesetzten im Klinikum. Das hat dazu beigetragen, dass ich mich nicht nur stets sicher und gut begleitet fühlte, sondern mich auch persönlich weiterentwickeln konnte.“

Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll: Die Pflege bietet unzählige Möglichkeiten, zu wachsen und Sinn zu stiften.

Vielfältige Berufsperspektiven im Gesundheitswesen

Die Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege (GuKPS) in der OÖ Gesundheitsholding überzeugen mit einem breitgefächerten Ausbildungsangebot in der Pflege und der Vielfalt ihrer Auszubildenden – von jungen Pflegeinteressierten (als Pflegestarter*innen sogar schon ab dem Alter von 15 Jahren) bis hin zu QuereinsteigerInnen wie beispielsweise DGKP Martin Binder.

Die Schulen am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr bieten beispielsweise zusätzlich zu den Pflegeausbildungen ein vielfältiges Angebot im Bereich der Medizinischen Assistenzberufe sowie eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA). Je nach Lebensphase ermöglicht diese Vielfalt bereits während der Ausbildung eine Möglichkeit zur Anpassung der individuellen Bildungspläne. Ergänzt wird das Angebot um ein Berufsfindungspraktikum, welches zur Orientierung für Gesundheits- und Sozialberufe dient.

Quelle: OÖG





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Der Bachelor Professional Leadership & Management in der Pflege ist ein noch junges, zugleich aber äußerst gefragtes Managementstudium im Pflege- und Gesundheitswesen. Seit dem ersten Start im September 2024 verzeichnet der Lehrgang eine durchgehend sehr hohe Nachfrage. Bereits der dritte Lehrgang ist in Vorbereitung – ein deutliches Zeichen dafür, wie groß der Bedarf an fundiert ausgebildeten Führungskräften in der Pflege ist. Aktuell startet bereits der dritte Lehrgang – ein deutliches Zeichen für den hohen Bedarf und die große Nachfrage nach qualifizierten Führungskräften in der Pflege.

Der Hochschullehrgang wird in Kooperation zwischen der Hochschule Burgenland und dem IBG – Institut für Bildung im Gesundheitsdienst durchgeführt. Diese Zusammenarbeit verbindet akademische Qualität auf Hochschulniveau mit langjähriger Praxis- und Umsetzungskompetenz im Gesundheits- und Pflegebereich.

Der Lehrgang richtet sich an den gehobenen Dienst in der Gesundheits- und Krankenpflege, die Führungsverantwortung übernehmen oder sich gezielt auf höhere Leitungsfunktionen vorbereiten möchten. Besonders relevant ist dabei die gesetzliche Anerkennung gemäß § 65a GuKG: Der Abschluss erfüllt die Voraussetzungen für Management- und Leitungsfunktionen im höheren Pflegemanagement und eröffnet damit neue berufliche Perspektiven auf strategischer Ebene.

Ein wesentliches Merkmal dieses Studiums ist der niederschwellige Zugang. Auch ohne Matura ist eine Teilnahme möglich, sofern eine entsprechende berufliche Qualifikation und Berufserfahrung vorliegt. Damit bietet der Bachelor Professional einen akademischen Bildungsweg, der konsequent an der Praxis orientiert ist und erfahrenen Pflegepersonen den nächsten Karriereschritt ermöglicht.

Ein weiterer Vorteil betrifft die Anrechnung von Vorqualifikationen: Absolventinnen und Absolventen des Basalen und Mittleren Pflegemanagements können sich die ersten beiden Semester anrechnen lassen. Der Einstieg ist in diesem Fall direkt im dritten Semester möglich – eine attraktive Option für all jene, die ihre bisherige Ausbildung gezielt vertiefen und auf akademisches Niveau erweitern möchten.

Der berufsbegleitend organisierte Lehrgang verbindet fundiertes Managementwissen mit Leadership-Kompetenz, Organisationsentwicklung und pflegefachlicher Expertise. Ziel ist es, Führungskräfte auf die komplexen Anforderungen moderner Gesundheits- und Sozialeinrichtungen vorzubereiten – fachlich fundiert, rechtssicher und zukunftsorientiert.

Für alle Interessierten findet am 19. Jänner um 17:00 Uhr ein Online-Informationsabend statt. Dort werden Inhalte, Zugangsvoraussetzungen, Anrechnungsmöglichkeiten und organisatorische Rahmenbedingungen vorgestellt. Zudem besteht ausreichend Raum für individuelle Fragen.

Die Anmeldung zum Infoabend ist online möglich !

Der Bachelor Professional Leadership & Management in der Pflege steht für professionelle Führung, klare Karriereperspektiven und eine starke Verbindung von Wissenschaft und Praxis – getragen durch die Kooperation von Hochschule und dem IBG.





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Tanja Felber, MSc (Bild Mitte) übernahm vor kurzem die Position als Pflegedirektorin im niederösterreichsichen Pflege- und Betreuungszentrum Klosterneuburg.

v.l.n.r.: Mag. Dr. Elisabeth Bräutigam, MBA (NÖ LGA, Vorständin), Tanja Felber, MSc (PBZ Klosterneuburg, Pflegedirektorin), Mag. Dr. Bernhard Kadlec (NÖ LGA, Vorstand); Foto: NÖ LGA

Die neue Leitung des Fachbereichs im PBZ Klosterneuburg bringt umfassende Erfahrung aus ihrer vorigen Position im Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Tulln mit, wo sie in den vergangenen Jahren als Wohnbereichsleitung des Hospizes und der Schwerstpflege tätig war. Besonders in diesen sensiblen Bereichen war es ihr ein großes Anliegen, eine liebevolle, wertschätzende und geschützte Atmosphäre für Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen zu schaffen, Orte, an denen Nähe, Respekt, Professionalität und menschliche Wärme täglich spürbar sind.
Dieses Verständnis von Pflege und Miteinander möchte sie nun im PBZ Klosterneuburg als Pflegedirektorin fortführen und weiterentwickeln.

„Die Pflegedirektion gestaltet die strategische Richtung eines Hauses maßgeblich mit. Sie stellt sicher, dass hohe pflegerische Qualität, moderne Strukturen und ein starkes Miteinander im Team nachhaltig verankert sind. Damit schafft sie die Grundlage für ein leistungsfähiges, zukunftsorientiertes und menschlich geprägtes Pflege- und Betreuungsumfeld. Ich freue mich sehr, dass wir Tanja Felber für diese tragende Position gewinnen konnten“, so DI Franz Laback, MBA, Geschäftsführung Gesundheit Region Mitte GmbH.





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Für die anstehende zweite Aktualisierung des Expertenstandards „Ernährungsmanagement zur Sicherung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Fabian Graeb/Hochschule Esslingen sucht das DNQP Expertinnen und Experten mit pflegewissenschaftlicher und/oder -praktischer Expertise zum Thema. Der Aktualisierungszeitraum erstreckt sich über rund 18 Monate, die Veröffentlichung des aktualisierten Expertenstandards ist für Mitte 2027 geplant.

Auf Grundlage einer aktuellen Literaturanalyse zum Thema wird die Expert*innenarbeitsgruppe in enger Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Team des DNQP eine Aktualisierung des Expertenstandards und der Kommentierungen vornehmen. Zusätzlich erfolgt auf Basis einer weiteren Recherche eine Identifizierung von relevanten Qualitätsindikatoren für das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement. Die Indikatoren werden nach Abschluss der Aktualisierung im Rahmen eines Praxisprojektes erprobt. Weitere Informationen finden sich im Methodenpapier des DNQP, welches auf der Webseite des DNQP zur Verfügung steht.

Die Expert*innenarbeitsgruppe wird mit bis zu 15 Expertinnen und Experten besetzt werden. Die Mitarbeit erfolgt ehrenamtlich, anfallende Reise- und Übernachtungskosten werden erstattet. Im Projektzeitraum erfolgt mindestens eine ganztägige Präsenzsitzung in Osnabrück sowie mehrere digitale Sitzungen.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Expert*innenarbeitsgruppe ist der Nachweis einer ausgewiesenen Fachexpertise zum Thema. Diese kann z. B. bestehen aus:

– formaler fachlicher Qualifikation (berufliche Aus-/Weiterbildung, wissenschaftliche
Qualifikation),
– Mitwirkung an wissenschaftlichen Projekten zum Themengebiet,
– Mitwirkung an innovativen Praxisprojekten zum Thema,
– Fachveröffentlichungen und -vorträge zum Thema,
– Erfahrung in der Arbeit mit Expertenstandards und ggf. Indikatoren sowie
– Motivation für die Mitarbeit in der Expert*innenarbeitsgruppe.

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen neben der fachlichen Expertise eigene Interessen, Verbindungen zur Industrie oder Interessenverbänden offenlegen, um die wissenschaftliche und institutionelle Unabhängigkeit des Expertenstandards garantieren zu können. Interessierte Personen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum werden gebeten, ihre Bewerbung in Form eines Anschreibens mit Lebenslauf bis zum 15. Februar 2026 per E-Mail mit dem Betreff „Bewerbung EAG Ernährung“ an dnqp@hs-osnabrueck.de zu senden.

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)
an der Hochschule Osnabrück
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Büscher; Prof. Dr. Sara Marquard
Albrechtstr. 30, 49076 Osnabrück
E-Mail: dnqp@hs-osnabrueck.de
Internet: www.dnqp.de





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Geschätzte Leserinnen und Leser,
werte Autor/innen, Inserenten und NetzWerk-Partner !

Ein weiteres ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Steigende Preise, der zunehmende Fachkräftemangel und unzureichende Finanzierung haben die professionelle Pflege im gesamten D-A-CH Raum stark in Bedrängnis gebracht. Trotzdem zögert die Politik weiterhin bei wichtigen Reformen und versucht auch noch bei der Pflege zu sparen. Die Folge: Proteste der Sozialberufe in allen drei Ländern zum Jahreswechsel !

Von der Krankenhausreform und der überfälligen Reform der Pflegeversicherung in Deutschland, zum Streit über die Pflegelöhne in Österreich bis hin zur mangelnden Umsetzung der Pflegeinitiative in der Schweiz – das neue Jahr verspricht spannend zu starten. Selbstverständlich halten wir Sie ab Jänner wieder auf dem Laufenden.

LAZARUS PflegeNetzWerk feiert 40 Jahre !

Auch für uns geht ein schwieriges Jahr zu Ende: Mit dem Verscheiden unseres Gründers Erich M. Hofer (1955 – 2025) ist eine äußert belastbare Säule und Unterstützung unseres Unternehmens von uns gegangen. Die letzten Monate haben uns gezeigt, wie stark seine Stimme und sein beherzter Einsatz vermisst werden. Doch sehen wir mit Jahresende erfreut auf sein Lebenswerk, denn LAZARUS steht ein ganz besonderes Jubiläums-Jahr bevor:

40 Jahre LAZARUS Pflegezeitschrift (1986 – 2026) 

Wir freuen uns darauf, unserer Leserschaft auch im nächsten Jahr wieder viele aktuelle Branchen-News und neue fachliche Impulse bieten zu dürfen, ergänzt durch Rückblicke auf 40 Jahre Pflege-News !

Achtung: Aufgrund Ihres Feedbacks wird der zweiwöchentlich erscheinende LAZARUS Care-Letter ab Jahreswechsel nicht mehr wie bisher dienstagabends erscheinen, sondern wird mittwochvormittags in Ihrem Postfach eintreffen.

Mit dieser am Heiligen Abend erscheinenden Ausgabe verabschieden wir uns für das Jahr 2025. Die Redaktion wünscht Ihnen alles Gute für das Neue Jahr! Wir sehen der weiteren Interaktion mit unseren Autor*innen, Rezensent*innen, Anzeigenkunden und Netzwerk-Partnern – denen wir für ein weiteres Jahr erfolgreicher Zusammenarbeit danken – mit grossem Interesse und Zuversicht entgegen.

LAZARUS wünscht Ihnen ein gesundes, erfüllendes Jahr 2026 und freut sich auf ein Wiederlesen am 07. Januar.

Dominik M. Hofer
Herausgeber





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Während in ganz Österreich über den Pflegenotstand diskutiert wird, hat das Burgenland bereits vor Jahren begonnen, mit konkreten Reformen gegenzusteuern. Mit dem „Zukunftsplan Pflege“ beschreitet das Land innovative Wege und gilt mittlerweile als Vorreiter in der Pflege von morgen.

„Wir haben verstanden, dass wir heute die Weichen stellen müssen, um auch morgen hochwertige pflegerische Versorgung garantieren zu können“, betont Soziallandesrat Leonhard Schneemann in einer Aussendung.

Das Herzstück des burgenländischen Zukunftsplans sind die 71 Pflegestützpunkte, die künftig alle nichtstationären Betreuungs- und Pflegeleistungen unter einem Dach vereinen. Das Land wird in 28 Pflegeregionen eingeteilt. Für jede Region ist eine Trägerorganisation zuständig.

Die Pflegestützpunkte bieten:

  • Vier Betreute Wohneinheiten
  • Umfassende Tagesbetreuung für bis zu zwölf Personen
  • Pflege- und Sozialberatung
  • Basis für mobile Hauskrankenpflege

Neben den bereits in Betrieb befindlichen Pflegestützpunkten werden zahlreiche weitere Stützpunkte gerade umgesetzt.

Österreichweit einzigartiges Anstellungsmodell für pflegende Angehörige

Ein weiterer Meilenstein ist das seit Jänner 2024 auch für Vertrauenspersonen geöffnete Anstellungsmodell für betreuende Angehörige. Erstmals werden pflegende Angehörige mit einem regulären Dienstverhältnis sozial abgesichert – mit geregeltem Einkommen, Pensionszeiten und sozialversicherungsrechtlicher Absicherung.

Die Zahlen sprechen für sich: In über fünf Jahren haben bereits mehr als 730 Personen dieses Angebot genutzt, aktuell sind rund 400 Betreuende angestellt. „Das Interesse ist nach wie vor ungebrochen. Unser Modell entspricht den Bedürfnissen der Menschen und wird 2026 konsequent fortgesetzt“, so Schneemann.

Internationales Recruiting

Lösungsansätze liefert das Land Burgenland auch beim Pflegekräftemangel – über Pflegekräfte aus Drittstatten. Einerseits startete man gemeinsam mit dem bfi ein Projekt, um qualifizierte Arbeitskräfte aus Kroatien oder Serbien für die 24-Stunden-Betreuung im Burgenland zu gewinnen und auszubilden, andererseits holt das Land philippinischen Pflegekräfte ins Land. Dazu läuft eine Kooperation zur Rekrutierung indischer Pflegekräfte. Laut Schneemann fehlen trotz guten Ausbildungsangeboten bis zu 1.700 Pflegekräfte – diese müssen vom Ausland geholt werden.

Massive Ausbauoffensive bei stationärer Pflege

Auch wenn das Land mit einem Bündel an Maßnahmen verstärkt auf die ambulante Versorgung setzt, benötigt es auch weiterhin mehr stationäre Pflegeplätze. Daher werden die derzeit 45 burgenländischen Alten- und Pflegeheime mit rund 2.300 Plätzen weiterhin ausgebaut. Erst 2023 wurde in Schandorf ein Pflegeheim für 60 Personen eröffnet. Die neuen Pflegeheime in Zurndorf sowie das in Redlschlag sind bereits in Betrieb. Erweitert wurde das Haus in Draßburg, bei jenem in Olbendorf wird noch gearbeitet.

Kostenlose Beratung

Um Betroffenen und Angehörigen Hilfe zu bieten, übernehmen 14 Pflege- und Sozialberater:innen genau diese Aufgabe. An allen Bezirkshauptmannschaften des Landes stehen sie – angestellt bei der Pflegeservice Burgenland – kostenlos zur Verfügung. Durch die Pflegestützpunkte werden es künftig sogar 28 Beraterinnen und Berater sein.

Finanzierbarkeit auf Jahre gesichert

„Mit dem Zukunftsplan Pflege sichern wir Pflege und Betreuung im Burgenland langfristig ab und bieten allen Menschen leistbare und qualitätsvolle Angebote für ein Altern in Würde, unabhängig vom Einkommen. Zusätzlich bleibt das System auf Jahre finanzierbar“, fasst Schneemann zusammen.





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Mit großem Erfolg ging Ende November das 1. Salzburger Wochenbett-Symposium für die Pflege an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität über die Bühne. Das Symposium stand im Zeichen einer positiven Wochenbetterfahrung für Mutter und Kind.

Freude über den gelungenen Auftakt: Klinische Pädagogin Verena Pogadl, BScN; Pflegedirektorin Dr.in Franziska Moser, BA, MA; Leitende Pflegeperson Daniela Ponz, BSc; APN-Pflegeexpertin Elisabeth Bürgler, BScN, MScN, MSc; (v.li.). Foto: SALK

Pflegepersonen auf der Geburtenstation leisten täglich einen entscheidenden Beitrag zu Stabilität, Geborgenheit und Erholung in dieser sensiblen Lebensphase. Im Zuge des Symposiums wurden neue Impulse und praxisnahe Erkenntnisse vorgestellt sowie ein Austausch über feinfühlige, evidenzbasierte und familienorientierte Wochenbettpflege angeregt. Mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Bereichen Wochenbettpflege, Hebammenwesen und Frühen Hilfen fand das erste Symposium großen Anklang.

Skill- & Grade-Mix und moderne Praxisanleitung

Nach der Eröffnung durch Pflegedirektorin Dr.in Franziska Moser, BA, MA, und Pflegedienstleitung Astrid Rass, BScN, startete das Symposium mit einem Impulsvortrag von APN-Pflegeexpertin Elisabeth Bürgler, BScN MSc MScN zur positiven Wochenbetterfahrung für Mutter und Kind. Der Vormittag widmete sich zudem dem Thema Skill & Grade Mix in der Wochenbettpflege sowie innovativen Konzepten einer zukunftsorientierten Praxisanleitung im digitalen Zeitalter.

Teamkompetenz als Schlüssel zur Versorgungsqualität

Ein weiterer Höhepunkt war die Podiumsdiskussion zum gelebten kompetenzorientierten Skill & Grade Mix auf der Wochenbettstation des Uniklinikums Salzburg im Rahmen der Familienzentrierung, moderiert von Priv.-Doz. Dr. Andre Ewers. Die Diskussion machte deutlich, wie essentiell eine enge Zusammenarbeit im Team sowie strukturierte Onboardingkonzepte und Delegationsmatrizen für eine moderne Versorgung im Wochenbett sind.

Von Zero-Separation bis Stillstart

Am Nachmittag standen bindungsorientierte Schwerpunkte im Mittelpunkt. Von der Familienberatung über Zero-Separation bis hin zu ersten Erfahrungsberichten zum Bonding nach Sectio. Ein weiterer Vortrag widmete sich dem wichtigen Thema, wie sich Rassismus und Diskriminierung auf das Schwangerschafts- und Geburtsoutcome von Frauen aus Minderheitengruppen auswirken.
Den Abschluss bildete eine Vortragsreihe rund um den Stillbeginn, in der neue Evidenzen, Tools und Konzepte zur Unterstützung junger Familien präsentiert wurden. Dabei lag der Fokus auf Early-Life-Care und optimalen Bedingungen für Familien in dieser ersten Lebensphase.

Fortsetzung folgt …

Am Ende wurde deutlich: Ein guter Start ins Leben ist kein Zufall. Er entsteht durch Kompetenz, Haltung und Präsenz der Fachpersonen, die Mutter und Kind in dieser sensiblen Zeit begleiten. Das gelungene 1. Wochenbettsymposium für die Pflege findet seine Fortsetzung im Jahr 2026.

 

 





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Foto: unsplash+ 

Das Lebensende gibt sowohl Betroffenen als auch Begleitenden Anlass, besonders intensiv über existenzielle Fragen nachzudenken. Forschende in Graz und Wien untersuchen deshalb, wie professionell angeleitete philosophische Gespräche zu einer sinnvollen Erweiterung von Hospizarbeit und Palliativpflege werden können.

(FWF) Wenn der Tod eines Menschen absehbar ist, werden die letzten Wochen und Monate zu einer besonderen Zeit. Es ist nicht nur eine Phase des Abschieds und der Trauer, sondern auch der existenziellen Fragen: Habe ich gut gelebt? Hatte mein Leben eine Bedeutung? Was bleibt von mir? In der Sterbebegleitung des Hospiz- und Palliative-Care-Umfelds werden viele Services geboten, die den Weg erleichtern sollen. Mit Psychotherapeut:innen arbeiten Sterbende und ihre Angehörigen an schwerwiegenden Belastungen, in der Supervision versuchen Teams und Mitarbeiter:innen Strategien für gute Sorgearbeit zu finden, die Seelsorge gibt Trost aus religiöser Sicht. Doch die „letzten Fragen“ einer philosophischen Lebensbetrachtung bleiben als solche meist unbesprochen.

Patrick Schuchter und seine Kolleg:innen möchten das ändern. Als ausgebildeter Krankenpfleger mit jahrelanger Arbeitserfahrung und Absolvent eines Philosophiestudiums fiel ihm auf, dass gerade im Hospizbereich beide seiner Ausbildungsfelder relevant sind. Aus seiner Frage, warum die Philosophie bei den zahlreichen Palliativ-Angeboten eigentlich fehle, entstand das Forschungsprojekt „Philosophische Praxis in Palliative Care und Hospizarbeit“, das vom Wissenschaftsfonds FWF gefördert wird.

Philosophie aus dem Elfenbeinturm holen

„Ein Blick zurück in die Antike zeigt ein viel lebensnäheres Bild der Philosophie. Sokrates, Epikur oder Seneca praktizierten ihr Denken im Gespräch am Marktplatz oder in den Häusern der Menschen. Heute scheint die Philosophie dagegen in die akademischen Elfenbeintürme abgedriftet und lediglich eine Sache von Intellektuellen zu sein“, schildert Schuchter. „Die Bewegung der Philosophischen Praxis versucht dagegen, in Alltagskontexten Begleitung anzubieten. Wir untersuchen, ob dieser Ansatz auch im Bereich Palliative Care etwas bringt.“

Die Idee der Philosophischen Praxis entwickelte sich ab den 1980er-Jahren. Sie versteht sich als eine Form des Austauschs mit philosophisch geschulten Menschen, die die Fähigkeit haben, ihr Wissen auf Alltagszusammenhänge zu übertragen. Besonders wichtig dabei ist, dass sie keine Lebenssicht als richtig vorschreibt, sondern lediglich Anregungen zu eigenständigem Denken gibt. Angebote von einschlägig gebildeten Menschen sind international und auch im deutschsprachigen Raum heute vielerorts vorhanden.

Im Zuge des Projekts haben Schuchter und Kolleg:innen 29 interessierte Philosophische Praktiker:innen zu qualitativen Interviews eingeladen. Einige von ihnen sind auch bereits im Umfeld von Hospiz- und Palliativeinrichtungen tätig. Hier wurde vor allem besprochen, ob und in welchen Kontexten der Tod, der Prozess des Sterbens, schwere Erkrankungen oder Trauer in ihrer Tätigkeit bereits vorkommen. Ein Nebenprodukt einer weiteren, internationalen Umfrage war auch, dass eine Landkarte mit Standorten von Philosophischen Praktiker:innen entstand.

Freie Gedanken angesichts des Todes

Ein Einsatz der Praktiker:innen wurde daraufhin in mehreren Projektbausteinen erprobt und evaluiert. Im Rahmen einer Einzelgesprächsstudie sprachen sie in jeweils fünf Sessions mit Menschen, die vom Thema Tod und Trauer betroffen waren. „Unter den Teilnehmenden waren eine Frau, die gerade eine schwere Operation überlebt hatte, eine Hospizmitarbeiterin, deren Vater gerade verstorben war, und ein Krebspatient, der kurz nach der Studie tatsächlich gestorben ist“, gibt Schuchter Beispiele. Nach den Gesprächen wurden die Gäste – ähnlich wie in Hospizen werden mit diesem Begriff Menschen bezeichnet, die die Philosophische Praxis in Anspruch nehmen – interviewt. Sie gaben Auskunft, wie sie die Gespräche erlebt haben und ob diese für sie relevant waren. Weitere Erkenntnisse wurden aus Gruppengesprächen und Workshops mit einem mobilen Palliativteam in Graz und im Rahmen eines Caring-Community-Projekts in Eningen in Deutschland gewonnen.

Aus mehreren Stilrichtungen, die in der Philosophischen Praxis anzutreffen sind, hat sich dabei der sogenannte hermeneutische Stil als zielführend für den Einsatz im Hospizumfeld erwiesen. „Bei diesem Ansatz steht ein offener Dialog im Vordergrund. Man lässt die Menschen erzählen, um allmählich ein philosophisches Thema daraus entstehen zu lassen, das man dann von verschiedenen Seiten betrachten kann“, beschreibt Schuchter. „Diesen Stil haben wir nicht nur am häufigsten angetroffen, er erscheint auch am angemessensten für den palliativen Bereich.“ Das kritische Hinterfragen von Annahmen, das Definieren von Begriffen sowie die Vertiefung in philosophische Texte – Elemente, die in diese Gespräche eingebettet sind – erweisen sich oft als besonders wichtig und fruchtbar.

Die Praktiker:innen stehen dabei vor der schwierigen Aufgabe, die Themen, die die Gäste bewegen, mit philosophischen Positionen zu verbinden – was nicht nur ein tiefgehendes Verständnis philosophischer Inhalte voraussetzt, sondern auch Einfühlungsvermögen und rhetorische Fähigkeiten. „In den Gesprächen soll ein Phänomen in seiner Allgemeinheit betrachtet werden. Es geht nicht darum, ein Problem zu lösen oder einem unmittelbaren Zweck gerecht zu werden“, betont Schuchter. „Im Feld der Philosophischen Praxis tummeln sich viele Ansätze – auch marktschreierische Lebensberatung oder Gespräche, denen ein recht eindimensionaler Leitfaden zugrunde liegt. Hier muss man gut auswählen.“

Der „Betroffenheitsnummer“ entfliehen

Die Ergebnisse der Studien bestätigen erste Erfahrungen aus der Praxis und zeigen, dass die Philosophie durchaus einen Platz in der Palliativversorgung und im Gesundheits- und Sozialkontext haben kann. „Man könnte annehmen, dass beispielsweise eine Psychotherapie, in der man auch allgemein über bewegende Themen sprechen kann, nahe an den philosophischen Gesprächen liegt. Doch nahezu das gesamte Feedback, auch von sehr therapieerfahrenen Menschen, legt nahe, dass die Philosophische Praxis völlig anders erlebt wird – als eine ganz eigene, spezifische Auseinandersetzung mit Lebensthemen. Das hat mich doch überrascht“, hebt Schuchter hervor. „Dieses freie Erkunden der Gedanken ohne ein unmittelbares Ziel scheint eine relevante Dimension des Menschseins zu sein. Einer der Gäste – ein sterbender Patient – meldete etwa zurück, dass er damit ,endlich aus der Betroffenheitsnummer‘ herauskomme.“

In dem Grundlagenforschungsprojekt sollen Relevanz und Möglichkeiten der Philosophischen Praxis für Hospizarbeit und Palliativpflege erkundet werden. In der Auseinandersetzung mit Vertreter:innen aus der Pflege wurde auch bereits erörtert, in welcher Weise sie Eingang in konkrete Palliativangebote, aber auch in Bildung und Ausbildung finden könnte. Die Entwicklung methodischer Richtlinien, das Definieren von Qualitätskriterien und das Erproben konkreter Modelle in Organisationen könnte Teil eines – bereits in Planung befindlichen – Folgeprojekts sein.

Wenn der Tod nahe ist, verblasst auch das damit verbundene gesellschaftliche Tabu und gibt den Blick auf einen wichtigen Lebensabschnitt frei. „Sterben ist eine relevante Phase des Lebens. Hier entstehen noch neue Erkenntnisse und Beziehungen. In diesem Sinne ist ein Hospiz kein Sterbehaus, sondern ein Haus des Lebens“, sagt Schuchter. „Mit der Einbeziehung der Philosophischen Praxis können wir vielleicht dazu beitragen, diesen intensiven Lebensabschnitt etwas adäquater zu gestalten.“

Zur Person

Patrick Schuchter studierte Philosophie in Innsbruck und Paris und absolvierte eine Ausbildung zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger. Bereits in seinem Doktorat an der Universität Klagenfurt widmete er sich der Rolle der Philosophie im Kontext von Palliative Care. Heute ist er Senior Researcher am Zentrum für Angewandte Pflegeforschung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien und am Zentrum für Interdisziplinäre Alterns- und Care Forschung (CIRAC) der Universität Graz. Das von 2022 bis 2026 laufende Projekt „Philosophische Praxis in Palliative Care und Hospizarbeit“ wird vom Wissenschaftsfonds FWF mit 383.000 Euro gefördert.

Publikationen

Thoughtful Accompaniment in Life’s Final Stages: Philosophical Practice as a Complement to Ethics Consultation, in: Bioethics 2025

Radinger, S.: Philosophieren in Gruppen: Vom gemeinsamen Versuch, Grenzerfahrungen zu verstehen, in: Philosophisch sorgen. Praxis Palliative Care Zeitschrift 68, 2025

Schuchter, P.: Philosophieren am Lebensende. Warum Philosophische Praxis in der palliativen und hospizlichen Sorge fehlt – und gebraucht wird, in: Philosophisch Sorgen. Praxis Palliative Care Zeitschrift 68, 2025

Last Questions – How Philosophical Practice Contributes to Developing Death Literacy, in: Palliative Care – Current Practice and Future Perspectives 2023

 

Wissenschaftlicher Kontakt
Dr. Patrick Schuchter, MPH
Zentrum für Angewandte Pflegeforschung

Hochschule Campus Wien

Favoritenstraße 222

1100 Wien

T +43 1 606 68 77-4287
patrick.schuchter@hcw.ac.at
https://www.hcw.ac.at

 

Quelle: Wissenschaftsfonds FWF





Attraktivität der Pflegeausbildung: Caritas Regensburg ermöglicht Auslandsaufenthalte für Pflegeauszubildende

Der Grundgedanke des Versorgungskonzepts „Hospital at Home“ besteht darin, geeigneten Patientengruppen eine Behandlung auf Krankenhausniveau in ihrem Zuhause anzubieten. Eine von der Rhön Stiftung in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass dieser Versorgungsansatz auch in Deutschland großes Potenzial hat.

Die von der inav GmbH durchgeführte systematische Überblicksarbeit fasst die überzeugende internationale Evidenz zusammen und untersucht Best-Practice-Beispiele. Hospital at Home führt demnach zu mehr Patientenzufriedenheit, kürzeren Krankenhausaufenthalten und niedrigeren Behandlungskosten.

Das Konzept, das bereits in den 1970er Jahren entwickelt wurde, sieht vor, dass die Patientinnen und Patienten entweder anstelle eines Krankenhausaufenthalts oder im Rahmen einer frühzeitigen Entlassung zu Hause die für sie sinnvolle Behandlung durch spezialisierte Pflegefachkräfte (teilweise mit Master-Abschluss), ärztliches Personal sowie weitere Berufsgruppen erhalten.

Vorreiter im Bereich Hospital at Home sind die USA und Spanien, gefolgt von Großbritannien und Singapur.

Sehr überzeugende Studienlage

Die Evidenz sei überwältigend: So ergab die Studie u. a., dass Hospital at Home bei den klinischen Behandlungsoutcomes und bei Wiederaufnahmen mindestens gleich gut abschneidet wie die konventionelle Krankenhausversorgung. In Bezug auf die Patientenzufriedenheit und die Behandlungskosten ist das Konzept der Regelversorgung sogar deutlich überlegen.

Besonders beeindruckende Zahlen weist das Best-Practice-Beispiel Huntsman at Home des Huntsman Cancer Institute an der Universität Utah, USA, auf. Es richtet sich an Menschen mit einer Krebsdiagnose, die nach einem stationären Aufenthalt weiterhin akutmedizinischen oder therapiebedingten Versorgungsbedarf haben. Im Rahmen des Programms gelang es, Krankenhausaufaufnahmen um 55 Prozent und Notaufnahmen um 45 Prozent zu reduzieren. Stationäre Aufenthalte konnten um einen Tag verkürzt und die Behandlungskosten um 47 Prozent gesenkt werden.

Auch das Sheba Medical Center in Tel Aviv, Israel, erreichte mit dem weltweit ersten vollständig virtuellen Krankenhaus Sheba Beyond durchweg positive Evaluationsergebnisse, darunter Einsparungen der Behandlungskosten um etwa 40 Prozent.

Strukturelle Hürden in Deutschland

In Deutschland fehlt es an Voraussetzungen für die Implementierung von Hospital at Home, so das Fazit der Studie. Neben einer leistungsfähigen technologischen Infrastruktur umfasse dies beispielsweise sektorenübergreifende Vergütungssystematiken und differenzierte Berufsbilder in der Pflege.

Interessante Ergebnisse seien von den beiden Innovationsfonds-Projekten VirtualWardund STAY@HOME – TREAT@HOME zu erwarten, die das Konzept Hospital at Home aktuell in Deutschland in Pflegeheimen bzw. im häuslichen Setting erproben.

Die vollständige Studie „Hospital@Home – Ein innovatives Versorgungskonzept für die Gesundheitsversorgung der Zukunft“ finden Sie HIER