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Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Mehr Verantwortung für Pflegekräfte verbessert die Versorgung von Menschen mit Demenz. Das ist das zentrale Ergebnis der vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) durchgeführten Studie „InDePendent“. 

Foto: DZNE

Für das Forschungsteam steht fest: Übernehmen Pflegefachpersonen in genau definierten Bereichen ärztliche Aufgaben, hat das einen Nutzen für die Betroffenen, aber auch für das Versorgungssystem insgesamt. Die Ergebnisse wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift Alzheimer‘s & Dementia vorgestellt.

„Bei der Versorgung von Menschen mit Demenz im häuslichen Umfeld treten die Schwächen unseres Versorgungssystems besonders deutlich zutage“, meint Prof. Wolfgang Hoffmann (Bild), Projektleiter und geschäftsführender Direktor des Greifswalder Instituts für Community Medicine. So zähle Demenz zu den größten Herausforderungen einer alternden Gesellschaft. Doch viele Betroffene erhalten keine auf sie zugeschnittene Versorgung – oft mit gravierenden Folgen für Lebensqualität, Autonomie und Teilhabe. „Deshalb wurde das Dementia Care Management entwickelt, um sektorübergreifend und interprofessionell die individuellen Versorgungsbedarfe von Menschen mit Demenz zu erkennen und möglichst umfassend zu erfüllen.“ Die Dementia Care Manager koordinieren medizinische, pflegerische und soziale Leistungen.

Lebensqualität Betroffener spürbar verbessert

In dem Projekt InDePendent (Interprofessionelle Demenzversorgung: Aufgabenneuverteilung zwischen Ärzten und qualifizierten Pflegefachpersonen in der häuslichen Versorgung) wurden über 400 Menschen mit Demenz in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hessen begleitet. Eine Hälfte erhielt eine zusätzliche, individuell zugeschnittene Betreuung durch die speziell qualifizierten Pflegefachpersonen mit erweiterten Aufgaben. „Diese Pflegefachpersonen hatten nicht nur eine höhere Eigenverantwortung, sondern verfolgten auch eine kooperative Arbeitsteilung mit den jeweiligen behandelnden Haus- und Fachärzten“, wie Hoffmann erklärt.

Die Ergebnisse sprechen für sich: „Erstmals konnte nachgewiesen werden, dass durch die Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten auf Pflegefachpersonen unerfüllte Versorgungsbedarfe der Menschen mit Demenz im Vergleich zur üblichen Versorgung reduziert und die Lebensqualität der Betroffenen spürbar verbessert werden konnten“. So hatten die Betroffenen, die durch das zusätzlich qualifizierte Personal in der häuslichen Umgebung für sechs Monate betreut und versorgt wurden, 74 Prozent weniger unerfüllte Bedürfnisse. Neben der Kosteneffektivität sei besonders bedeutend, dass für die pflegenden Angehörigen keine zusätzlichen Belastungen aufkommen. Die Projektergebnisse wurden nun im Fachjournal Alzheimer‘s & Dementia veröffentlicht.

Großes Potential für neue Versorgungskonzepte

„Diese Studienergebnisse spielen eine wesentliche Rolle für die Gesundheitsversorgung in Deutschland“, betont Prof. Karlhans Endlich, Wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin Greifswald. Derzeit leben etwa 1,8 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland. Die Erkrankung könne man aktuell nicht heilen, doch das Fortschreiten führe zu einem hohen Versorgungsbedarf, dessen Komplexität das Gesundheitssystem nicht umfassend erfüllen kann. „Umso wichtiger ist eine Versorgungsforschung, die nah an den Bedürfnissen der Betroffenen ist und neue Modelle zur Verbesserung der Lebens- und Versorgungssituation entwickelt“, so Endlich. Erstmals konnte eine Studie so eindeutig zeigen, dass eine Aufgabenneuverteilung zwischen Ärzten und Pflegefachpersonen einen erheblichen Mehrwert für betroffene Patienten hat.

Wolfgang Hoffmann ergänzt: „Die vorliegenden Ergebnisse unterstreichen das Potenzial innovativer Versorgungskonzepte“. Nun gelte es, diese evidenzbasierten Ansätze mutiger und konsequenter in die Regelversorgung zu überführen. Dafür sei es erforderlich, bestehende politische und administrative Hürden gezielt abzubauen, so Hoffmann. „Es liegt in der Verantwortung der Gesundheitspolitik, die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete strukturelle Veränderungen zu übersetzen und damit die Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems aktiv zu gestalten.“

Originalpublikation (open-source): Efficacy and cost-effectiveness of extended nursing roles in dementia care: Results of the cluster-randomized trial InDePendent





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Welche neuen, digitalen Technologien und technischen Anwendungen stehen in der Pflege heute schon zur Verfügung – und welche werden zukünftig an Bedeutung gewinnen? Was muss sich in der Pflegeausbildung ändern, um diesem Umfeld gerecht zu werden ? Im Interview mit CareTRIALOG beleuchtet Prof. Dr. Ana N. Tibubos (Bild), Professorin für Diagnostik in der Gesundheitsversorgung & E-Health im Fach Pflegewissenschaft der Universität Trier, die derzeitige Entwicklung.

Zum Interview auf CareTRIALOG …





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Auch nächstes Jahr würdigt die SozialMarie wieder fünfzehn herausragende Projekte sozialer Innovationen, die auf soziale Herausforderungen unserer Zeit reagieren.  Privatpersonen, Vereine und soziale Organisationen aus Österreich, Ungarn, Tschechien, Kroatien, der Slowakei und Slowenien sind ab sofort eingeladen, ihre Projekte einzureichen.

Fünfzehn aktive Projekte aus der Zivilgesellschaft, der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft, die auf soziale Herausforderungen unserer Zeit reagieren, werden mit insgesamt 54.000 € ausgezeichnet.

Wichtige Termine: 

  • Ende Einreichfrist: 13. Jänner 2026, 23:55 Uhr
  • Q&A Session für Interessierte: 3. Dezember 2025, 16:00–18:00 Uhr (In kleinen Gruppen, Fragen können in der jeweiligen Landessprache gestellt werden)

Hier finden Sie die geltenden Teilnahmebedingungen und Kriterien.

Hier geht’s zum Einreichformular: sozialmarie.org

 





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Die im April angekündigte Aufnahme der Pflegeberufe in die Schwerarbeitsverordnung wurde nun durch eine Verordnung vom Ministerrat fixiert: Ab 01. Jänner 2026 sollen in etwa 1.000 Pflegekräfte pro Jahr in die Schwerarbeiterpension verabschiedet werden.

Mit der neuen Verodnung wird die Pflege nun endlich als Schwerarbeit anerkannt. Sie gilt für alle diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, PflegeassistentInnen und PflegefachassistentInnen, sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit. Pflegekräfte können künftig mit 60 Jahren in Pension gehen, sofern sie mindestens 45 Versicherungsjahre aufweisen und in den letzten 20 Jahren mindestens 10 Jahre Schwerarbeit verrichtet haben.

Zahl an Schwerarbeitstagen gesenkt

Unter den rund 8.000 Personen aus allen Branchen, die laut Sozialmisisterium die Schwerarbeitsregelung bereits in Anspruch genommen haben, finden sich bisher nur wenige Pflegekräfte. Hauptgrund dafür sei die „unrealistische“ Anzahl an Schwerarbeitstagen pro Monat, so die Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ). Diese Anzahl wird durch die Verordnung von 15 auf zwölf reduziert. „Wir setzten das nun endgültig um“, sagte die Ministerin. Pflege sei Schwerarbeit, „psychisch wie körperlich“.

Auch NEOS-Sozialsprecher Gasser äußerte sich positiv über die überarbeitete Berechnung der Arbeitstage pro Monat, durch die ab Jänner mehr Schwerarbeitsmonate festgestellt werden können. „Wir haben festgestellt, dass da bisher einfach Regelungen drinnen waren, die systematisch zu Benachteiligung geführt haben“, so Gasser.

„Versprochen – gehalten“, sagte ÖVP-Klubchef Wöginger. „Wir haben uns dazu in den Regierungsverhandlungen entschieden, jetzt setzen wir es um, rechtzeitig mit 1. Jänner tritt die Verordnung auch in Kraft.“

Gegenfinanzierung noch offen

Die zu erwartenden Kosten bezifferte NEOS-Sozialsprecher Gasser mit etwa 20 Millionen Euro im ersten Jahr. Anschließend würden diese Kosten jährlich steigen. Gemäß dem Regierungsprogramm soll die Neuregelung durch Reformen bei der der Invaliditätspension bzw. der Berufsunfähigkeitspension gegenfinanziert werden – eine entsprechende Arbeitsgruppe hat bereits Ihre Tätigkeit aufgenommen. Ziel der Regierung sei es, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen länger im Berufsleben zu halten, so Gasser.

Arbeitnehmervertetungen reagieren positiv

„Die Aufnahme von Pflegekräften in die Schwerarbeitsverordnung ist ein wirklicher Meilenstein für die Beschäftigten in der Pflege, einem äußerst sensiblen Bereich“, so ÖGB-Pflegeexpertin Martina Lackner in einer Aussendung zur Ankündigung aus dem Sozialministerium. „Durch die künftige Regelung wird der Pflegeberuf attraktiver gestaltet – ein längst überfälliger und dringend nötiger Schritt angesichts des akuten Personalmangels.“

Reinhard Waldhör von der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft sieht in der Reform einen wichtigen Schritt für Teilzeitarbeit: „Dass hier erstmals auch Teilzeitkräfte ab 50 % Beschäftigung sowie Sozialbetreuungsberufe mit Pflegeausbildung explizit angeführt sind, sollte insbesondere für viele weibliche Pflegekräfte zu massiven Verbesserungen führen.“

Auch die Gewerkschaften GPA und vida begrüßten die Neuregelung,  sowie die Volkshilfe als auch der Samariterbund.

Die Grünen sehen in der Reform einen „längst überfälliger Schritt“. „Wer aber glaubt, damit sei für die Pflegekräfte echte Entlastung geschaffen, verkennt die Lebensrealität der Beschäftigten“, teilte Pflegesprecher Ralph Schallmeiner in einer Aussendung mit. Die freiheitliche Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch hingegen sieht in der Neuerung nur einen „üblen Marketing-Schmäh der Verlierer-Ampel“. Eine echte Pflegeoffensive, die echte Entlastung, faire Einkommen und ganz besonders erträgliche Arbeitsbedingungen bringe, lasse die Regierung völlig vermissen.

 





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. hat in dieser Woche die erste nationale und internationale S3-Leitlinie speziell für ältere Menschen mit akuten und chronischen Schmerzen offiziell veröffentlicht: „Schmerzmanagement bei GERiatrischen PAtIeNt:innen (GeriPAIN)“. Die Leitlinie steht ab sofort allen Pflegenden, Therapeut:innen frei zur Verfügung.

Geriatrische Patient:innen sind durch Multimorbidität, Polypharmazie und kognitive Beeinträchtigungen besonders schmerzempfindlich und gefährdet. Schmerz ist dabei nicht nur ein Symptom, sondern ein wesentlicher Prädiktor für Gebrechlichkeit, Sturzneigung, Pflegebedürftigkeit und erhöhte Sterblichkeit. Trotz dieser Risiken bleibt Schmerz bei älteren Menschen häufig unerkannt oder unzureichend behandelt – oft weil er als „normal“ im Alter abgetan wird. Diese Fehleinschätzung hat schwerwiegende Folgen für die Lebensqualität und das Wohlbefinden.

Evidenzbasierte Empfehlungen für eine sichere und individuelle Therapie

„GeriPAIN“ liefert erstmals eine strukturierte, evidenzbasierte Orientierung für die Diagnose und Behandlung von Schmerzen bei älteren Menschen. Die Leitlinie berücksichtigt spezifische Herausforderungen wie die Erkennung von Schmerzen bei Menschen mit Demenz oder kognitiven Einschränkungen. Sie stellt klare Empfehlungen für nicht-medikamentöse Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie, psychosoziale Unterstützung und Bewegungstherapie bereit. Gleichzeitig werden sichere und wirksame medikamentöse Strategien vorgestellt, die auf individuellen Risiken und Wechselwirkungen beruhen. Invasive Verfahren wie gezielte Injektionen oder Nervenblockaden werden nur bei klaren Indikationen und unter Berücksichtigung des Gesamtrisikoprofils empfohlen.
Ein zentraler wissenschaftlicher Mehrwert liegt in der Integration interdisziplinärer Perspektiven: Ärzt:innen, Pflegekräfte, Therapeut:innen, Sozialarbeiter:innen und Patient:innen werden gleichermaßen in den Versorgungsprozess einbezogen. Dies fördert eine ganzheitliche, patientenorientierte Versorgung, die über die reine Symptombehandlung hinausgeht.

Beteiligung von Betroffenen

Ein besonderes Merkmal der „GeriPAIN“-Entwicklung ist die aktive Einbindung einer Vertreterin der von Schmerz Betroffenen bereits in die Antragsstellung. Heike Norda von der UVSD SchmerzLOS e.V. war nicht nur als Expertin, sondern als Lebenserfahrungsträgerin in den Prozess eingebunden. Dies unterstreicht die Zielrichtung der Leitlinie: Schmerzversorgung auch aus der Perspektive der Betroffenen.

Ein neuer Standard für die Versorgung im Alter

Mit der Veröffentlichung von „GeriPAIN“ wird erstmals ein umfassender, interprofessioneller und sektorenübergreifender Ansatz für das Schmerzmanagement bei älteren Menschen in Deutschland etabliert – in der ambulanten, akutstationären und langzeitstationären Versorgung. Die Leitlinie baut auf der bereits bestehenden S3-Leitlinie „Schmerzassessment bei älteren Menschen in der vollstationären Altenhilfe“ (AWMF-Registernummer 145-001) auf und erweitert sie um zentrale Aspekte der Diagnosestellung sowie der nicht-medikamentösen, medikamentösen und invasiven Schmerztherapie. Damit wird ein bisher fehlender systematischer Rahmen für die ganzheitliche Schmerzversorgung im Alter geschaffen.

Zugang und Verbreitung

Die vollständige S3-Leitlinie „GeriPAIN“ ist ab sofort im AWMF-Leitlinienregister sowie auf der Website der Deutschen Schmerzgesellschaft frei zugänglich. Sie steht damit allen Fachkräften und Interessierten zur Verfügung, um die Versorgung älterer Menschen mit Schmerzen in Deutschland nachhaltig zu verbessern.

Die Entwicklung der Leitlinie wurde durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (Aktenkennzeichen: 01VSF22017) gefördert. Die Koordination lag bei der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. unter der Projektleitung von Prof. Dr. Erika Sirsch (Essen), Prof. Dr. Thomas Fischer (Dresden), Dr. Corinna Drebenstedt (Friesoythe) und Heike Norda (UVSD SchmerzLOS e.V.).

Quelle: IDW/Universitätsklinikum Essen





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Um die Neuverschuldung des Landes zu begrenzen, plant der Salzburger Landtag den zur Attraktivierung eingeführten sogenannten 15. Gehalt (Pflegebonus) für Pflege- und Betreuungskräfte ab 2026 abzuschaffen. Arbeitnehmervertretungen üben heftige Kritik, Sozialministerin Korinna Schumann bezeichnet das Vorhaben als „enttäuschendes Signal“.

Die Salzburger Landesregierung hat Dienstag vor einer Woche, nach dreizehnstündigen Verhandlungen den Landeshaushalt für 2026 präsentiert. Um die Neuverschuldung unter 350 Millionen Euro zu halten, wird unter anderem der „Pflegebonus“ ab  Beginn 2026 gestrichen. „Die Gehälter in der Pflege sind in den vergangenen Jahren um 15 bis 20 Prozent gestiegen, die Rahmenbedingungen wurden verbessert“, begründete LH-Stv. Marlene Svazek (FPÖ) die Entscheidung der schwarz-blauen Landesregierung. „Die zusätzliche Prämie können wir uns nicht mehr leisten.“

Die Salzburger Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) rechtfertigte die Einsparungen damit, dass sonst eine Nulllohnrunde oder die Nichtbesetzung vakanter Stellen notwendig gewesen wären.

Bundesfinazierung bis 2028

Beim 2023 eingeführten „Pflegebonus“ handelt sich nicht um ein 15. Gehalt, sondern um eine Zusatzzahlung von im Schnitt 162,67 Euro im Monat, die genaue Höhe richtet sich nach Einkommen und Zahl der Arbeitsstunden. Der Zuschuss wurde vom Bund im Zuge der Pflegereform 2023 mittels des Entgelterhöhungs-Zweckzuschussgesetzes (EEZG) eingesetzt und jährlich budgetär bedeckt, um mit Blick auf den eklatanten Personalmangel im Sektor die Entgeltsituation für Fachkräfte in der Pflege und Betreuung nachhaltig zu attraktivieren. Der Bund hat auch im aktuell gültigen Finanzausgleich bis 2028 die notwendigen Mittel für den Pflegezuschuss budgetiert und über den Pflegefonds für die Länder bereitgestellt.

Arbeitnehmerverbände üben heftige Kritik

Bei den Arbeitnehmerverbänden und Gewerkschaften stoßen die Rechtfertigungen der Landesregierung auf tiefe Empörung und Unverständnis:

Es entsteht der Eindruck, dass Mittel, die seitens des Bundes den Pflege- und Betreuungskräften gewidmet wurden, in Salzburg zur Sanierung des Landesbudgets herangezogen werden, kritisiert Jana Bockholdt, aktuell Vorsitzende des Interessenverbands der Arbeitgeberverbände der Freien Wohlfahrt (IAFW) und Geschäftsführerin der Barmherzige Schwestern Pflege GmbH. Besonders kritisch sieht der IAFW, dass gerade in Zeiten hoher Inflation und stagnierender Gehaltsentwicklungen mit einer Rücknahme des „Pflegebonus“ eine Kürzung der Gehälter von Pflege- und Betreuungskräften im Ausmaß von rund 5 bis 7 Prozent in Kauf genommen würde.

Scharfe Kritik übt auch die Gesundheitsgewerkschaft in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst an den Aussagen zur Pflegeprämie: „Wenn das Land Salzburg nun behauptet, die Prämie sei nicht mehr finanzierbar, dann ist das schlichtweg falsch. Dieses Geld stammt vom Bund, ist zweckgebunden, steht ausschließlich den Pflegekräften zu und ist über den Finanzausgleich bis 2028 im Pflegefonds gesichert. Sollte das Land diese Mittel einbehalten oder anderweitig verwenden, wäre das eine klare Zweckentfremdung von Bundesgeldern, und zwar auf Kosten jener, die tagtäglich unser Gesundheits- und Pflegesystem am Laufen halten“, stellt Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft, klar.

Laut der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) sei die Herangehensweise des Landes Salzburg nicht nur deshalb hoch problematisch, weil hier Mittel, die der nachhaltigen Verbesserung der Gehälter im Sektor gewidmet sind, seitens des Landes fälschlich als „Corona-Bonus“ tituliert und für überholt erklärt würden, sondern auch, weil dadurch ein erhebliches Ungleichgewicht in die Gehaltslage zwischen den Bundesländern käme. Denn während Salzburg die Mittel ersatzlos streicht, setzen andere Bundesländer selbige weiterhin für den ursprünglichen Zweck ein. Die SWÖ appelliert daher an das Land Salzburg, das Vorhaben dringend zu überdenken.

„Diese Maßnahme ist ein Schlag ins Gesicht all jener Pflegepersonen“

Für den Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) bedeutet die Kürzung nicht nur einen Vertrauensverlust der Pflege in die Politik, sondern auch eine Gefährdung der Versorgungssicherheit. Die angespannte Personalsituation in Salzburg war gerade dabei sich leicht zu stabilisieren. Die aktuelle Aktion der Landesregierung ist hier sehr kontraproduktiv und trägt nicht zur Versorgungssicherheit bei“, so Norbert Piberger, Vorsitzender des ÖGKV Landesverbands Salzburg. In den Salzburger Landeskliniken fehlten bereits jetzt 200 Pflegepersonen.

Der ÖGKV fordert die Salzburger Landesregierung daher auf, diese Entscheidung umgehend zu revidieren und endlich nachhaltige Maßnahmen zur Personalbindung und -gewinnung umzusetzen, anstatt bestehende Verschlechterungen noch zu vertiefen.

„Wer hier spart, riskiert, dass Menschen Pflegeberuf verlassen“

Kritik kommt auch von Österreichs Gesundheits- und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ): „Die Entscheidung des Landes Salzburg, den Pflegebonus zu streichen, ist ein enttäuschendes Signal.“ Noch Ende 2023 hätten sich Bund, Länder und Gemeinden darauf verständigt, eine höhere Bezahlung für Pflegekräfte bis 2028 ins Pflegefondsgesetz überzuführen. Die Streichung komme jetzt überraschend und bedeute nicht nur finanzielle Einbußen, sondern vor allem mangelnde Wertschätzung gegenüber einer Berufsgruppe, die seit Jahren über ihre Grenzen gehe. „Wer hier spart, riskiert, dass Menschen den Pflegeberuf verlassen – das können wir uns als Gesellschaft nicht leisten“, sagte Schumann weiter.

 





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Seit zehn Jahren setzen die mobilen Dienste der Caritas der Erzdiözese Wien, des Arbeitersamariterbundes Wien und der CS Caritas Socialis gemeinsam mit dem Dachverband Hospiz Österreich wichtige Impulse für Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung. Im Jahr 2015 startete das Projekt „HPC mobil“ mit dem Ziel, diese Werte in den Teams zu verankern und die Versorgung von Menschen am Lebensende zu verbessern.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts im Jahr 2018 arbeiten die drei Organisationen weiterhin engagiert daran, die gesetzten Ziele nachhaltig zu sichern und auszubauen. Im Laufe der Jahre haben sich weitere Organisationen aus Kärnten, der Steiermark, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg der HPC mobil Community angeschlossen. Trotz der unterschiedlichen Rahmenbedingungen, Strukturen und Trägerziele sehen alle Beteiligten die Herausforderungen als Chance, voneinander zu lernen und gemeinsam die Hospiz- und Palliative Care in der mobilen Pflege voranzubringen.

Ein besonderes Highlight in diesem Jubiläumsjahr war das dritte Vernetzungstreffen der Vertreterinnen und Vertreter aus den Bundesländern, das in Wien stattfand. Unter dem Motto „Wer bestimmt den richtigen Weg?“ regte Prof. Dr. Matthias Beck die Teilnehmer:innen zu einer tiefgehenden Reflexion an. Er stellte zentrale Fragen zum Umgang mit Fremdbestimmung und Selbstbestimmung – Fragen, die gerade in der Hospiz- und Palliativversorgung von großer Bedeutung sind. Wie können Menschen aus der Fremdbestimmung in die Selbstbestimmung gelangen? Was fördert und was hindert Eigenverantwortung? Und wie kann es gelingen, den Widerstand und die Auseinandersetzung als wertvolles Lebenselixier anzunehmen?

Die Erfolge von HPC mobil sind vielfältig: Neben dem Vorsorgedialog konnte auch die Vernetzung mit spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen deutlich verstärkt werden. Mit dem Angebot des Vorsorgedialogs trägt HPC mobil maßgeblich dazu bei, die Lebensqualität und Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase kontinuierlich zu verbessern.

Mit dem zehnjährigen Jubiläum blickt HPC mobil nicht nur auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück, sondern richtet den Blick auch auf die Zukunft – auf eine weitere Vertiefung der Zusammenarbeit, den Ausbau der Hospizkultur und die nachhaltige Sicherung der Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung.





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Am 19. September fand an der FH Kärnten am Campus Klagenfurt der 6. Österreichische pflegewissenschaftliche Hochschultag statt. Der Hochschultag erfreute sich einer regen Teilnahme und trug durch die Anwesenheit zahlreicher Studiengangsleiter:innen und Dozent:innen vor Ort auch zur Vernetzung der Akteure der pflegewissenschaftlichen Hochschullandschaft bei.

So wie die vorangegangen bot auch der 6. pflegewissenschaftliche Hochschultag in einem Reviewprozess ausgewählten Absolvent:innen pflegewissenschaftlicher Studiengänge die Möglichkeit, ihre Qualifikationsarbeiten einem interessierten Fachpublikum vorzustellen. Neben den Präsentationen diente der Hochschultag insbesondere auch der Vernetzung der Hochschulabsolvent:innen und dem Austausch mit Lehrenden pflegewissenschaftlicher Studiengänge. Moderiert wurde die Tagung durch Mag.a Carmen Sourij (FH Kärnten).

In ihrer Begrüßungsrede betonte die Gesundheitslandesrätin der Kärntner Landesregierung LR. Dr.in Beate Prettner die Dynamik im Bereich Pflege und begrüßte die Etablierung neuer Berufsfelder wie etwa der Community Nurse. Die Vizepräsidentin des ÖGKV Mag.a Inge Köberl-Hiebler attestierte in ihren Begrüßungsworten der Pflegewissenschaft das Fundament für hochwertige und sichere Pflege zu sein und dass die Evidenz zeige, dass die Pflegewissenschaft gebraucht werde. In ihren Eröffnungsworten berichtete FH Prof.in Anita Mitterdorfer, MA M.Ed., Studiengangsleiterin Gesundheits- und Krankenpflege und somit die Hausherrin des Hochschultages, wie das seit 2018 in Kärnten existierende Bachelorstudium sehr viel Unterstützung durch die Politik erfährt. Ein neuer Masterstudiengang Advanced Nursing Practice in der Primärversorgung startet im November 2025. Sie ist stolz auf die erste Dissertantin in ihrem Team und die zahlreichen Publikationen sowie den regen Austausch in Forschungsgruppen an FH Kärnten.

LR. Dr.in Beate Prettner, FH Prof.in Anita Mitterdorfer, Mag.a Inge Köberl-Hiebler, und Mag.a Karin Klas bei der feierlichen Eröffnung des Hochschultages

Die Vorsitzende der GesPW, Mag.a Karin Klas, hob in ihren einführenden Worten das wissenschaftliche Reviewverfahren hervor, dass die Auswahl der Vorträge am Hochschultag begleitete. Dass zum ersten Mal eine Dissertation am Hochschultage präsentiert wird, wurde ebenso stolz von ihr verkündet und zeige, wie hochentwickelt die akademische Ausbildungslandschaft in Österreich bereits ist. Zuletzt oblag es der Vorsitzenden der GesPW auch über das 20-jährige Bestehen der Fachgesellschaft zu berichten, was in der Pause des Hochschultages auch mit einer Geburtstagstorte feierlich zelebriert wurde.

Geburtstagstorte der GesPW

In neun Vorträgen wurden im Verlauf der Tagung interessante Forschungsergebnisse aus pflegewissenschaftlichen Abschlussarbeiten vorgestellt. Darunter fanden sich Themen wie der Effekt von Virtual Reality auf die Schmerzintensität bei Kindern während Venenpunktionen, die End-of-Life Care auf der chirurgischen Intensivstation oder das Five-Minute-Preceptor Model für die Praxisanleitung in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Des Weiteren wurden acht Abschlussarbeiten in Form von Posterpräsentationen, die Dr. Alfred Steininger leitete, dem Publikum vorgestellt. Alle Poster wurden durch die Tagungsteilnehmer:innen fachlich-inhaltlich und auch formal-ästhetisch beurteilt. Folgende Poster wurden prämiert:

  1. Platz: „Schulungen für pflegende Angehörige und ihr Einfluss auf die Rehospitalisierungsrate bei Patient:innen mit Herzinsuffizienz – Eine systematische Literaturrecherche.“ von Alessandro Lackner, BSc. (FH Joanneum)
  2. Platz: „Practice Readiness von Pflegefachassistent:innen beim Berufseinstieg in die Hauskrankenpflege – Eine qualitative Erhebung“ von Irene Hochstöger, BSc, (Universität für Weiterbildung Krems)
  3. Platz: „Heart Gap in Women – Gesundheitliche Blindstelle: Wenn Frauenherzen anders schlagen“ Daniela Lemmerer (FH Joanneum)

Mag.a Karin Klas Vorsitzende der GesPW (li.) mit den Preisträger:innen und Benjamin Pöll, GF von Carenamics

In ihren Abschlussworten bedankte sich die Vorsitzende der GesPW Mag.a Karin Klas für die hervorragende Unterstützung des Hochschultages durch die FH Kärnten, den zwölf Hochschulen als Kooperationspartner und dem Sponsor des Posterpreises, der Carenamics GmbH.

Anlässlich seiner Pensionierung wurde das langjährige Mitglied der GesPW Dr. Alfred Steininger für seine wertvolle Arbeit in der Fachgesellschaft geehrt und seine große Vorbild- und Mentorenfunktion für die Auszubildenden in der Pflege und Wissenschaft gewürdigt.

Laudatio für Dr. Alfred Steininger

Zum Abschluss des 6. Österreichischen pflegewissenschaftlichen Hochschultages wurde ein Ausblick auf dessen 7. Auflage gegeben, die 2027 an der FH Joanneum in Graz stattfinden wird, was von der Studiengangsleitung, Frau Eva Mircic, BSc MSc und Christoph Palli, BScN MScN in einer Videobotschaft angekündigt wurde. Die GesPW freut sich bereits heute auf diese Austragung!





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Marianne Buchegger sprach mit dem Psychotherapeuten, Coach, Supervisor, Moderator und  Berater Dr. Johannes Jurka, der für das iCare Projekt die Train-the-Trainer Module geleitet und das Curriculum mit entwickelt hat, über Train-the-Trainer, Gruppenprozesse und das iCare Projekt.

Zum aktuellen Blog auf hospiz.at

 





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Mit „Pflegewelten – Grundzüge & Prinzipien der Akut- und Langzeitpflege“ ist im August 2025 im Trauner Verlag ein Fachbuch erschienen, das künftig die Ausbildung von Pflegeassistentinnen und Pflegefachassistenten im 1. Ausbildungsjahr in Niederösterreich begleiten wird.

Entstanden ist das Werk in zweijähriger intensiver Arbeit: Sieben Pflegepädagoginnen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Landesklinikums Zwettl sowie drei weitere externe Fachkräfte aus Praxis und Wissenschaft haben gemeinsam unzählige Stunden in Literaturrecherche, inhaltliche Diskussionen und die Erstellung praxisnaher Aufgabenstellungen investiert.

Das Ziel war von Anfang an klar: Ein Arbeitsbuch zu schaffen, das Fachwissen mit einem hohen Maß an Praxisbezug verbindet und die Ausbildung optimal unterstützt. Für viele war es Neuland, ein Buch zu verfassen. „Besonders spannend war die Zusammenarbeit mit einer professionellen Lektorin. In mehreren Feedbackschleifen haben wir unsere Texte geschärft, gekürzt und adaptiert – das war manchmal herausfordernd, aber immer wertschätzend und sehr bereichernd“, erzählt das Autorinnen- und Autorenteam.

Katharina Müller, BEd, MSc, Elisabeth Mayerhofer, MSc, Mag. Martina Grubmüller, PhDr., Alexandra Hahn, MSc, Stefanie Bruckmüller, BSc, Katharina Pichler, BSc, Eva Scheidl, BSc; Foto: LK Zwettl

Unterstützt wurden die Pflegepersonen dabei von Mag. Elisabeth Lamplmair, engagierte Lektorin, und Mag. Rudolf Trauner, Geschäftsführer des Verlages, die die Idee für das Buch lieferten und den Entstehungsprozess eng begleiteten.

Katharina Pichler, BScN betont: „Professionelle Pflege vereint Kompetenz, Einfühlungsvermögen und Respekt. Durch die Kombination aus Theorie und Praxis bereiten wir angehende Pflegepersonen optimal auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten vor – für eine Pflege mit Herz und Verstand.“

Elisabeth Mayerhofer, MSc: „Der Entschluss an diesem Buch mitzuarbeiten entstand aus dem Wunsch Pflege-Wissen zu teilen, Theorie und Praxis zu vereinen und vielleicht auch neue Perspektiven zu öffnen – für Auszubildende, Lehrende, Pflegende und alle Interessierten. Daraus wurde ein Herzensprojekt. Das Ergebnis: Pflegewissen, durchdacht, anschaulich, kompakt und praxisorientiert.“

Der Aufwand hat sich gelohnt: Das fertige Buch, mit fast 600 Seiten, liegt nun in den Händen der Autorinnen und Autoren und sorgt für Stolz und Freude. „Es war intensiv, hat aber unglaublich Spaß gemacht. Jetzt zu sehen, was aus all den vielen Stunden Arbeit geworden ist, ist ein besonderes Gefühl.“

Ab dem Sommersemester 2026 wird „Pflegewelten“ an allen Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege in Niederösterreich als Basisliteratur im Unterricht eingesetzt. Für die Beteiligten ist es nicht nur ein großer Erfolg, sondern auch ein sichtbares Zeichen für das Engagement und die Innovationskraft der Pflegeausbildung am Standort Zwettl.

Zum Buch auf der Verlagswebseite





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

In der EMG Akademie in Kalsdorf bei Graz feierten kürzlich zehn Absolvent:innen den erfolgreichen Abschluss eines Lehrgangs zur Pflegeassistenz. Unter den erfolgreichen Teilnehmer:innen befanden sich auch engagierte Kolleg:innen aus Indien, die nun bestens gerüstet sind, ihre Kompetenzen in den SeneCura Häusern in ganz Österreich einzubringen.

Foto: SeneCura

Mit einer feierlichen Zeremonie endete an der EMG Akademie in Kalsdorf bei Graz ein intensiver Lehrgang zur Pflegeassistenz, der den Teilnehmer:innen nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch wertvolle Praxiserfahrungen vermittelte. Die Akademie ist seit Jahren ein verlässlicher Partner von SeneCura in der Ausbildung zukünftiger Pflegekräfte und zeichnet sich durch ihr praxisnahes Lehrkonzept aus. Unter den Absolvent:innen waren diesmal auch Kolleg:innen aus Indien, die durch ihr Engagement und ihre Motivation beeindruckten. „Die Ausbildung war für mich eine große Chance, viel Neues zu lernen und gleichzeitig Teil eines tollen Teams zu werden. Ich freue mich sehr darauf, mein Wissen nun in der Praxis einzusetzen“, erzählt Absolventin Bhakthavalsalan Abhinaya. Ihre erfolgreiche Teilnahme zeigt, wie internationale Fachkräfte einen wichtigen Beitrag zur Pflegequalität leisten und wie eng Ausbildung und Integration bei SeneCura ineinandergreifen.

Pflege kennt keine Grenzen

Dass die Integration bei SeneCura nicht nur Schlagwort, sondern gelebte Realität ist, zeigt sich bereits im Alltag der Häuser verschiedener Standorte: Indische Kolleg:innen haben sich in den vergangenen Jahren rasch eingelebt – sowohl im Team als auch im Zusammenleben mit den Bewohner:innen. Viele bereichern das Gemeinschaftsleben mit ihrer Herzlichkeit und Offenheit, andere übernehmen mittlerweile leitende Funktionen: So leitet im SeneCura Sozialzentrum Schladming seit Ende 2024 eine Kollegin aus Indien erfolgreich einen Wohnbereich. Sie hatte ihre Ausbildung bereits in Indien abgeschlossen, kam 2020 nach Österreich und konnte nach der Nostrifikation als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin starten. Mit viel Einsatz und Fachkompetenz übernahm sie schließlich die Funktion der Wohnbereichsleitung.

Auch kulturelle Initiativen wie die beliebten „Indischen Tage“ mit Musik, Tanz und Spezialitäten aus der Heimat haben das Miteinander gestärkt und die kulturelle Vielfalt in den Häusern sichtbar gemacht. „Die Zusammenarbeit ist ein großer Gewinn – für unsere Teams ebenso wie für die Bewohner:innen. Vielfalt und kultureller Austausch sind für uns ein echter Mehrwert“, betont Anton Kellner, CEO der SeneCura Gruppe. Mit dem Lehrgangsabschluss wurde somit nicht nur ein Meilenstein in der beruflichen Qualifizierung erreicht, sondern auch ein starkes Zeichen für gelungene Integration gesetzt.





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Nachdem der Deutsche Bundestag am 09. Oktober das Gesetz über die Einführung einer bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung verabschiedet hat, stimmte am Freitag auch der Deutsche Bundesrat dem Gesetz zu. 

Mit dem Pflegefachassistenzeinführungsgesetz wird ein eigenständiges, bundesweit einheitliches Berufsprofil für die Pflegefachassistenz geschaffen. Damit können künftig Personen mit der Qualifikation einer Pflegefachassistenz leichter in ein anderes Bundesland wechseln: Die neue Ausbildung ersetzt die bisherigen 27 landesrechtlich geregelten Pflegehilfe- und Pflegeassistenzausbildungen – aus 27 mach 1. Auch die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse wird erleichtert.

Die wichtigsten Regelungen:

  • Einheitliche Ausbildung: Die neue bundesweite Pflegefachassistenzausbildung ersetzt die bisherigen 27 unterschiedlichen Landesregelungen
  • Einblicke: Die Ausbildung ist generalistisch ausgerichtet und umfasst Pflichteinsätze in den zentralen Versorgungsbereichen stationäre Langzeitpflege, ambulante Langzeitpflege sowie stationäre Akutpflege
  • Start der Ausbildung: Ab 1. Januar 2027
  • Dauer: In der Regel 18 Monate in Vollzeit, , alternativ  eine 36-monatige Teilzeitvariante. Verkürzungen sind möglich, insbesondere bei einschlägiger Berufserfahrung
  • Zugang: In der Regel mit Hauptschulabschluss, aber auch ohne formalen Abschluss bei positiver Prognose der Pflegeschule möglich
  • Vergütung: Alle Auszubildenden erhalten künftig eine angemessene Ausbildungsvergütung
  • Aufstiegsmöglichkeiten: Anschlussfähigkeit an die Ausbildung zur Pflegefachperson (auch verkürzt möglich) mit anschließender Möglichkeit zum Pflegestudium
  • Anerkennung ausländischer Abschlüsse: Einheitliche Regelung mit Kenntnisprüfung oder Anpassungslehrgang statt umfassender Gleichwertigkeitsprüfung

Im Fokus soll für die Auszubildenden die Praxis stehen. Es sind Stationen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und bei ambulanten Pflegediensten vorgesehen, damit die Absolventinnen und Absolventen später in allen Versorgungsbereichen arbeiten können. Den theoretischen Teil sollen staatliche und staatlich anerkannte Pflegeschulen übernehmen. Eine Fachkommission soll einen Rahmenlehrplan und einen Rahmenausbildungsplan erarbeiten.

Für den Übergang gilt: Wer bis Ende 2026 eine Ausbildung nach bisherigen landesrechtlichen Regelungen beginnt, kann diese noch abschließen. Die Länder können diese Frist bis Ende 2027 verlängern, falls der Aufbau der Kapazitäten für die neue Ausbildung mehr Zeit benötigt.

 





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Was bedeutet es, Pflegefachperson zu sein? Wie definiert sich die Berufsgruppe? – Anlässlich des diesjährigen Kongresses des International Council of Nurses (ICN) wurden die Definitionen für „Nursing“ und „Nurse“ zum ersten Mal seit rund 40 Jahren grundlegend erneuert. Die drei deutschsprachigen Mitgliedsverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz legten jetzt eine gemeinsam erarbeitete und vom ICN autorisierte Übersetzung vor.

Die Definitionen – auf Basis eines differenzierten Prozesses mit hunderten Pflegefachpersonen und Pflegewissenschaftlerinnen bzw. -wissenschaftlern –  zeigen, wie breit und unverzichtbar professionelle Pflege heute wirkt: Professionell Pflegende setzen sich in der direkten Versorgung für das Recht auf bestmögliche Gesundheit ein. Sie fördern eine kooperative, kulturell sichere, menschenzentrierte und nachhaltige Versorgung, ermöglichen einen gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung, gehen sorgsam mit Ressourcen um und tragen aktiv zum Schutz der Umwelt bei. Diese Definitionen sind mehr als ein sprachliches Update. Sie geben der professionellen Pflege eine gemeinsame Stimme, stärken ihre Sichtbarkeit und machen deutlich, dass Pflege weit über die unmittelbare Versorgung hinauswirkt – in Politik, Bildung, Forschung und Gesellschaft.

„Die Definitionen beschreiben umfassend das Spektrum dessen, was professionelle Pflege heute leisten kann“, sagt Vera Lux, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). „Damit geben wir beruflich Pflegenden eine Hilfestellung an die Hand, um ihre Rolle reflektieren und selbstbewusst ausüben zu können. Darum geht es im Kern: um eine Selbstbeschreibung, aber auch Selbstermächtigung.“

Die Versorgungsrealität, in der beruflich Pflegende wirken, hat sich in den vergangenen Jahren massiv verändert. Diese Veränderungen greift die Neudefinition auf und liefert damit auch eine Blaupause für die Politik, wie das Potenzial der beruflichen Pflege für die Versorgung genutzt werden kann. Gleichzeitig machen die ausführlichen Beschreibungen auch der Öffentlichkeit deutlich, welchen Beitrag Pflegefachpersonen in der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung leisten und welche Werte sie dabei leiten.

Für den deutschsprachigen Raum legen der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) und der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) eine gemeinsame, abgestimmte und vom ICN autorisierte Übersetzung vor.

Nähere Informationen zu den neuen Definitionen und der dahinter stehenden Methodologie finden Sie auf der Webseite des International Council of Nurses.





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Bei medizinischen Notfällen zählt jede Sekunde – und vor allem das perfekte Zusammenspiel im Team. Mit Teamergency, einem in Österreich einzigartigen Trainingskonzept, zeigt die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes), wie Patient*innensicherheit, Handlungskompetenz und Zusammenarbeit Hand in Hand gehen. Für diesen innovativen Ansatz wurde das Projekt nun von der Plattform Patient*innensicherheit mit dem Austrian Patient Safety Award (APSA) 2025 ausgezeichnet.

Das Projektteam: DGKP Svenja Morianz, Dr. Brigitte Ettl (Präsidentin Plattform Patient*innensicherheit), DGKP Christoph Kumpitsch MSc, Dr. Johannes Koinig (KAGes Direktor für Medizin), Dr. Bernhard Kowalski, MSc (Projektleiter Teamergency), Dr. Nikolaus Schneider, Dr. Leonie Rederer, Dipl.Ing. Lucas Pflanzl-Knizacek, BSc MA, Christine Moisi, BSc MSc.; Foto: KAGes

Bei medizinischen Notfällen zählt jede Sekunde – und vor allem das perfekte Zusammenspiel im Team. Mit Teamergency, einem in Österreich einzigartigen Trainingskonzept, zeigt die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes), wie Patient*innensicherheit, Handlungskompetenz und Zusammenarbeit Hand in Hand gehen. Für diesen innovativen Ansatz wurde das Projekt nun von der Plattform Patient*innensicherheit mit dem Austrian Patient Safety Award (APSA) 2025 ausgezeichnet.

„Diese Auszeichnung bestätigt, dass durch die Verbindung von Notfallkompetenz und Teambuilding die wirksame Basis für ein notfallsicheres Krankenhaus geschaffen wird. Die KAGes setzt damit neue Standards in der medizinischen Ausbildung und trägt wesentlich zur Sicherheit in Notfallsituationen und zur zwischenmenschlichen Zusammenarbeit bei“, betont Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark, Vorstandsvorsitzender der KAGes.

Ein Trainingsprogramm, das Leben rettet

Teamergency steht für ein strukturiertes, evidenzbasiertes Trainingskonzept, das Notfallmanagement und Teamarbeit in kurzen, regelmäßigen Einheiten kombiniert. Die maximal 30-minütigen Simulationstrainings finden direkt am Arbeitsplatz statt – mit vertrautem Equipment und im multiprofessionellen Team.

In der Pilotphase wurden über 115 Trainings mit mehr als 500 Teilnehmer*innen aus 13 verschiedenen Abteilungen – sowohl klinische als auch nicht-klinische Bereiche – und unterschiedlichsten Berufsgruppen durchgeführt. Die Ergebnisse der Pilotstudie zeigen ein klares Bild: Die Mehrheit der Teilnehmenden fühlte sich im Notfall sicherer, empfand die Trainings als klinisch relevant, berichteten über eine verbesserte Teamkommunikation und erlebten eine höhere Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

„Mit Teamergency fördern wir nicht nur die Patient*innensicherheit, sondern stärken auch die Zusammenarbeit und das Vertrauen im Team – über Berufsgruppen hinweg“, erklärt Teamergency-Projektleiter Dr. Bernhard Kowalski.

Teamergency ist multiprofessionell, evidenzbasiert und nachhaltig. Es folgt dem Prinzip des Low-Dose, High-Frequency Training: kurze, hochfrequente Einheiten, die regelmäßig im eigenen Team stattfinden. Das Konzept beruht auf wissenschaftlichen Grundlagen, sowie auf Methoden des Crew Resource Managements (CRM) aus der Luftfahrt. Ziel ist es medizinische Exzellenz mit klarer Kommunikation, Rollenverständnis und psychologischer Sicherheit zu verbinden.

Rollout auf weitere KAGes-Standorte

Aufgrund des großen Erfolgs und der hohen Akzeptanz wird Teamergency seit Jänner 2025 schrittweise innerhalb der KAGes implementiert. Eine zentrale Teamergency Academy im medizinischen Simulationszentrum der KAGes übernimmt dabei die Ausbildung eigener Instruktor*innen, die die Trainings vor Ort durchführen. Auf diese Weise wird eine einheitlich hohe Trainingsqualität in allen Einrichtungen sichergestellt.





Studie belegt: Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten stärkt die ambulante Demenzversorgung

Vorarlberg

Foto: Pflegeschule Vorarlberg, Lisa Mathis

In feierlichem Rahmen des Vinomnasaals wurden kürzlich 20 Absolvent:innen der Pflegeschule Vorarlberg am Lernort Rankweil mit ihren Diplomen ausgezeichnet. Die Zeugnisübergabe erfolgte durch Landesrätin Martina Rüscher, MBA, MSc und Schulleiterin Susanne Wechselberger, MSc. Die diesjährige Absolvent:innenklasse setzt sich aus 17 Frauen und 3 Männern zusammen und beeindruckt durch eine bemerkenswerte Altersvielfalt: Die Altersspanne innerhalb der Gruppe betrug 30 Jahre.

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Foto: Pflegeschule Vorarlberg, Dietmar Mathis

Mit großer Freude und berechtigtem Stolz feierten 42 Absolvent:innen der Pflegeschule Vorarlberg ihren erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Die Übergabe der Diplome fand erstmals im Montforthaus Feldkirch statt und bot einen passenden Rahmen für diesen wichtigen Meilenstein im Berufsleben der angehenden Pflegefachkräfte. Insgesamt erhielten 37 Teilnehmer:innen des Diplomlehrgangs 2022 ihre Abschlussdiplome. Fünf weitere Pflegekräfte schlossen die Sonderausbildung Pflege im OP-Bereich erfolgreich ab und nahmen ihre Zeugnisse entgegen.

 

Oberösterreich

Foto: OÖG

Ende September 2025 haben 29 AbsolventInnen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Steyr (GuKPS) ihre Ausbildung zur Pflegefachassistenz bzw. Pflegeassistenz erfolgreich abgeschlossen. Besonders erfreulich: Acht AbsolventInnen erzielten einen ausgezeichneten Erfolg, fünfzehn weitere einen guten Erfolg. Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung blickten die AbsolventInnen auf ein bis zwei intensive Ausbildungsjahre zurück und bedankten sich beim engagierten Schulteam. Direktorin Maria Ragl, MSc, Klassenvorständin der Pflegefachassistenz Erika Fischer, BSc MHPE, sowie Klassenvorständin der Pflegeassistenz Stefanie Neudorfer, BScN MScN überreichten die Diplome und Zeugnisse in einem festlichen Rahmen.

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Foto: OÖG

Am 30. September 2025 durften 20 AbsolventInnen der Ausbildung zur Pflegefachassistenz (PFA) ihr Diplom entgegennehmen – feierlich überreicht an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck. Die 17 kürzlich diplomierten Damen und drei Herren blicken mit Stolz auf ihre Ausbildungszeit zurück. Acht von ihnen erzielten einen „ausgezeichneten Erfolg“, zehn schlossen mit „gutem Erfolg“ ab.

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Die PFA-AbsolventInnen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Kepler Universitätsklinikum mit ihren GratulantInnen. Foto: OÖG

Im September 2025 schlossen insgesamt 62 AbsolventInnen ihre Ausbildungen an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Kepler Universitätsklinikum Linz erfolgreich ab. Die neuen Pflegekräfte absolvierten die Ausbildung der Pflegefachassistenz, der Pflegeassistenz beziehungsweise den Lehrgang zum gehobenen Dienst, bei dem ausgebildete PflegefachassistentInnen in nur 15 Monaten ein Diplom in der Gesundheits- und Krankenpflege erlangen.

Die AbsolventInnen des Lehrgangs zum Gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege waren bereits als PflegefachassistentInnen an den Standorten des Kepleruniversitätsklinikums sowie an den Regionalkliniken der OÖG tätig und freuen sich nun, als diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen an ihre Standorte zurückzukehren, um ihre erweiterten Kompetenzen zum Einsatz zu bringen.

Die AbsolventInnen des Lehrgangs zum gehobenen Dienst der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Kepler Universitätsklinikum mit ihren GratulantInnen. Foto: OÖG

 

Salzburg

Premiere an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege der Salzburger Landeskliniken: Die vor 3 Jahren österreichweit erstmals gestartete Ausbildung zur „Operationstechnischen Assistenz“ wurde von 23 Auszubildenden erfolgreich abgeschlossen. „Durch diese spezielle Ausbildungsschiene steht uns jetzt hochqualifiziertes Fachpersonal im OP-Bereich zur Verfügung. Das ist ein sehr erfreulicher wichtiger Schritt angesichts der zunehmenden Spezialisierungen und Herausforderungen im medizinischen Bereich. Auch mit der finanziellen Unterstützung der angehenden OTA-AssistentInnen geht Salzburg einen eigenen Weg und fördert die Auszubildenden mit dem gleichen monatlichen Bonus wie in der Pflegeausbildung,“ so Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi.

Foto: SALK/Ebner

 

Niederösterreich

Foto: UK St. Pölten

Mit großer Freude nahmen kürzlich 33 Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungen zur Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege St. Pölten ihre Abschlusszeugnisse entgegen. In der Eingangshalle des Universitätsklinikums St. Pölten wurden die Absolventinnen und Absolventen Anfang Oktobers im Rahmen einer Festrede sowie der feierlichen Übergabe der Dekrete geehrt.

Foto: UK St. Pölten