Aktion „PflegeOhneGewalt“: Werden auch Sie Botschafter/in !

Gewalt in der Pflege hat viele Gesichter – von Beschämen, Beschimpfen und Vernachlässigen bis hin zu körperlichen Übergriffen. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) will das Thema aus der Tabuzone holen und startet anlässlich des Welttags gegen Misshandlung älterer Menschen die Aufklärungsaktion PflegeOhneGewalt.

 

In einem  Themenbrief  an Abgeordnete, Ministerien und kommunale Verwaltungen in Deutschland hat die Stiftung über die Relevanz des Themas Gewalt in der Pflege informiert und fünf zentrale Forderungen zur Gewaltprävention erhoben. Dazu gehören eine wirksame Schulung professionell Pflegender in Gewaltprävention sowie eine bessere Unterstützung pflegender Angehöriger bei belastender Pflege. Zudem soll der bis Ende 2018 zu reformierende „Pflege-TÜV“ mehr Transparenz zu Gewaltpräventionsmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen schaffen.

„Es darf nicht darum gehen, Pflegende an den Pranger zu stellen. Gewalt geschieht oftmals nicht vorsätzlich oder in böser Absicht, sondern resultiert zum Beispiel auch aus Unbedachtheit. Gerade bei so einem komplexen und schwierigen Thema gilt es, das Sprech-Tabu zu brechen. Offener Diskurs ist Voraussetzung für gelingende Prävention. Eine Skandalisierung ist deswegen kontraproduktiv“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP.

 

Elisabeth Scharfenberg, MdB

„Wenn wir als Politik beim Thema Gewalt in der Pflege wegschauen, machen wir uns mitschuldig.“

 

Unterstützen Sie eine gewaltfreie Pflege

Vorrausetzung für eine wirksame Gewaltprävention ist Aufklärung und die Bereitschaft, über das Problem zu sprechen. Vor diesem Hintergrund möchte das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) dazu beitragen, den gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Gewaltprävention in der Pflege weiterzuentwickeln. Anlässlich des diesjährigen Welttags gegen Misshandlung älterer Menschen startet das ZQP die Aufklärungsaktion #PflegeOhneGewalt. Die Stiftung ruft in ihren sozialen Medien dazu auf, als Botschafter mit einem Post oder einer Videobotschaft für eine gewaltfreie Pflege einzutreten.

Die Bundestagsabgeordneten Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie Erwin Rüddel, Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Pflegepolitik , unterstützen die Aktion mit ihren persönlichen Statements.
Erwin Rüddel, MdB

„Eine Form von Gewalt in der Pflege sind Fixierungen – dabei ließen sich diese oftmals vermeiden.“

 

 

Werden auch Sie Botschafter für eine Pflege ohne Gewalt und helfen Sie mit, das Thema Gewalt in der Pflege aus der Tabuzone zu holen  ̶  unter #PflegeOhneGewalt auf Facebook, Google+ oder Twitter. Sie können auch direkt mit uns in Dialog treten:  pflegeohnegewalt@zqp.de

Weiterführende Informationen:

Insbesondere für pflegende Angehörige und professionell Pflegende bieten wir mit dem umfangreichen Themenreport „Gewaltprävention in der Pflege“ und der Internetseite www.pflege-gewalt.de kostenfreien Zugang zu praxisrelevanten und fundierten Informationen rund um das Thema Gewaltprävention in der Pflege. Dort gibt es auch eine Übersicht zu Notruf-Telefonnummern, falls Pflegesituationen eskalieren.

 

 

(Quelle: www.zqp.de)

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