OÖ: Haus der Senior*innen in Bad Zell eröffnet

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Das kürzlich eröffnete HdS Bad Zell bietet 48 alten Menschenen einen möglichst selbstständigen Lebensabend in vier Hausgemeinschaften. Die vielfältige Vernetzung im Rahmen der „Mehr Zeller Nachbarschaft“ verfolgt den inklusiven Ansatz zur zukunftsorientierten Quartiersentwicklung im gesamten Ort.

 

Am Ende des Tages zählt es, für Menschen im Alter ein neues Zuhause zu bieten und Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine bedarfs- und bedürfnisgerechte, individuelle Betreuung und Pflege zu ermöglichen. Sowohl Diakoniewerk Oberösterreich-Geschäftsführer Johann Stroblmair als auch Bürgermeister Hubert Tischler betonten die gute Vernetzung und Eingliederung des Heims in den Ort. Bereits vor der Besiedelung wurde gemeinsam mit den Bürger*innen, den Vereinen, der Pfarre und weiteren Organisationen und Gruppen das Projekt „Mehr Nachbarschaft in Bad Zell“ ins Leben gerufen. Ein Besuchsdienst, ein gemeinsamer Mittagstisch (mit der Ortsbevölkerung) und ein Mobilitätsdienst sollen dazu beitragen, dass alle Altersgruppen ihr Leben in Bad Zell gut gestalten können.

 

Das HdS in Bad Zell ist das fünfte Hausgemeinschaftsmodell des Diakoniewerks in OÖ. Neben langjährigen Erfahrungen seien in dieses Haus auch die Erkenntnisse der Sozialraumorientierung eingeflossen, so der Betreiber. Das Diakoniewerk organisiert bereits seit 2005 Hausgemeinschaften und nimmt damit eine Vorreiterrolle in der Seniorenarbeit in Österreich ein. Hausgemeinschaften sind eine familienähnliche Wohn- und Lebensform für alte Menschen mit Unterstützungs- und Betreuungsbedarf, die auch für Demenzkranke geeignet ist.

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Das Haus der SeniorInnen ist kein „betreutes Wohnen“ mit individuellen Mietverträgen, sondern unterliegt als „Alten- und Pflegeheim neuerer Generation“ den Regelungen des Oö. Sozialhilfegesetzes. In jeder Hausgemeinschaft leben zehn bis zwölf alte Menschen, denen jeweils ein Zimmer mit Vorraum, Bad und WC zur Verfügung steht. Diese „eigenen vier Wände“ können völlig autonom (wie bisher in der früheren Wohnung) nach individuellen Vorstellungen möbliert und gestaltet werden.

 

Details zum Hausgemeinschaftsmodell finden Sie  hier .

 

Fotos: Diakoniewerk/ Erwin Doppler

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