Kommt langsam in Politikerköpfen an: „Viel zu viele Kliniken“

Die „fetten Jahre“ sind längst schon vorbei – doch die überblähten Strukturen und überstrapazierten Gesundheitsbudgets sind geblieben. Nun dämmert es immer mehr Politikern, dass die Beitragszahler bereits am Limit der Belastung angekommen sind und auch die Auslastung der Krankenhäuser mit insgesamt rund 500.000 Akutbetten aktuell nur mehr bei 76% stagniert. Gesundschrumpfen und Neuausrichten sind die Gebote der Stunde – doch die Restrukturierung verläuft wegen großer Widerstände (noch) sehr zäh. Obwohl gerade (auch) in der Pflege wertvolle Personalressourcen im Kampf gegen den immer drückenderen Fachkräftemangel frei gemacht würden.

A cartoon illustration of a home improvement house looking sick.
Viele Krankenhäuser werden als „kranke Häuser“ den notwendigen Strukturwandel nicht überleben.

Die jüngste von zunehmend häufigeren Wortmeldungen zum Thema „Umbau und Rückbau der Krankenhauslandschaft“ stammt neuerlich von Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: „Wir haben viel zu viele Kliniken, die zu wenig Fälle bearbeiten. Daran müssen wir etwas ändern“, so die Politikerin im Rahmen eines Symposiums und betonte die Wichtigkeit von entsprechend hohen „Fallzahlen“ bei Operationen, die von vielen Kliniken jedoch nicht erreicht werden. Künftig würden Strukturvorgaben vom Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) an die Bundesländer gemacht. „Wenn Voraussetzungen nicht vorliegen, dann werden Krankenhausabteilungen schließen“, kündigte die Gesndheitspolitikerin an.

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