KH Barmherzige Schwestern Wien: Spezialisiert zur Fachklinik für den Verdauungstrakt

Mit neuen Schwerpunkten, Abteilungen und Spezialambulanzen stellen sich die Ordenskrankenhäuser der Vinzenz Gruppe in Wien ab Jänner 2017 strategisch neu auf.

 

Der Strategieprozess der Vinzenz Gruppe, in den Wiener Krankenhäusern bis 2020 medizinische Schwerpunkte zu bündeln, erreicht im Jänner 2017 das nächste Level. Mit der Integration der Chirurgischen Abteilung aus dem Herz-Jesu Krankenhaus und der Urologischen Abteilung aus dem Krankenhaus Göttlicher Heiland sowie dem Aufbau eines onkologischen Schwerpunkts macht das KHBS Wien einen großen Schritt in der Weiterentwicklung zur Fachklinik für den gesamten Verdauungstrakt und urologischen Bereich, Onkologie und Psychosomatik. Patientinnen und Patienten müssen künftig nicht mehr für die notwendigen Untersuchungen von einem Ort zum nächsten pendeln, sondern finden die gebündelte Expertise an einem Ort vor.

 

Ausbau Chirurgie

Mit 1. Jänner 2017 übersiedelt die Chirurgische Abteilung aus dem Herz-Jesu Krankenhaus, ebenfalls Vinzenz Gruppe, in das Krankenhaus Barmherzige Schwestern Wien. Mehr als 20 Chirurginnen und Chirurgen bieten dann ein breites Spektrum der Allgemeinchirurgie mit Schwerpunkt Verdauungstrakt, onkologischer Chirurgie, Adipositas- und Schilddrüsenchirurgie sowie eine Erweiterung der chirurgischen Spezialambulanzen. Alle Eingriffe werden wenn möglich minimal-invasiv oder mit SILS-Technik (ein Schnitt im Nabelbereich) durchgeführt.

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In Kürze übersiedelt die Chirurgi aus dem Herz-Jesu Krankenhaus in das KHBS Wien (Foto: BHS/A. Riedmann)

 

Die schonenden Operationsmethoden ermöglichen tagesklinische Chirurgie, wie z. B. Gallenblasenentfernungen, Hernien- und Varizenoperationen. Eine Besonderheit ist die minimal-invasive, transaxilläre Schilddrüsenoperation.  Bei der chirurgischen Entfernung von Tumoren nimmt die Schlüsselloch-Chirurgie ebenfalls einen besonderen Stellenwert ein. So kommt mit der TAMIS Operationsmethode beim Rektumkarzinom eine revolutionäre minimal-invasive Operationsmethode bei tiefliegenden Tumoren im Becken zum Einsatz, bei der zwei Chirurgische Teams gleichzeitig im OP aufeinander zu arbeiten und den Tumor von zwei Seiten operativ entfernen.

 

Ausbau Urologie

Ebenso übersiedelt die Urologische Abteilung vom Krankenhaus Göttlicher Heiland in das KHBS Wien und bietet ab Jänner 2017 von Montag bis Freitag eine tägliche urologische Ambulanz. Die Abteilung mit minimal-invasivem Schwerpunkt ist neben dem gesamten Spektrum der Urologie auf gut- und bösartige Erkrankungen der Prostata mit MR gezielten Prostatabiopsien sowie auf männliche Harninkontinenz spezialisiert. Gemeinsam mit dem neuen Department für Onkologie entsteht ein Kompetenzcluster für das Prostatakarzinom.

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Die Urologie aus dem KH Göttlicher Heiland ergänzt in Kürze das Leistungsangebot (Foto: BHS/R. Herbst)

 

Umfassende Behandlung bei Krebserkrankungen

Neu ist auch die umfassende onkologische Versorgung sowie eine onkologische Spezialambulanz. Ab Jänner können Patienten stationär, tagesklinisch und ambulant ihre Chemotherapie erhalten. Innerhalb der letzten Jahre haben sich die Behandlungsmöglichkeiten stark verbessert und viele Menschen mit der Diagnose Krebs können heute vollständig geheilt werden. Bis zum Herbst 2017 entsteht im Inneren des Krankenhauskomplexes ein neues Gebäude mit zwei modernen Aufzüge sowie zusätzliche Räume für medizinische Nutzung und für die Mitarbeitenden beherbergen.

 

Orthopädie übersiedelt in das Herz-Jesu Krankenhaus

Während im KHBS Wien eine Fachklinik für den gesamten Verdauungstrakt entsteht, spezialisiert sich das Herz-Jesu Krankenhaus Wien zur Fachklinik für den Bewegungsapparat. Die Abteilung für Orthopädie übersiedelt vom KH Barmherzige Schwestern Wien dorthin und startet ebenfalls im Jänner 2017.

Vinzenz Standorte 2015

Die Vinzenz Gruppe baut ihre Ordenskrankenhäuser in Wien bis 2020 zu Fachkliniken aus, um die Leistungsangebote für die Patientinnen noch besser ausrichten zu können. Dafür werden die Angebote innerhalb der Häuser gebündelt und medizinische Schwerpunkte gesetzt. Zudem schafft die Vinzenz Gruppe an jedem Standort „Gesundheitsparks“, die die Lücke an der Schnittstelle von der ambulanten zur stationären Versorgung schließen. In den Gesundheitsparks sind alle Anbieter miteinander vernetzt und koordiniert. Hier steht die Gesundheit im Mittelpunkt, nicht die Krankheit. Die Vielfalt des Angebots macht den Park zur Anlaufstelle für jedes Gesundheitsthema. Das Krankenhaus steht als Teil des Netzwerkes zur Verfügung. Ziel ist es, den Menschen in ihrem Wohngebiet ein breites, aufeinander abgestimmtes Angebot an medizinischen Leistungen (ambulanten Behandlungen, Rehabilitation, Pflege etc.) anzubieten.

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